Corona-Pandemie

Corona-Sensation: Cannabis schützt laut Studie vor Covid-19-Infektion

Eine neue Corona-Studie aus den USA sorgt für Aufsehen: Laut US-Forschern könnte Cannabis möglicherweise vor einer Corona-Infektion und schwerem Verlauf schützen.

Corvallis – Schützt Cannabis vor einer Covid-Infektion? Kann das wirklich sein, was eine neue Corona-Studie nahelegt? Zum medizinischen Gebrauch ist Cannabis unter strengen Auflagen in Deutschland bereits zugelassen, bald soll auch der Konsum zu Genusszwecken legalisiert werden. Mit Burkhard Blienert wird ein langjähriger Fürsprecher der Legalisierung Drogenbeauftragter. In der Medizin wird Hanf unter anderem in der Schmerztherapie genutzt. Eine neue Cannabis-Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Oregon State University legt nun nahe, dass die Hanf-Pflanze auch vor einer Corona-Infektion schützen könnte.

Hochschule:Oregon State University
Sitz:Corvallis
Gründung:1868

Corona-Studie über Cannabis: Hanf könnte vor Covid-19-Infektion schützen und krankheitsverläufe abmildern

Einem Wissenschaftlerteam der Oregon State University zufolge könnte Cannabis vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen. Nicht nur das: Folgt man der Corona-Studie der amerikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, könnte Cannabis nach einer erfolgten Infektion auch Krankheitsverläufe abschwächen. Zu tun hat das vor allem mit Säuren, die das Virus blockieren.

Cannabis-Pflanzen. Eine neue Studie eines Wissenschaftlerteams aus den USA legt nahe, dass Cannabis vor Corona schützen könnte.

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie sorgt für immer neue Erkenntnisse und Sprünge in der Medizin. Zuletzt hatte Biontech angekündigt, schon im März einen Impfstoff speziell gegen Omikron lieferbereit zu haben. Die Omikron-Variante greift um sich, der US-Experte Anthony Fauci hatte in diesem Rahmen erklärt, „Omikron wird fast jeden finden“. In Anbetracht der Umstände wird jeder Hinweis auf Möglichkeiten, eine Covid-19-Infektion zu verhindern oder abzuschwächen, weltweit mit großem Interesse aufgenommen – so auch die aktuelle Corona-Studie im Zusammenhang mit Cannabis.

Corona-Studie im Zusammenhang mit Cannabis: Säuren binden Spike-Protein und blockieren das Virus Sars-Cov-2

Dem Wissenschaftlerteam der Oregon State University zufolge hat eine mögliche Schutzwirkung von Cannabis gegen das Corona-Virus vor allem mit zwei Säuren zu tun. Die in Cannabis enthaltene Cannabigerolsäure (CBGA) sowie die Cannabidiolsäure (CBDA) sollen das Eintreten von Sars-CoV-2 in die Zellen verhindern. Dem Forschungsteam nach binden die Säuren das Spike-Protein an sich und verhindern so den Zelleintritt. Die Studienergebnisse der Corona-Studie wurden im Journal of Natural Products veröffentlicht. Im Gegensatz zum Wirkstoff Tetrahydrocanabinol (THC) sind die Säuren CBGA und CBDA nicht psychoaktiv.

Der Leiter der Cannabis-Studie Richard van Breemen erklärte, entsprechende Hanfpräparate könnten beispielsweise über den Mund aufgenommen werden. Sollten die Ergebnisse stimmen, wäre Cannabis sowohl zur Vorbeuge als auch zur Therapie von Infektionen einsetzbar. Infektionen könnten verkürzt werden, indem die Säuren die Vermehrung der Viren blockieren. Während Hanf möglicherweise vor Corona schützt, erhalten im kanadischen Quebec nur noch Geimpfte Zutritt zu Alkohol- und Cannabis-Verkaufsstellen. So sollen Ungeimpfte dazu angehalten werden, sich zu impfen – mit Erfolg.

Corona-Studie aus den USA: Therapie mit Cannabis wohl nur im Zusammenspiel mit einer Corona-Impfung optimal

Van Breemen erklärt, die Kombination von CBDA- und CBGA-Säuren mit einer Corona-Impfung könnte eine herausfordernde Umgebung für SARS-CoV-2 schaffen. Der Experte betonte jedoch, dass die Therapie mit den Cannabis-Säuren nur in Kombination mit einer Impfung Sinn ergeben würde. Eine Behandlung mit den Cannabinoiden alleine reicht laut der Corona-Studie aus den USA nicht aus.

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In Deutschland wird derweil diskutiert, unter welchen Umständen die Cannabis-Legalisierung zu Genusszwecken stattfinden kann. Justizminister Marco Buschmann (FDP) hatte in diesem Rahmen erklärt, die Droge solle in Zukunft nur durch geschultes Personal verkauft werden. Bewahrheiten sich die Ergebnisse der Studie, könnten Genuss und Corona-Prävention nah beieinander liegen – für Konsumentinnen und Konsumenten ein optimales Szenario.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Abir Sultan/dpa

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