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Corona-Zahlen steigen wieder: Lauterbach will Maskenpflicht in Innenräumen

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Von: Bjarne Kommnick

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Karl Lauterbach warnt vor steigenden Coronazahlen. Deshalb drängt der Gesundheitsminister die Länder, eine Maskenpflicht in Innenräumen einzuführen.

Berlin – Das Oktoberfest zeigt, Corona ist noch immer ein großes Thema. Seit Beginn des Volksfestes seien die Corona-Zahlen und Patienten im Krankenhaus in Bayern wieder stark angestiegen. Deshalb warnt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nun davor, dass sich dieses Szenario auch in anderen Bundesländern abspielen könnte. Deshalb fordert er schnelles Handeln und unter anderem die Maskenpflicht in Innenräumen.

Deutscher Bundesminister für GesundheitKarl Lauterbach
Geboren21. Februar 1963 (Alter 59 Jahre), Düren
ParteiSozialdemokratische Partei Deutschlands
AmtMitglied des Deutschen Bundestages seit 2005

Lauterbach fordert Maskenpflicht in Innenräumen: „Wäre nicht nötig gewesen“

Lauterbach fordert die Länder auf, eine Maskenpflicht in Innenräumen nicht zu spät zu beschließen, wie „n-tv.de“ zuvor berichtet hatte. Seinen Unmut über die aktuelle Situation macht er auch auf Twitter deutlich. Dort schreibt er über die derzeitige Lage: „Das wäre nicht nötig gewesen, wenn vor dem Einlass Selbsttests gemacht worden wären. Auf zwei bis drei Euro wäre es bei den Preisen pro Maß nicht angekommen“.

Weiter schreibt er: „Die Entwicklung zeigt aber, was passieren wird, wenn die Länder mit der Maskenpflicht im Innenraum zu lange warten“. Derweil hat Bundesjustizminister Marco Buschmann den Ländern empfohlen, sich über die Isolationsempfehlungen des Robert Koch-Instituts hinwegzusetzen. Gegenüber der „Bild am Sonntag“ erklärte er: „Das können die Länder in eigenem Ermessen entscheiden. Vom RKI gibt es lediglich eine Empfehlung“.

Coronavirus - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor steigenden Coronazahlen im Herbst. © dpa / Wolfgang Kumm

Justizminister fordert Bundesländer auf, sich über Robert Koch-Institut hinwegzusetzen

Also fordert er Entschlossenheit von den Bundesländern: „Wenn ein Bundesland der Überzeugung ist, dass es vertretbar ist, Isolationspflichten aufzuheben, kann es das tun. Daher kann ich diesen Landesregierungen nur zurufen: Geht doch voran, ihr habt alle Möglichkeiten.“

Das RKI sieht derweil in seiner Empfehlung fünf Tage Isolation vor. Außerdem soll die Isolation erst beendet werden, wenn ein Selbsttest negativ ausfallen würde. Beschäftigte des Gesundheits- und Pflegewesens sollen zudem 48 Stunden vor der Testabnahme symptomfrei gewesen sein. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein hätten Lauterbach derweil aufgefordert, das RKI dazu zu bringen, die Empfehlung zu ändern, Lauterbach selbst erklärte, er wolle „nicht noch Öl ins Feuer gießen“.

Robert Koch-Institut vermeldet steigende Coronazahlen

Die aktuelle Coronalage in Deutschland spannt sich weiter an. Das Robert Koch-Institut meldet am 2. Oktober 33.312.373 Infektionen insgesamt. Das ist eine Differenz in Höhe von 96.367 zum Vortag. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 387.890 Fälle von Corona in Deutschland. Seit dem Ausbruch der Pandemie sind 149.948 Menschen an dem Virus verstorben.

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