Keine perfekte Liebe: Obamas waren bei der Eheberatung

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Michelle und Barack Obama: Nicht immer nur rosarote Zeiten.

Washington - US-Präsident Barack Obama und seine First-Lady Michelle: Sie wirken stets wie frisch verliebt. Aber auch in ihrer Ehe gab es Stolpersteine - beide waren sogar bei der Eheberatung.

Das haben Barack und Michelle Obama, der Präsident und die First Lady der USA, freimütig eingeräumt. Im nächsten Sonntagsmagazin der “New York Times“ sprechen die Eheleute über ihre Beziehung, über ihre “Aufs“ und “Abs“, wie es Michelle Obama an einem Punkt formuliert.

Sie bezieht sich dabei vor allem auf eine Phase in den 90er Jahren, als ihr Mann Senator im Bundesstaat Illinois war und sie mit ihrer kleinen Tochter Malia häufig allein war, wie eine alleinerziehende Mutter. Diese Krise habe ihr die Augen geöffnet, “dass die Ehe hart ist“, wird Michelle in dem vorab veröffentlichten Magazin-Beitrag zitiert. Es ging zwar nicht so weit, dass die Partnerschaft wirklich kurz vor dem Scheitern gestanden habe, schildert der Präsident. “Aber ich würde die Tatsache nicht beschönigen, dass es eine harte Zeit für uns war.“

