Steigerung beim Mindestlohn

Minijobs 2022: Neu – wichtige Änderung ab 1. Januar für Minijobber und Geringverdiener

Ein junger Kellner mit einer Corona-Schutzmaske trägt ein Tablett mit Kaffee und Zucker zu seinen Gästen
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Minijobs: ab 1. Januar 2022 steigen der Mindestlohn und die Oberverdienstgrenze. (Symbolbild)

Ab Januar 2022 kommen Veränderungen auf Minijobber bei Nebeneinkünften zu. Unter anderem steigt der Mindestlohn und ein Nachweis der Krankenversicherung wird fällig.

Berlin – Nur noch wenige Tage und das Jahr 2021 ist Geschichte. Ab 1. Januar 2022 plant die Politik allerdings Veränderungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Betroffen sind unter anderem Menschen, die einen Minijob 2022* haben. Bei den 450-Euro-Jobs, Nebenjobs und kurzfristigen Beschäftigungen steigen etwa das Gehalt beziehungsweise der Lohn. Doch auch bei den Steuern und der Krankenversicherung für Minijobs warten Veränderungen. Wir informieren über einige Änderungen bei den Nebeneinkünften, die ab 2022 für Minijobs gelten.

Beschäftigungsart:Minijob
Eingeführt:2003
Verdienstgrenze:450 Euro im Monat
Ansprechpartner:Minijob-Zentrale

Minijobs 2022: Steigerung bei Mindestlohn und Verdienstobergrenze – Ampel-Regierung plant Erhöhung bei Nebeneinkünften von 450 auf 520 Euro?

Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1. Januar 2022 erhöht – das betrifft auch die Minijobs 2022*. Wie die Minijob-Zentrale in einem Beitrag erklärt, erhalten alle Arbeitnehmer in Deutschland dann 9,82 Euro pro Stunde. Eine weitere Erhöhung gibt es zum 1. Juli 2022. Der gesetzliche Mindestlohn steigt dann nochmal auf 10,45 Euro pro Stunde. Für Minijobber bedeutet das: mehr Geld für weniger Arbeit.

Die neue Bundesregierung aus SPD, Grüne und FDP wollen auf lange Sicht den Mindestlohn 2022 noch weiter steigern. Dieser könnte auf 12 Euro angehoben werden. Auswirkungen hat dies dann auch auf die Verdienstgrenze von Minijobs, die derzeit 450 Euro für Nebenjobs beträgt. Für die neue Legislaturperiode plant die Ampel-Regierung eine Erhöhung der Verdienstgrenze bei Minijobs auf 520 Euro. Die Gewerkschaft Verdi sieht derweil die geplanten Minijob-Änderungen als Gift für die Rente.

Krankenversicherung für Minijobber mit Nebeneinkünften: Das ändert sich beim Minijob 2022

In der Meldung zur Sozialversicherung müssen Arbeitgeber ab dem 1. Januar Angaben zum Krankenversicherungsschutz von Minijobbern machen. Wie die Minijob-Zentrale informiert, können Arbeitgeber, die Menschen in Minijobs 2022*, beschäftigen, diesen Nachweis über Bescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse oder des privaten Krankenversicherungsunternehmens des Arbeitnehmers erbringen. Zudem ist eine Kopie der Versicherungskarte von Personen mit Nebenjobs und Nebeneinkünften zulässig.

Zum 1. Januar 2022 werden auch neue Abgaben für einen Minijob im gewerblichen Bereich fällig. So sinken die Umlagen U1 und U2, die der Arbeitgeber entrichten muss. Außerdem ist 2022 eine Senkung der Insolvenzgeldumlage geplant.

Steuern: Arbeitgeber müssen Steuer-ID von gewerblichen Minijobbern melden – Einkommensgrenze bei mehreren Nebenjobs liegt bei 450 Euro

Für Arbeitgeber eine wichtige Veränderung bei Minijobs 2022: Ab dem 1. Januar müssen sie neben ihrer Steuernummer auch die Steuer-Identifikationsnummern ihrer Minijobber an die Minijob-Zentrale übermitteln. Wie die Zentrale in einem Beitrag schreibt, ist die Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID oder IdNr) eine aus elf Ziffern bestehende persönliche Identifikationsnummer, die zusammen mit den Stammdaten, die eine Identifizierung des Steuerpflichtigen ermöglichen, beim Bundeszentralamt für Steuern gespeichert.

Allein aus der 11-stelligen Steuer-ID lassen sich keine Rückschlüsse auf die bei der Finanzverwaltung hinterlegten Daten ziehen. Unter gewissen Umständen kann ein Minijobber in Deutschland auch mehreren Jobs nachgehen. Allerdings gilt hier weiterhin die Einkommensgrenze der Nebenjobs von 450 Euro.

Kurzfristige Minijobs: Diese Regeln gelten ab 2022 für Minijobber mit Nebenjobs und Nebeneinkünften

Wenn ein Arbeitgeber ab dem 1. Januar 2022 einen Mitarbeiter, der in einem kurzfristigen Minijob eingesetzt werden soll, bei der Minijob-Zentrale meldet, erhält er eine Rückmeldung über vergangene Vorbeschäftigungszeiten. Die Daten enthalten dann Auskunft darüber, ob zum Zeitpunkt der Anmeldung oder im laufenden Kalenderjahr bereits weitere kurzfristige Nebenjobs bestehen oder bestanden haben. Der Arbeitgeber muss die Rückmeldung der Minijob-Zentrale in den Entgeltunterlagen dokumentieren. Dies ist unter anderem bei einer möglichen Betriebsprüfung der Rentenversicherung wichtig.

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Die Vorbeschäftigungszeiten der Minijobber sind zudem wichtig, um zu überprüfen, ob der Arbeitnehmer bereits anderswo kurzfristig in einem Nebenjob beschäftigt war. Denn: Kurzfristige Minijobs dürfen maximal drei Monate oder 70 Arbeitstage im Jahr für Nebeneinkünfte ausgeübt werden. Die Herausforderung für den Arbeitgeber besteht darin, dass der Nachweis der Minijob-Zentrale nur über einen Beschäftigungszeitraum informiert, nicht aber über den genauen Umfang. *kreiszeitung.de und merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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