Chefdiplomat: Treffen mit Obama denkbar

Iran will Atomgespräche auf höchster Ebene

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Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (r.) und Präside nt Ruhani.

New York - Der Iran ist nach den Worten von Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zu Atomgesprächen auf höchster Ebene bereit.

 Ein Treffen der Präsidenten beider Länder "könnte ein guter Beginn sein", sagte der Chefdiplomat. Es sei aber weder ein "Ziel an sich", noch sei es "verboten". Präsident Ruhani habe mit einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama "im Prinzip kein Problem". Am Rande der UN-Generaldebatte in New York war ein solches Treffen zwischen den beiden Staatschefs nicht zustande gekommen.

Die Außenminister beider Länder wollen am Donnerstagabend (MESZ) erstmals direkt über das iranische Atomprogramm sprechen. US-Chefdiplomat John Kerry und Sarif kommen dazu bei einem Treffen der sogenannten 5+1-Gruppe am Rande der UN-Generaldebatte zusammen. Der 5+1-Gruppe gehören die fünf UN-Vetomächte - USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien - sowie Deutschland an.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal
Präsident Ahmadinedschad hat am Sonntag den Auftrag für die Produktion von hochangereichertem Uran erteilt - eine Geste der Provokation nach den Signalen des Einlenkens vor der Münchner Sicherheitskonferenz. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Der Iran unterhält mit mehr als 520 000 Mann die größte Streitmacht im Nahen Osten. © dpa
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Noch bedrohlicher erscheint den Nachbarn und den Westmächten das abgeschirmte Nuklearprogramm des Landes. © dpa
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Der Westen befürchtet, dass das Mullah-Regime in den Besitz von Atomwaffen gelangen will. © dpa
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Raketen, die solche Massenvernichtungswaffen wohl transportieren könnten, hat der Iran bereits. © dpa
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Im Arsenal sind mehrere hundert Geschosse der Typen Schahal 1 und 2, die bis zu 330 und 700 Kilometer weit reichen. © dpa
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Mit den mehrstufigen Raketen Schahab 5 und 6 (auf dem Bild eine Shahab 3) könnten die Iraner sogar Städte in Mitteleuropa angreifen. © dpa
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Für den Bau einer einsatzfähigen Interkontinentalrakete benötigt der Iran jedoch noch zehn bis 15 Jahre, vermuten westliche Experten. © dpa
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Ausgangsbasis für die Herstellung von Atomwaffen ist hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen. © dpa
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Der Westen bezweifelt, dass das Atomprogramm wie behauptet nur friedlichen Zwecken dient. © dpa
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Der UN-Sicherheitsrat hat 2006 erstmals den Stopp der Urananreicherung verlangt - ohne Erfolg, trotz späterer Sanktionen. © dpa
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Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Senator Joseph Lieberman jetzt mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, wenn Wirtschaftssanktionen nicht wirken sollten. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte. Sie rätseln aber, wann ein funktionsfähiger Sprengkopf zur Verfügung steht. © dpa

Der Westen wirft der Führung in Teheran vor, insgeheim nach Atomwaffen zu streben. Die internationale Gemeinschaft hat daher scharfe Sanktionen gegen den Iran verhängt, der die Vorwürfe zurückweist.

afp

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