Michelle Obama: Eine Fashionikone im Weißen Haus

Auf ihrem ersten offiziellen Photo trug Michelle Obama ein ärmelloses schwarzes, klassisch geschnittenes Kleid. Die Tatsache, dass sie gerne und oft ärmellose Kleider trägt, sorgte weltweit für Diskussionen.
Auf ihrem ersten offiziellen Photo trug Michelle Obama ein ärmelloses schwarzes, klassisch geschnittenes Kleid. Die Tatsache, dass sie gerne und oft ärmellose Kleider trägt, sorgte weltweit für Diskussionen. © AP
Kritiker sind der Meinung, dass ärmellose Kleider in so hohen repräsentativen Positionen nichts zu suchen haben. Jedoch hier auf dem Titelblatt der Vogue sieht sie hinreissend aus und muss ihre trainierten Oberarme nicht verstecken.
Kritiker sind der Meinung, dass ärmellose Kleider in so hohen repräsentativen Positionen nichts zu suchen haben. Jedoch hier auf dem Titelblatt der Vogue sieht sie hinreissend aus und muss ihre trainierten Oberarme nicht verstecken. © AP
Auf dem Inaugurationsball verzaubert Michelle Obama an der Seite ihres Mannes, Präsident Barack Obama, die Welt mit ihrem Kleid. Designt wurde es von Jason Wu.
Auf dem Inaugurationsball verzaubert Michelle Obama an der Seite ihres Mannes, Präsident Barack Obama, die Welt mit ihrem Kleid. Designt wurde es von Jason Wu. © dpa 
Der 26-Jährige kleidet Michelle Obama in bodenlangen Chiffon, verziert mit Blumen aus Organza und Kristallperlen.
Der 26-Jährige kleidet Michelle Obama in bodenlangen Chiffon, verziert mit Blumen aus Organza und Kristallperlen. © dpa
Bei einer gemeinnützigen Veranstaltung trägt Michelle eine schwarze weite Hose, die ihre langen Beine betont und eine lachsfarbene Cashmerejacke. Besonderer Hingucker: der farblich passende Gürtel, der ganz modern in der Taille getragen wird.
Bei einer gemeinnützigen Veranstaltung trägt Michelle eine schwarze weite Hose, die ihre langen Beine betont und eine lachsfarbene Cashmerejacke. Besonderer Hingucker: der farblich passende Gürtel, der ganz modern in der Taille getragen wird. © AP
Die First Lady in einem dunkeln Hosenazug auf dem Weg zu einem Dinner im Weißen Haus an der Seite ihres Mannes.
Die First Lady in einem dunkeln Hosenazug auf dem Weg zu einem Dinner im Weißen Haus an der Seite ihres Mannes. © AP
Nach der Wahl zum Präsidenten der Verinigten Staaten von Amerika, muss Barack Obama einige Empfänge und Dinner bewältigen. Immer an seiner Seite: Frau Michelle.
Nach der Wahl zum Präsidenten der Verinigten Staaten von Amerika, muss Barack Obama einige Empfänge und Dinner bewältigen. Immer an seiner Seite: Frau Michelle. © AP
Immer viel auf Reisen und trotzdem stets perfekt gestylt: Michelle Obama beim Verlassen des Flugzeugs, das ihren Mann während des Wahlkampfs von Station zu Station gebracht hat.
Immer viel auf Reisen und trotzdem stets perfekt gestylt: Michelle Obama beim Verlassen des Flugzeugs, das ihren Mann während des Wahlkampfs von Station zu Station gebracht hat. © AP
Michelle Obama umringt von amerikanischen Schauspielern im Ford´s Theater in Washington.
Michelle Obama umringt von amerikanischen Schauspielern im Ford´s Theater in Washington. © AP
Michelle und Barack Obama auf ihrem Hochzeitsphoto. Im Oktober 1992 schlossen sie den Bund fürs Leben.
Michelle und Barack Obama auf ihrem Hochzeitsphoto. Im Oktober 1992 schlossen sie den Bund fürs Leben. © AP
Das Outfit von J. Crew, das Michelle Obama in einer Talkshow trug, war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.
Das Outfit von J. Crew, das Michelle Obama in einer Talkshow trug, war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. © AP
Vor einem Dinner im Weißen Haus überzeugt sich die First Lady höchstpersönlich vom Stand der Dinge in der Küche.
Vor einem Dinner im Weißen Haus überzeugt sich die First Lady höchstpersönlich vom Stand der Dinge in der Küche. © AP
Vier mächtige Frauen Amerikas auf einem Photo vereint: Michelle Obama, Caroline Kennedy, die Tochter von John F. Kennedy, Arnold Schwarzeneggers Frau Maria Shriver und Talkmasterin Oprah Winfrey.
Vier mächtige Frauen Amerikas auf einem Photo vereint: Michelle Obama, Caroline Kennedy, die Tochter von John F. Kennedy, Arnold Schwarzeneggers Frau Maria Shriver und Talkmasterin Oprah Winfrey. © AP
Hier trägt Michelle Obama einen handgefertigten Schal, den sie vom Direktor des Amtes für indianische Angelegenheiten bekommen hat.
Hier trägt Michelle Obama einen handgefertigten Schal, den sie vom Direktor des Amtes für indianische Angelegenheiten bekommen hat. © AP
Michelle Obama bei einer öffentlichen Veranstaltung. 
Michelle Obama bei einer öffentlichen Veranstaltung.  © AP
Die First Lady in einem Traum aus grün. Dieses seidig schimmernde Kleid trug Michelle Obama bei einem Auftritt von Stevie Wonder im Weißen Haus.
Die First Lady in einem Traum aus grün. Dieses seidig schimmernde Kleid trug Michelle Obama bei einem Auftritt von Stevie Wonder im Weißen Haus. © dpa
Es muss nicht immer ein Kleid sein, es tanzt sich auch in T-Shirt und Hose ganz gut. Michelle und Barack Obama während seiner Wahlkampftour in Iowa.
Es muss nicht immer ein Kleid sein, es tanzt sich auch in T-Shirt und Hose ganz gut. Michelle und Barack Obama während seiner Wahlkampftour in Iowa. © AP
Das rote Kleid, eine Kreation von Maria Pinto, fällt sofort ins Auge und lässt Laura Bush (2.v.l.), die Frau von Ex-Präsident George Bush (ganz l.) blass aussehen.
Das rote Kleid, eine Kreation von Maria Pinto, fällt sofort ins Auge und lässt Laura Bush (2.v.l.), die Frau von Ex-Präsident George Bush (ganz l.) blass aussehen. © dpa
Bei der Vereidigung von Barack Obama trug die First Lady eine hellgrün/gelb glitzernde Kombination von Isabel Toledo. Die Schuhe sind von Jimmy Choo.
Bei der Vereidigung von Barack Obama trug die First Lady eine hellgrün/gelb glitzernde Kombination von Isabel Toledo. Die Schuhe sind von Jimmy Choo. © dpa
Für die Unterstützung seiner Frau ist Barack Obama sehr dankbar. Sie begleitete ihn oft auf Wahlkampfveranstaltungen. 
Für die Unterstützung seiner Frau ist Barack Obama sehr dankbar. Sie begleitete ihn oft auf Wahlkampfveranstaltungen.  © AP
Auch in seiner Abwesenheit, hat sie ihm stets den Rücken gestärkt. Hier während einer Wahlkampfrede für ihren Mann, den zukünftigen Präsidenten der USA, Barack Obama.
Auch in seiner Abwesenheit, hat sie ihm stets den Rücken gestärkt. Hier während einer Wahlkampfrede für ihren Mann, den zukünftigen Präsidenten der USA, Barack Obama. © AP
Mit ihren farbenfrohen Kleidern sticht Michelle Obama aus der Masse hervor und verbreitet gute Laune. 
Mit ihren farbenfrohen Kleidern sticht Michelle Obama aus der Masse hervor und verbreitet gute Laune.  © AP
Das "Feuerkleid" von Narciso Rodriguez, das Michelle Obama in der Wahlnacht trug, sorgte für Lob und Kritik.
Das "Feuerkleid" von Narciso Rodriguez, das Michelle Obama in der Wahlnacht trug, sorgte für Lob und Kritik. © AP
Klassisch, modern und weltoffen. So präsentiert sich Michelle Obama.
Klassisch, modern und weltoffen. So präsentiert sich Michelle Obama. © AP
Mit diesem dunkellilanen Kostüm liegt die First Lady voll im Trend.
Mit diesem dunkellilanen Kostüm liegt die First Lady voll im Trend. © AP
Michelle Obama, Fashion, Mode
Bei der Ankunft in London zum G20-Gipfel trug sie ein frühlingshaftes gelbes Kleid. © dpa
Michelle Obama, Fashion, Mode
Auch im klassischen Schwarz-Weiß-Look macht die Präsidenten-Gattin eine gute Figur (hier auf dem Weg zum Dinner während des London-Besuchs). © ap
Michelle Obama, Fashion, Mode
Treffen mit der britischen Premiersgattin Sarah Brown. Michell kam in einem hellgrünen Bleistiftrock mit einem cremefarbenen glitzernden Strickjäckchen der amerikanischen Marke J.Crew. Dazu trug die 45-Jährige Perlenschmuck und Schuhe mit Tiermuster. © dpa
Michelle Obama, Fashion, Mode
Sarah Brown und Michelle Obama vor einer Führung im Londoner Royal Opera House. Die First Lady zeigt auch ein gutes Gespür für Farben. © ap

