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Krieg in der Ukraine: News und Hintergrund zum Konflikt mit Wladimir Putin

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Von: Felix Busjaeger

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Die Spannungen im Ukraine-Konflikt haben einen Höhepunkt erreicht. Wladimir Putin führt Krieg in Europa. Alle Neuigkeiten und Hintergründe zur Krise mit Russland.

Moskau/Kiew – Ein Krieg in Europa. Was viele Experten lange Zeit für unwahrscheinlich gehalten haben, ist inzwischen traurige Realität. Nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin nach wochenlangen diplomatischen Verhandlungen am Wochenanfang die pro-russischen Provinzen Luhansk und Donezk als eigenständige Staaten anerkannt hat, begann in der Nacht zum Donnerstag, 24. Februar, der russische Truppeneinmarsch in die Ukraine. Der Angriff Russlands beschränkt sich dabei nicht nur auf die Ost-Ukraine. Der Krieg wütet in vielen Teilen der Ukraine: Es häufen sich die Berichte über gezielte Bombenangriffe auf militärische Infrastruktur.

Liveticker zum Ukraine-Konflikt: Erfahren Sie alle wichtigen Entwicklungen zum Krieg mit Russland

Die Lage in der Ukraine ist derzeit unübersichtlich. Fast minütlich überschlagen sich die Ereignisse. Bleiben Sie stets über die aktuellen Entwicklungen im Krieg mit Russland auf dem Laufenden. Unsere Live-Ticker bilden die Entwicklungen vor Ort ab und informieren über die Reaktionen des Westens auf Wladimir Putins Verhalten.

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So reagiert die deutsche Politik auf Putins Krieg in der Ukraine – die Reaktionen im Live-Ticker

Wladimir Putin befehlt Krieg in der Ukraine: Eskalation im Ukraine-Konflikt kam schnell

„Ich habe beschlossen, eine Sonder-Militäroperation durchzuführen. Ihr Ziel ist der Schutz der Menschen, die seit acht Jahren Misshandlung und Genozid ausgesetzt sind“, sagte Wladimir Putin in einer Fernsehansprache. Das Ziel des Kriegs in der Ukraine sei die Entmilitarisierung und die Entnazifizierung des Landes. Wie es aus Kreisen der Nato heißt, befindet sich das Bündnis im Krisenmodus und hat die Verteidigungspläne für Osteuropa aktiviert.

Soldaten in Armjansk
Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik veröffentlichte Bild zeigt bewaffnete Männer ohne erkennbares Nationalitätenabzeichen in der Stadt Armjansk auf der Krim. © Konstantin Mihalchevskiy/Sputnik/dpa

Wladimir Putin und der Krieg in der Ukraine: Hintergründe zu Russlands Präsidenten

Er steht seit über zwei Jahrzehnten an der Spitze Russlands und stürzt Europa grade in einen Krieg in der Ukraine: Wladimir Putin spielt seit Wochen hochbrisanten Poker mit dem Westen und hat im Ukraine-Konflikt mehr als einmal gezeigt, dass westliche Nationen ihn nicht unterschätzen sollten. Putin ist zwar eine schillernde Figur der Politik, allerdings ist nicht viel über Wladimir Putin privat bekannt. Der Kalte Krieger, wie Putin häufiger genannt wird, weiß als ehemaliger KGB-Agent seine Familie und Töchter aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Viele Informationen zu seinem Leben stammen aus seiner eigenen Biografie – der Wahrheitsgehalt wird von Experten angezweifelt.

Während Wladimir Putin selbst sagt, er verfüge nur über ein kleines Vermögen, deuten Putins Kontakte zu Russlands Oligarchen daraufhin, dass der russische Präsident zu den reichsten Russen zählen könnte. Dennoch: Über sein Vermögen gibt Wladimir Putin noch weniger preis, als über seine Familie. Während seiner Karriere beim russischen Geheimdienst war Wladimir Putin für mehrere Jahre in der DDR stationiert und spricht akzentfrei Deutsch, wie auch Olaf Scholz während einer gemeinsamen Pressekonferenz erfahren musste.

