Moskau enttäuscht über iranische Atom-Vorschläge

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Der russische Regierungschef Wladimir Putin.

Moskau - Russland ist laut einem Medienbericht enttäuscht von den jüngsten Vorschlägen des Irans im Streit um das Atomprogramm. Die zentralen Fragen zum  Atomprogramm Teherans seien unbeantwortet  geblieben, hieß es.

Das am vergangenen Mittwoch den fünf ständigen Mitgliedern des UN- Sicherheitsrates und Deutschland übergebene Papier gebe “leider keine deutliche Antworten auf die Hauptfragen“, sagte ein Mitarbeiter der Regierung in Moskau am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax.

Die Vorschläge seien nicht ausreichend, um die “Beunruhigung über das Nuklearprogramm zu beseitigen“. Die internationale Gemeinschaft werde die Vorschläge prüfen und ihr weiteres Vorgehen abstimmen, sagte der namentlich nicht genannte Mitarbeiter.

Der russische Regierungschef Wladimir Putin hatte den Iran nach Angaben von Teilnehmern einer hochkarätigen Diskussionsrunde am Vortag zum Dialog aufgerufen. Der frühere Kremlchef habe an die Führung in Teheran appelliert, die Sicherheitsbedenken Israels ernst zu nehmen. Das sagten Politologen aus mehreren Ländern nach ihrem Treffen mit Putin in dessen Residenz Nowo-Ogarjowo bei Moskau nach Angaben russischer Medien.

Bei den Gesprächen habe Putin auch vor einer militärischen Lösung im Atomstreit gewarnt. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte zeitgleich mit der Übergabe des neuen Verhandlungspapiers erklärt, sein Land werde an dem Atomprogramm festhalten. Die Außenminister der 27 EU-Staaten wollen am kommenden Montag in Brüssel über eine mögliche Verschärfung der UN-Sanktionen gegen den Iran beraten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte zu Wochenbeginn eine Verschärfung abgelehnt. Russland, das Vetomacht im Weltsicherheitsrat ist, sehe die diplomatischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft, sagte Lawrow.

dpa/mol

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