Waren die Obamas bei der Eheberatung? Die First Lady, so beschreibt es der Artikel, sieht ihren Mann ernst an. Er antwortet: “Wissen Sie, ich meine, dass es wichtig für uns war, das zu bewältigen. (...) Es hat keinen Punkt gegeben, an dem ich um unsere Ehe gebangt hätte. Es hat (aber) Punkte gegeben, wo ich gefürchtet habe, dass Michelle - dass sie unglücklich sein würde.“

Es gebe immer Holprigkeiten, in allen Ehen, sagt Michelle Obama. “Wenn meine “Aufs“ und “Abs“, die “Aufs“ und “Abs“ in unserer Ehe, anderen jungen Paaren helfen können zu erkennen, dass man an einer guten Ehe arbeiten muss (...)“, denkt die First Lady laut vor sich hin. Das Image einer perfekten Ehe zu vermitteln - “das ist das letzte, was wir als Eindruck vermitteln wollen. (...) Das ist unfair (...) gegenüber jungen Leuten, die versuchen etwas aufzubauen, den Eindruck dieser Perfektion zu erwecken, die nicht existiert.“

Aber auf seinen monatlichen “Rendezvous“-Abend mit Michelle lässt Barack Obama nichts kommen, egal, was andere Leute denken - daran lässt der Präsident keinen Zweifel. Er hat nach eigenen Angaben wenig Verständnis dafür, wenn daraus eine “politische Frage“ gemacht wird. Es habe ihn “geärgert“, als er im vergangenen Frühjahr kritisiert worden sei, weil er seine Frau per Präsidentenhelikopter auf Kosten der Steuerzahler ins Theater und zum Essen in New York ausgeführt habe, sagt Obama.

“Wenn ich nicht Präsident wäre, wäre ich glücklich, wenn ich mit meiner Frau in einen Shuttle steigen könnte, um mit ihr eine Broadway-Show zu sehen (...), und es würde dann kein Brimborium und keine Fotografen geben. Das wäre mir äußerst recht.“

Und um bei all dem Brimborium zu bleiben: “Was ich am meisten an meiner Ehe schätze ist, dass sie getrennt ist von all den Washingtoner Albernheiten, und Michelle ist kein Teil dieser Albernheiten.“

dpa

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