Ukraine-Konflikt eskaliert: Hintergründe zum Krieg in der Ukraine

Dass es am 24. Februar zu einem Krieg in der Ukraine und damit zur Eskalation der Ukraine-Krise kam, hatte sich bereits in den vergangenen Wochen zunehmend angedeutet. Seit Monaten hatte Wladimir Putin gezielt Propaganda eingesetzt, um Stimmung gegen die Ukraine zu machen. Während die diplomatischen Bemühungen der vergangenen Wochen ohne Erfolg blieben, unter anderem reisten auch Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach Moskau, warnte die US-Regierung bereits seit mehreren Tagen vor einer möglichen russischen Invasion der Ukraine. Schon länger war bekannt, wo Wladimir Putin seine Truppen stationiert hatte und wie ein möglicher Angriffsplan aussah.

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Der Westen befürchtete schon länger eine Eskalation des Ukraine-Konflikts und mehrere Nationen warnten vor einem möglichen Krieg in der Ukraine. Seit die Ukraine Bestrebungen zeigte, der Nato beitreten zu wollen, wollte Putin die Nato-Osterweiterung aufhalten. Im exklusiven Interview mit IPPEN.MEDIA äußerte der Europaabgeordneter David McAllister die Gefahr, die von Russland ausgeht und sprach über mögliche Sanktionen des Westens gegen die Regierung in Moskau.

Krieg in der Ukraine: Hintergründe zum Konflikt zwischen Russland und der Ukraine

Schon bevor am 24. Februar 2021 die ersten Bomben im Krieg in der Ukraine fallen, waren Hunderttausende Menschen auf der Flucht. Die SOS Kinderdörfer leisten in der angespannten Lage Evakuierungshilfe – und warnten bereits früh vor einer Katastrophe. Gegenüber kreiszeitung.de sagte der Leiter der SOS-Kinderdörfer in der Ukraine, Serhii Lukashov, dass die Lage im Ukraine-Konflikt sehr angespannt sei. Dass es zum Krieg in der Ukraine kam, war von Wladimir Putin offenbar gewollt.

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Wie leben die Menschen mit der permanenten Kriegsgefahr und den pro-russischen Zonen? Unsere Hintergrundstücke aus dem IPPEN-MEDIA-Netzwerk informieren über die Lage vor Ort und ermöglichen Einblicke in den Krieg ist Osteuropa. Im Vorfeld zur gegenwärtigen Eskalation der Ukraine-Krise stellten Anne Holper und Lars Kirchhoff, Friedensverhandlungs-Experten, gegenüber merkur.de die Prognose, dass eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts möglich gewesen wäre. Seit Jahren streben die ukranischen Provinzen Donezk und Luhansk gen Moskau – was Putin davon hat.

Putin beginnt in der Ukraine einen Krieg – so regiert Niedersachsen auf die Entwicklung im Ukraine-Konflikt

Während in Osteuropa der Krieg in der Ukraine begonnen hat, sind auch hierzulande die Reaktionen der Politik von Unverständnis gegenüber Wladimir Putin geprägt. Die Regierungschefs von Niedersachsen und Bremen, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), verurteilten die Eskalation der Ukraine-Krise scharf und bereiteten sich auf mögliche Flüchtlinge aus der Ukraine vor.

Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine werden die Menschen in Niedersachsen allerdings auch in den kommenden Wochen zu spüren bekommen: Da Deutschland stark vom russischen Erdgas abhängig ist, könnten die Preise für die Verbraucher hierzulande deutlich steigen. Dazu beitragen wird auch der jetzige Stopp der russisch-deutschen Gaspipeline Nord Stream 2. *kreiszeitung.de, fr.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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