Proteste zum Jahrestag des Militärputsches in Thailand

Das Militär löste am 22. Mai 2014 die Demonstrationen in Bangkok auf. Foto: Diego Azubel
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Das Militär löste am 22. Mai 2014 die Demonstrationen in Bangkok auf. Foto: Diego Azubel
Der heutige Regierungschef Prayuth beendete mit dem damaligen Putsch wochenlange Straßenproteste, die das Land teilweise lahmlegten. Foto: Narong Sangnak
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Der heutige Regierungschef Prayuth beendete mit dem damaligen Putsch wochenlange Straßenproteste, die das Land teilweise lahmlegten. Foto: Narong Sangnak
Am Jahrestag des Militärputsches sind einige Demonstranten festgenommen worden. Foto: Rungroj Yongrit
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Am Jahrestag des Militärputsches sind einige Demonstranten festgenommen worden. Foto: Rungroj Yongrit
Auch am Jahrestag schreitet die Polizei wieder gegen "Unruhestifter" ein. Foto: epa/str
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Auch am Jahrestag schreitet die Polizei wieder gegen "Unruhestifter" ein. Foto: epa/str
Die Demonstranten wollten damals die gewählte Regierung stürzen. Sie warfen ihr Korruption und Vetternwirtschaft vor. Foto: Pongmanat Tasiri
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Die Demonstranten wollten damals die gewählte Regierung stürzen. Sie warfen ihr Korruption und Vetternwirtschaft vor. Foto: Pongmanat Tasiri

Bangkok - Thailands Putschführer Chan-ocha tritt im feinen Anzug auf, aber das Land steht trotzdem unter Militärherrschaft. Demonstranten werden schnell einkassiert. Viele Thailänder leben laut Umfrage gut damit.

Thailands Polizei hat zum Jahrestag des Militärputsches kleinere Demonstrationen verhindert. In Bangkok wurden 13 Studenten vorübergehend festgenommen, die gegen die Militärherrschaft protestieren wollten.

An einer Polizeiwache hielten 30 Polizisten ein paar Aktivsten auf Distanz, die eine Klage gegen Putschführer Prayuth Chan-ocha einreichen wollten.

In Khon Kaen 450 Kilometer nordöstlich von Bangkok wurde eine Handvoll Protestanten festgenommen, die ein Protestplakat entrollen wollten. Die Stadt gilt als Hochburg der Regierung, die das Militär am 22. Mai 2015 stürzte. Die Polizei schritt nach eigenen Angaben gegen "Unruhestifter" ein.

Prayuth, heute Regierungschef, hat Bürgerrechte wie Meinungs- oder Versammlungsfreiheit per Dekret eingeschränkt. Er sagte am Freitag, ein Militärputsch sei eigentlich nicht in Ordnung. "Aber wenn ich nicht eingeschritten wäre, gäbe es unser Land vielleicht nicht mehr." Wahlen finden nach Regierungsangaben frühestens im August 2014 statt.

Prayuth beendete mit dem Putsch wochenlange Straßenproteste, die das Land teilweise lahmlegten. Die Demonstranten wollen die gewählte Regierung stürzen. Sie warfen ihr Korruption und Vetternwirtschaft vor. Die verfeindeten politischen Lager haben sich mehrfach in den vergangenen zehn Jahren blutige Straßenschlachten geliefert. Jeder zweite Thailänder gab in einer Umfrage in dieser Woche an, er sei unter der Militärregierung zufriedener als vorher.

Die Organisation Human Rights Watch prangerte die Verfolgung von Dissidenten, Zensur der Medien und das Verbot politischer Aktivitäten an. "Thailand ist eine politische Diktatur, die Macht liegt in den Händen eines einzigen Mannes", sagte Asien-Direktor Brad Adams.

NIDA Poll

HRW-Stellungnahme

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