Bundestagswahl 2021

ZDF-„Klartext“: Scholz überrascht Moderatorin bei Frage zur GroKo - „Meinen Sie Rot-Grün?“

Olaf Scholz, der Kanzlerkandidat der SPD, stand den Wählern im ZDF-Studio Rede und Antwort.
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Olaf Scholz, der Kanzlerkandidat der SPD, stand den Wählern im ZDF-Studio Rede und Antwort.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist zu Gast im Wahlforum des ZDF. Kurz vor der Bundestagswahl beantwortet er Fragen der Wählerinnen und Wähler.

  • SPD-Kanzlerkandidat steht am Dienstagabend bei der ZDF-Sendung „Klartext“ den Wählern Rede und Antwort.
  • Auf die Anklagen einer Wirecard-Geschädigten fehlten dem Finanzminister jedoch die Antworten (siehe Update vom 14. September, 20.35 Uhr).
  • Bei einer Frage zu einer möglichen Weiterführung der GroKo überraschte Scholz mit seiner Antwort (siehe Update vom 14. September, 21.50 Uhr).

Update vom 14. September, 21.50 Uhr: Bettina Schausten will zum Abschluss von Scholz wissen, ob für ihn als möglichen Kanzler auch eine Weiterführung der großen Koalition eine Option darstelle. „Es gehen ja auch eine Option mit nur zwei Parteien“, so die Moderatorin. „Meinen sie jetzt Rot-Grün?“, fragt Scholz wohl mit einem Augenzwinkern und bezieht sich dann auf die GroKo.

„Ich möchte, dass viele sagen, ich soll der nächste Kanzler werden und deswegen ihr Kreuz bei der SPD machen. Was ich aber auch spüre ist, dass viele sich wünschen, dass CDU/CSU jetzt sich auch mal in der Opposition neu orientieren können und ich glaube das sollte auch zu standen kommen“, antwortet Scholz zum Abschluss der Sendung.

Update vom 14. September, 21.33 Uhr: Bei der Frage zu einer möglichen Koalition mit den Linken gibt sich Scholz defensiv. Grundpositionen wie die Zusammenarbeit mit den USA oder die NATO werde er nicht verhandeln. „Die Punkte sind für mich unabdingbar, darüber werde ich in Koalitionsverhandlungen nicht verhandeln“, stellt der Kanzlerkandidat klar. Ein klares Dementi zu einer Koalition mit den Linken bleibt Scholz den Zuschauern jedoch schuldig.

„Klartext“ im ZDF: Scholz will mit „klarer Sprache“ gegen Antisemitismus kämpfen

Update vom 14. September, 21.25 Uhr: Stichwort Antisemitismus. Eine Zuschauerin im Studio will vom Kanzlerkandidaten der SPD wissen, wie er den Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft bekämpfen will. „Antisemitismus ist ein schreckliches Thema. Das Problem kann man gar nicht hoch genug schätzen. Aus meiner Sicht gehört dazu, dass wir Gesetze verschärfen. Gleichzeitig müssen wir etwas dafür tun, dass wir die Bürger ermächtigen, dagegen vorzugehen. Wir werden niemals das Problem des Antisemitismus mit einer einzigen Maßnahme verschwinden lassen. Nötig ist auch eine klare Sprache der Führung des Landes und darauf können sie sich verlassen“, antwortet Scholz.

Update vom 14. September, 21.12 Uhr: Scholz wird gefragt, ob er die EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei als Bundeskanzler abbrechen würde. „Wer in die EU aufgenommen werden will, muss Kriterien erfüllen. Ich bin dafür, dass wir gute Beziehungen zur Türkei entwickeln und uns bemühen, dass der Prozess zur Rechtsstaatlichkeit wieder aufgenommen wird. Aber momentan sieht es nicht gut aus“, so die Antworten des Vizekanzlers.

ZDF-“Klartext“ mit Olaf Scholz - bei Wirecard fehlen dem Vizekanzler die Antworten

Update vom 14. September, 20.45 Uhr: Ein Unternehmer will von Scholz wissen, warum er als deutscher Produzent keine Aufträge für die Fertigung von FFP2-Masken durch Ausschreibungen erhalten habe. Scholz zeigt sich verstehend und wiederholt immer wieder, er wolle diesem speziellen Fall nachgehen, um die genauen Abläufe zu verstehen. Moderatorin Bettina Schausten nagelt den Finanzminister fest und kündigt an in diesem Fall zu vermitteln.

