Ab Juli in Kraft

Jahressteuergesetz: Das sind die Neuregelungen

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Berlin - Erst Anfang Juni wurde der lange Streit über das Jahressteuergesetz 2013 beigelegt. Viele der Neuregelungen treten nun zum 30. Juni beziehungsweise 1. Juli in Kraft. Hier eine Auswahl:

FREIWILLIGENDIENSTE: Bei zivilen Freiwilligendiensten (zum Beispiel Bundesfreiwilligendienst und freiwilliges soziales Jahr) wird das Taschengeld steuerfrei gestellt.

BÜHNENREGISSEURE: Die Umsatzsteuerbefreiung für Berufsbetreuer, Bühnenregisseure und -choreographen greift zum 1. Juli 2013.

E-AUTOS: Elektroautos als Dienstwagen werden steuerlich gefördert. Nach heutigem Recht muss ein Arbeitnehmer, der seinen Firmenwagen privat nutzt, monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Bei der Regelung gilt das E-Auto wegen höherer Anschaffungskosten finanziell als unattraktiv. Denn Nutzer eines Strom-Firmenwagens hätten wegen höherer Listenpreise einen weit größeren geldwerten Vorteil zu versteuern. Bei E-Autos soll nun die Bemessungsgrundlage pauschal gemindert werden.

ERBSCHAFTSTEUER: Hier wurden Modelle gestoppt, bei denen privates Finanzvermögen in ein Unternehmen eingebracht wurde, um so Abgaben an den Fiskus zu umgehen („Cash GmbH“). Die Privilegien für Betriebsvermögen konnten auch für Geldvermögen ausgenutzt werden. Nun wurden die Voraussetzungen verschärft - und zwar mit Wirkung vom 7. Juni dieses Jahres.

GRUNDERWERBSTEUER: Möglichkeiten, mit Firmen-Konstrukten die Grunderwerbsteuer zu vermeiden („Rett-Blocker“), werden beschnitten. Hier werden Immobilien an zwei Firmen verkauft, dabei erwirbt die eine weniger als 95 Prozent und die andere mehr als 5 Prozent. Dann fällt bisher keine Steuer an. Durch Zwischenschalten einer Gesellschaft ließ sich die Grunderwerbsteuer sparen. Dem wird entgegengetreten - ebenfalls rückwirkend zum 7. Juni 2013.

„GOLDFINGER“: Der Goldhandel über ausländische Firmen galt lange als eines der letzten großen Schlupflöcher bei der Einkommensteuer. Das Modell der „Goldfinger“, mit Hilfe von Rohstoffkäufen über eine ausländische Handelsfirma Steuern zu sparen, wird gestoppt. Der Riegel wird bei Wirtschaftsgütern vorgeschoben, die nach dem 28. Februar 2013 angeschafft oder hergestellt wurden.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

Inwzischen bestellen 75 Prozent der Deutschen Waren übers Internet. Ganz vorne mit dabei sind die Bücher. Hier wird ein Paket des Internethändlers Amazon von der Sängerin Annett Louisan ausgeliefert. © dpa
52 Prozent der Deutschen kaufen Bücher, Zeitschriften und Zeitungen im Netz. © dpa
Die Deutschen investieren in ihre Gesundheit. 17 Prozent mehr Geld gaben sie 2008 für Medikamente und Therapien aus. © dpa
12 Prozent der Nutzer spekulieren im Netz mit Aktien. © dpa
Ebenfalls 12 Prozent informieren sich über Versicherungen und schließen diese auch im Internet ab. © dpa
Seit 2001 geben die Bundesbürger 51 Prozent mehr Geld aus für Telefon und Internet. © dpa
Schon 2008 waren die Ausgaben für den privaten Konsum um 0,4 Prozent gestiegen. © dpa
Männer sind die aktiveren Einkäufer im Web. 76 Prozent der Männer und 73 Prozent der Frauen kaufen lieber online statt sich an der Kasse anzustellen. © dpa
Ökonomen glauben, dank der Abwrackprämie sei der Konsum im ersten Halbjahr 2009 noch einmal um 0,65 Prozent gestiegen. © dpa
36 Prozent der Menschen über 55 Jahre, die sogenannten Silver Surfer, nutzen das Web. © dpa
Auch elektronische Artikel wie die Playstation liegen immer öfter im virtuellen Warenkorb. © dpa
Um 20,5 Prozent sind die Ausgaben für Zigaretten und Alkohol gesunken. © dpa
48 Prozent bestellen Spielzeug, Möbel und Kleidung im Internet. © dpa
Statistiker vermuten, die Steuern auf Alkopops könnten dazu geführt haben, dass weniger dafür ausgegeben wird. © dpa

ZIVILPROZESSKOSTEN: Prozesskosten sind als außergewöhnliche Belastung nur dann abzugsfähig, wenn der Steuerpflichtige mit dem Prozess eine Lage abwenden will, die existenzbedrohend ist.

dpa

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