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Lauterbach zu Corona in Deutschland: „Am Beginn einer Herbst- und Winterwelle“

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Die Infektionszahlen in Deutschland steigen wieder. Lauterbach spricht vom Beginn einer Welle und gibt sich doch zuversichtlich für die kommende Zeit.

Berlin – Bereits früher hatte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf die steigenden Infektionszahlen in Deutschland hingewiesen – die Corona-Pandemie ist alles andere als vorbei. Der Minister wähnt das Land am Beginn einer Herbst- und Winterwelle von Corona in Deutschland und zeigt sich dennoch guten Mutes, die Lage im Griff zu behalten. Vorstöße einiger Bundesländer, die Isolationspflicht abzuschaffen, hält der Minister in Anbetracht der Corona-Zahlen dennoch für grob fahrlässig. Die Herbstwelle rollt.

Lauterbach zu Corona in Deutschland: „Stehen ganz klar am Beginn einer Herbst- und Winterwelle“

Mit Blick auf die deutlich steigenden Infektionszahlen von Corona in Deutschland und die Herbstwelle hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) deutliche Worte gefunden: „Wir befinden uns ganz klar am Beginn einer Herbst- und Winterwelle. (...) Diese Welle wird sich so schnell nicht von alleine begrenzen“. Erst kürzlich hatte er sich mit Blick auf die Corona-Zahlen bereits ähnlich geäußert, als vier Länder die Abschaffung der Isolationspflicht von ihm gefordert hatten. Lauterbach sagte, „An die Corona-Isolationspflicht werden wir nicht herangehen“. Der Minister weiter: „Die Infektionszahlen steigen schon jetzt. Wenn wir, wie von den 4 Unionsländern gefordert, die Isolationspflicht aufheben würden, wäre das Öl im Feuer.“

Eine Einschätzung zu der Corona-Lage im Herbst und Winter gaben RKI-Präsident Lothar Wieler und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
RKI-Präsident Lothar Wieler und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). © Wolfgang Kumm/dpa

Bei einer Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler zeigte sich der Gesundheitsminister dennoch zuversichtlich, die Lage zu kontrollieren. Lauterbach erklärte „Wir werden die Welle im Griff haben“ und ergänzte „Wir sind besser vorbereitet als im letzten Herbst“. In eine ähnliche Richtung gingen auch die Äußerungen des RKI-Chefs: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei, auch wenn wir uns in einer relativ günstigen und stabilen Situation befinden“, so Wieler. Auch in Niedersachsen fühlt man sich für die kommende Herbstwelle und Winterwelle gut gewappnet. Noch unklar ist indes, welche Rolle die Subvariante BQ.1.1, Subvariante von Omikron BA.5, für die Pandemie spielen wird.

Corona in Deutschland: Herbstwelle mit deutlich steigender Corona-Inzidenz

Zu beobachten ist ein deutlicher Anstieg der Infektionszahlen rund um Corona in Deutschland. Es zeigt sich tatsächlich eine anrollende Corona-Herbstwelle beziehungsweise eine nahende Corona-Winterwelle. Deutlich wird das unter anderem an der hohen Inzidenz in Verden. In Niedersachsen wird derweil dennoch die Maskenpflicht im ÖPNV gelockert, eine OP-Maske reicht ab 01. Oktober aus. Am Freitag, dem 30. September 2022, registrierte das RKI bundesweit 96.367 Neuinfektionen, die Inzidenz steigt damit auf 466,0. Noch einen Tag zuvor hatte der Wert bei 409,9 gelegen.

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Besonders deutlich wird der Anstieg im Vergleich zur Vorwoche und dem Vormonat. Eine Woche zuvor hatte die 7-Tage-Inzidenz bei 294,7 gelegen, im Vormonat bei 247,1. Hinzu kommt, dass die tatsächlichen Infektionszahlen wohl noch deutlich höher liegen: Bei den offiziellen Infektionszahlen handelt es sich nur um die gemeldeten und per PCR-Test nachgewiesenen Fälle. Fakt ist: Viele Menschen in Deutschland machen diesen Test inzwischen nicht mehr. Seit Beginn der Pandemie gab es laut Robert Koch-Institut insgesamt 33.312.373 nachgewiesene Infektionen. Tatsächlich dürfte die wirkliche Zahl auch hier maßgeblich höher liegen.

Corona-Zahlen und Corona in Deutschland: In Niedersachsen rollt die Corona-Herbstwelle – Inzidenz bei 471,3

Mit Blick auf die Infektionszahlen und die aktuelle Corona-Inzidenz lässt sich auch für Niedersachsen eindeutig feststellen: Die Corona-Herbstwelle rollt tatsächlich. Für Freitag, den 30. September, weist das RKI bei den Corona-Zahlen eine Inzidenz von 471,3 aus. Im Vergleich der Länder nimmt Niedersachsen damit den sechsten Platz ein. Die höchste Inzidenz hat derzeit das Saarland, mit 790,8, am niedrigsten liegt sie in Hamburg, mit 225,1. Nichtsdestotrotz: Auch der im Rahmen von Corona in Deutschland oftmals vorsichtige Gesundheitsminister Lauterbach scheint überzeugt, mit den Corona-Regeln ab Oktober gut auf den Corona-Herbst und -Winter vorbereitet zu sein.

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