Update vom 14. September, 20.35 Uhr: Eine Frage von einer Wirecard-Geschädigten: „Ich dachte mir, was machst du mit dem Geld? Kaufst du Wirecard, das wurde ja viel von den Politikern gelobt!“, läutet die Zuschauerin ihrer Frage ein und wird dann konkret: „Warum sind Sie der Sache nicht nachgegangen? Warum haben Sie nicht weiter recherchiert? Stattdessen sind Menschen weiter in ihr Unglück gerannt.“

„Das ist ganz schlimm, was da passiert ist. Das ist ein ganz, ganz großer Betrug gewesen“, beginnt Scholz seine Antwort. „Jedes Jahr werden diese Unternehmen von Wirtschaftsprüfern geprüft und die haben nichts herausgefunden. Und das finde ich eine ganz schlimme Feststellung.“, so Scholz auf die Frage. „Aus meiner Sicht gibt es Konsequenzen zu ziehen und die haben wir auch gezogen, mit ganz besonderer Härte“, gibt der Finanzminister an.

Olaf Scholz im ZDF: Bei Wirecard reagiert der Finanzminister ausweichend

Doch die Fragestellerin scheint wenig zufrieden und hakt beim Finanzminister nach. „Nein, das befriedigt mich nicht. Es zahlt keiner. Es haftet keiner und das ärgert mich maßlos.“ Scholz reagiert ausweichen auf die Forderungen und schaut in die Zukunt: „Für die Zukunft haben wir dafür gesorgt, dass die Haftung größer ist für die Wirtschaftsprüfer. Das, was Ihnen passiert ist, soll ja nicht noch Anderen passieren. Ich bin mit ihnen betrübt, dass ihr Schaden nicht mehr gut gemacht werden kann“, so Scholz auf die Vorwürfe.

„Wir alle haben Verantwortung, jetzt die richtigen Schlüsse zu ziehen“, antwortet Scholz anschließend ausweichen auf die Frage, ob er sich verantwortlich fühle. Auch einen persönlichen Vorwurf mache sich der Vizekanzler auf eine weitere Rückfrage nicht.

Update vom 14. September, 20.17 Uhr: Bettina Schausten und Peter Frey begrüßen Olaf Scholz im ZDF-Studio und starten mit den ersten Fragen. „Es ist jetzt die Stunde der Bürgerinnen und Bürger und nicht die der Politiker“, sagt Scholz einleitend mit Blick auf die bevorstehende Wahl.

Originalmeldung vom 14. September:

Berlin – SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz* konnte im Anschluss an das zweite TV-Triell frohlocken. In einer Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstitut infratest dimap im Auftrat von ARD und ZDF hievten ihn die Befragten auf Platz eins – gefolgt von der Grünen Annalena Baerbock und Unions-Kontrahent Armin Laschet. Für den Sozialdemokraten sieht es in der heißen Phase vor der Bundestagswahl* gut aus.

Seine Partei ist in aktuellen Erhebungen stärkste Kraft*, die Zustimmungswerte für den bisherigen Vize-Kanzler und Bundesfinanzminister sind ebenfalls vergleichsweise stark. Vor dem dritten – und letzten – Triell am Sonntag (14. September), das diesmal Sat1 und ProSieben ausstrahlen*, muss sich Scholz nun den Wählerinnen und Wählern stellen. In der Sendung „Klartext, Herr Scholz!“ am Dienstag (14. September) bei ZDF wird er Fragen beantworten.

„Klartext, Herr Scholz!“ vor Bundestagswahl 2021: SPD-Kandidat am Abend im ZDF 

In dem Format hat bereits Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet den Wählenden Rede und Antwort stehen müssen. In dem Wahlforum des Senders richteten 70 Zuschauende innerhalb von 90 Minuten das Wort an den CDU-Politiker. „Klartext, Herr Laschet!“ war dabei ein Parforce-Ritt durch vieles, was die Bundesrepublik bewegt: Von Afghanistan über Corona bis hin zum Klimaschutz.

Auch Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock* wird noch Gast in der Sendung sein. Im Vorfeld der Bundestagswahl wird sie am Donnerstag (16. September) die Fragen von Wählerinnen und Wählern beantworten. Ab 20.15 Uhr ist nun erstmal Olaf Scholz an der Reihe. Für ihn gilt: „Klartext, Herr Scholz!“ (aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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