Offensive gegen Rebellen

Luftangriff auf nordsyrische Stadt Aleppo trifft Klinik

Ausgebombt: Douma nach einem Luftangriff. Foto: Mohammed Badra
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Ausgebombt: Douma nach einem Luftangriff. Foto: Mohammed Badra
Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Angriffe seit Beginn des Bürgerkriegs 2011. Foto: Stringer
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Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Angriffe seit Beginn des Bürgerkriegs 2011. Foto: Stringer
Russische Kampfjets werden auf dem Luftwaffenstützpunkt im syrischen Latakia auf den Einsatz vorbereitet. Foto: Friedemann Kohler/Archiv
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Russische Kampfjets werden auf dem Luftwaffenstützpunkt im syrischen Latakia auf den Einsatz vorbereitet. Foto: Friedemann Kohler/Archiv
Ein brennendes Gebäude nach einem Luftangriff auf einen von Rebellen gehaltenen Vorort von Damaskus. Foto: Mohammed Badra
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Ein brennendes Gebäude nach einem Luftangriff auf einen von Rebellen gehaltenen Vorort von Damaskus. Foto: Mohammed Badra
Zerstörte Gebäude im syrischen Aleppo - die Stadt war einst ein blühendes Handelszentrum. Foto: Michael Alaeddin
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Zerstörte Gebäude im syrischen Aleppo - die Stadt war einst ein blühendes Handelszentrum. Foto: Michael Alaeddin
Zerstörte Gebäude in Bab Tadmour, einem Stadtteil von Homs. Foto: Sana
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Zerstörte Gebäude in Bab Tadmour, einem Stadtteil von Homs. Foto: Sana
Während eines Militäreinsatzes in Syrien steigt die Rauchwolke einer Explosion auf. Foto: Sedat Suna/Symbolbild
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Während eines Militäreinsatzes in Syrien steigt die Rauchwolke einer Explosion auf. Foto: Sedat Suna/Symbolbild
Totale Zerstörung: Syrische Soldaten in den Trümmern eines völlig verwüsteten Gebäudes. Foto: Youssef Badawi
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Totale Zerstörung: Syrische Soldaten in den Trümmern eines völlig verwüsteten Gebäudes. Foto: Youssef Badawi

Die Lage für Zivilisten in Aleppos Rebellengebieten wird immer dramatischer. Erneut fallen Bomben auf eine Klinik. Kinder müssen dem Tod überlassen werden, weil es an medizinischer Versorgung fehlt.

Aleppo (dpa) - Bei Luftangriffen im Norden Syriens ist nach Angaben von Aktivisten und Ärzten eines der letzten Krankenhäuser in den Rebellengebieten der umkämpften Großstadt Aleppo bombardiert worden. Die Klinik im Nordosten der Stadt sei von mindestens zwei Fassbomben getroffen worden, erklärte ein Mediziner.

Aktivisten berichteten von weiteren Angriffen. Die Rettungshelfer der Weißhelme meldeten, das Krankenhaus sei nun völlig außer Betrieb.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, bei den Angriffen auf das Viertel der Klinik sei ein Zivilist getötet worden. Mehrere Menschen wurden demnach verletzt.

Der Hilfsorganisation Syrisch-Amerikanische Medizinische Gesellschaft (Sams) zufolge handelt es sich bei der getroffenen Einrichtung um die größte von acht Kliniken in Aleppos Rebellengebieten. Das Gebäude mit dem Codenamen M10 und ein anderes Krankenhaus im von Regimegegnern beherrschten Osten der Stadt waren bereits am Mittwoch getroffen worden. Danach musste der Betrieb größtenteils eingestellt werden.

Aleppo hatte in den vergangenen Tagen die heftigsten Bombardierungen der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 erlebt. Die Armee startete zugleich eine Offensive. Kritiker werfen Syrien und Russland vor, absichtlich Krankenhäuser ins Visier zu nehmen. Beide Länder weisen den Vorwurf zurück und erklärten, sei kämpften in Syrien gegen Terroristen.

Seit vergangenem Sonntag starben in Aleppo fast 340 Menschen, darunter 106 Kinder, wie das UN-Nothilfebüro OCHA mitteilte. Die strategisch und symbolisch wichtige Großstadt gehört zu den umkämpftesten Gebieten im syrischen Bürgerkrieg. Regimekräfte kontrollieren den Westen Aleppos, Rebellen den Osten.

Dort sind bis zu 300 000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Es mangelt in den Rebellengebieten akut an Nahrung, Wasser und medizinische Material. Nach einem Angriff auf ein Wasserkraftwerk ist die Wasserversorgung größtenteils zusammengebrochen.

OCHA zufolge sind im Osten Aleppos nur noch fünf Kliniken in Betrieb. Kinder mit geringen Überlebenschancen würden dem Tod überlassen, weil es an medizinischer Versorgung fehle, erklärte die Hilfsorganisation.

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