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Krankenkasse: 0,3 Prozent mehr – Lauterbach erhöht die Zusatzbeiträge

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Von: Jens Kiffmeier

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Nächster Teuer-Schock: Die Krankenkasse wird teurer. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erhöht die Zusatzbeiträge um 0,3 Prozent.

Update vom 28. Juni 2022, um 14:19 Uhr: Die Deutschen müssen einen weiteren Teuer-Schock verkraften: Der Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung soll um 0,3 Prozent steigen. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstag an. Derzeit beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 1,3 Prozent. Die Steigerung der Beiträge soll den Angaben zufolge im Jahr 2023 erfolgen. Insgesamt trifft das 57 Millionen Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Erhöhung hatte sich im Vorfeld schon lange angedeutet.

Krankenkasse: Lauterbach zwingt Deutschen höhere Beiträge auf – Zusatzbeitrag steigt um 0,3 Prozent

Erstmeldung vom 13. Mai 2022, um 10:48 Uhr: Berlin – Wegen der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges: Auf die Deutschen kommen höhere Ausgaben im Gesundheitssystem zu. So sollen die Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr 2023 angehoben werden. Die Erhöhung des Zusatzbeitrags für die gesetzliche Krankenversicherung solle aber „moderat“ ausfallen, kündigte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in einem Schreiben an die Krankenkassen an. Konkrete Details dazu will der Politiker aber erst Ende des Monats offiziell bekannt geben. Die Opposition warnte aber schon einmal vorsorglich vor einem neuen Teuer-Schock.

Krankenkassenbeiträge: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) plant die Erhöhung ab 2023

Der Handlungsdruck für die Politik ist aber groß. So steuern die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) in diesem Jahr auf eine gewaltige Finanzierungslücke zu. Letzten Berechnungen zufolge fehlen in diesem Jahr 2022 bis zu 17 Milliarden Euro, weswegen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereits im März eine Erhöhung der Beiträge nicht mehr ausgeschlossen hatte. Vor allem die hohen Kosten zur Bewältigung der Corona-Krise sowie die Tatsache, dass wegen der demografischen Entwicklung in Deutschland immer weniger Menschen die Krankenkassenbeiträge bezahlen, reißen ein Loch in die Kassen.

Liebäugelt mit der Erhöhung der Krankenkassenbeiträge: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
Liebäugelt mit der Erhöhung der Krankenkassenbeiträge: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). © Annette Riedl/dpa

Krankenkassenbeiträge 2022: Erhöhung um ein Prozent kostet Beitragszahler zum Vergleich 156 Euro mehr

In den vergangenen Jahren hatte die Bundesregierung bereits Finanzierungslücken mit Steuermitteln aufgefangen, um die Krankenkassenbeiträge 2022 stabil zu halten. Doch wegen des Ukraine-Krieges wird der Spielraum immer kleiner, weil die Ampel-Koalition von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die enormen Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie mit milliardenschweren Entlastungspaketen auffangen muss.

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Vor diesem Hintergrund sieht Lauterbach jetzt keine andere Möglichkeit als die Beitragserhöhung. Die genaue Höhe ist aber noch unbekannt. Wie die Bild-Zeitung berichtete, gibt es aber eine Faustformel: 16 Milliarden Euro Defizit entsprechen einer Erhöhung des Kassenbeitrags um einen Prozentpunkt. Das kostet die Bürger zwischen 156 Euro und 312 Euro netto pro Jahr mehr.

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