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Krankenkassen: Lauterbach will an der Beitragsschraube drehen

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Von: Jens Kiffmeier

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Die Krankenkassen steuern auf ein Milliardenloch zu. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SSPD) muss handeln. Die Beitragserhöhung scheint unausweichlich.

Schock für gesetzlich Versicherte: Weniger Beitragszahler und hohe Kosten durch die Corona-Pandemie – die Krankenkassen steuern auf eine gewaltige Finanzierungslücke zu. Vor diesem Hintergrund warnt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Deutschen vor einer Beitragserhöhung. „Wir müssen an vier Stellschrauben drehen: Effizienzreserven im Gesundheitssystem heben, Reserven bei den Krankenkassen nutzen, zusätzliche Bundeszuschüsse gewähren, und die Beiträge anheben“, sagte Lauterbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Weitere Details nannte er aber nicht.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) redet im Bundestag mit erhobenem Arm.
Droht mit einer Beitragserhöhung bei der Krankenkasse: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). © Michael Kappeler/dpa

Krankenkassen: Wegen Finanzierungslücke plant Minister Karl Lauterbach die Beitragserhöhung.

Nach Angaben des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) fehlen den Kassen bereits für das nächste Jahr rund 17 Milliarden Euro. Unter anderem belasten die hohen Behandlungskosten in der Corona-Pandemie das System. Aber ein viel größeres Problem ist, dass wegen der demografischen Entwicklung die Zahl der Beitragszahler stetig abnimmt. Zuletzt hatte der Bund die Verluste mit Steuergeldern ausgeglichen.

Ukraine-Konflikt: Zog Putin wegen Corona in den Krieg?

Rätselraten über den Kriegstreiber: Mit der Invasion in der Ukraine hat Russlands Präsident Wladimir Putin einen Flächenbrand in Europa losgetreten und sein Land in die Isolation getrieben. Doch zu welchem Zweck? Diese Frage stellt sich der Westen seit Wochen. Ein Kremlkenner glaubt, die Motive Putins zu kennen. „Ich glaube, dass Corona Putin verändert hat“, sagte der Chefredakteur des russischen TV-Senders Doshd, Tikhon Dzyadko, der Bild-Zeitung. Demnach habe Putin während der Pandemie mit größerer Isolation und weniger Informationen zu kämpfen gehabt. Ihm sei vermittelt worden, die Ukrainer würden ihn mit offenen Armen empfangen, sollte er dort einmarschieren, was sich jedoch als fataler Irrtum erwies.

Russlands Präsident Wladimir Putin ist wegen des Ukraine-Kriegs angeschlagen und schaut mürrisch.
Steckt wegen des Ukraine-Kriegs in der Isolation: Russlands Präsident Wladimir Putin. © Mikhail Klimentyev/dpa

Ganz neu ist die Theorie nicht. In der Corona-Pandemie zeigte sich Russlands Staatschef stets distanziert. Andere Menschen hielt er öffentlich auf enorm großen Abstand. So müssen Staatsgäste wie Mitarbeiter durch Sicherheitsschleusen und dürfen nur mit ausreichend Abstand vor Putin Platz nehmen. Bundeskanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron saßen bei ihren Besuchen im Kreml an einem sechs Meter langen Tisch. Auch auf diesen Tatsachen dürfte Dzyadko seine Theorie aufgebaut haben. Der Journalist, der früher für den Sender über Russlands Regierung aus dem Kreml berichtete, ist allerdings nicht mehr allzu nah dran. Der Betrieb des Senders wurde eingestellt und Dzyadko hält sich während des Ukraine-Kriegs derzeit in Georgien auf.

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