Corona-Virus

Null-Covid-Strategie: Neuseeland will nicht „das Handtuch werfen“

Trotz steigender Corona-Zahlen hält Neuseelands Covid-Minister Chris Hipkins, an der Null-Covid-Strategie fest.

Auckland - Neuseelands Bildungsminister und Minister für Corona-Angelegenheiten Chris Hipkins hält weiterhin an der Null-Covid-Strategie fest. Hipkins wolle nicht „das Handtuch werfen“, heißt es in der britischen Tageszeitung The Guardian. Neuseeland* verzeichnete am Mittwoch (25.08.2021) 63 neue Fälle mit dem Corona-Virus* binnen eines Tages. Das ist die größte Fallzahl innerhalb eines Tages, seit dem erneuten Ausbruch des Virus letzte Woche. Insgesamt sind nun 210 Menschen mit dem Virus infiziert. Zwölf Menschen werden im Krankenhaus behandelt.

Manche Medien fragen sich nun, ob Neuseeland weiterhin an den strengen Zielen festhalten sollte. „An die Neuseeländer Zuhause, die sich fragen ´ist das die richtige Strategie´, es ist zu früh, um das Handtuch zu werfen. Wir sind so weit gekommen, es wäre eine absolute Verschwendung für uns, um jetzt noch aufzugeben. Wir wollen noch immer den Ausbruch vom Virus in unserer Gemeinschaft verhindern und wieder zur Normalität zurückkehren“, entgegnete Hipkins und verteidigte damit Neuseelands Strategie.

Neuseeland glaubt weiterhin an regelmäßigen Lockdowns, um das Virus zu eliminieren

Null-Covid-Strategie: Neuseelands Primärministerin hält auch an den Zielen fest

Primärministerin Jacinda Ardern fand am vergangenen Montag (23.08.2021) ähnliche Worte wie Hipkins: „Im Moment sind wir uns alle einig: Die Eliminierung des Virus ist unsere Strategie. Da gibt es unter uns keine Diskussionen oder Debatten, weil das die sicherste Option für uns alle ist, bis unsere Bürger geimpft sind“, sagte sie.

Neuseelands Einwohner:innen befürworten zum größten Teil die Strategie der Regierung. Studien zeigten, dass nur zehn Prozent der Bevölkerung nicht an die Null-Covid-Strategie glaubt. 84 Prozent der Neuseeländer waren sogar für die Verlängerung des Lockdowns. Zwar steigen die Zahlen nun stetig, doch Experten gaben an, dass die Neuinfektionen höchstwahrscheinlich vor dem Lockdown stattgefunden haben. Die Zahlen könnten noch einige Tage lang steigen. Noch sei unklar, ob der Lockdown auch der Delta-Variante standhalten wird. Zuerst müssten die Testergebnisse abgewartet und die Inkubationszeit berücksichtigt werden. (Ares Abasi) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN-MEDIA.

Erst kürzlich sorgte Neuseelands Corona-Politik für Aufsehen, als das Land wegen einer Neuinfektion in den Lockdown ging.

Rubriklistenbild: © Rick Rycroft

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