Politik

Grünen wollen das Wort „Deutschland“ aus ihrem Wahlprogramm streichen und ernten Spott

Annalena Baerbock will den Grünen den Weg ins Kanzleramt weisen. Robert Habeck steht ihr weiter zur Seite. Grünen-Vorstand macht Vorschlag für Kanzlerkandidatur
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Annalena Baerbock will den Grünen den Weg ins Kanzleramt weisen. Robert Habeck steht ihr weiter zur Seite.

Grüne fordern, dass das Wort „Deutschland“ aus dem Titel des Programmentwurfes, „Deutschland. Alles ist drin“, gestrichen wird. Dafür erntet die Partei Spott.

Berlin - Mehrere Änderungsanträge grüner Parteimitglieder fordern eine Streichung des Wortes „Deutschland“ im Wahlprogramm „Deutschland. Alles ist drin.“ 350 Mitglieder der Grünen (tz.de* berichtete) unterstützen das Vorhaben. Der Konflikt stößt bei anderen Parteien und in den sozialen Medien auf heftige Kritik.

So wirft CSU*-Generalsekräter Markus Blume den Grünen ein „gestörtes Verhältnis zum Vaterland“ vor. Er poltert: „Regieren wollen ohne Bekenntnis zum Land – was kommt als Nächstes?“.

„Deutschland streichen“: Die Grünen ernten Spott von vielen Seiten

Generalsekretär Volker Wissing (FDP*) twitterte: „Die Grünen sind gegen Deutschland, wollen aber hier gewählt werden und regieren!?“. „Wenn sich die Grünen so für Deutschland schämen – warum wollen sie Deutschland dann regieren?“, fügte der Generalsekretär der CDU in Brandenburg , Gordon Hoffmann, hinzu. Auch Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU* auf Bundesebene meldete sich auf Twitter zu Wort: „Kannste dir nicht ausdenken“. Er spottet, dass die Grünen das Wort Deutschland auch in anderen Kontexten streichen könnten - etwa bei „Deutschland sucht den Superstar“, „Deutschland – Ein Wintermärchen“ oder „Deutschland einig Vaterland“.

Änderung des Wahlprogramm-Titels der Grünen wird mehrfach begründet

„Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch in seiner Würde und Freiheit und nicht Deutschland“, begründet Sebastian Schneiß, Mitarbeiter im Büro des Europaabgeordneten Erik Marquardt in einem Tweet den Änderungswunsch. „Grüne Politik sollte sich an Menschenwürde und Freiheit in einer globalisierten Welt ausrichten“.

Laut eines weiteren Antrags soll das Wort „Deutschland“ durch „Grün“ ausgetauscht werden. Begründung: „Der Titel ist nichtssagend, er gibt keinen Hinweis auf die Partei, er hätte von jeder anderen Partei sein können.“ Er würde eher zur AfD* passen. Diese hatte bereits den Wahlprogramm-Titel: „Deutschland. Aber normal“. Damit möchten die Grünen nicht verglichen werden.

Das Wort Deutschland könnte zu negativen Assoziationen führen, argumentieren einige Parteimitglieder der Grünen. Es erinnere an „Deutschland über alles“ oder „Deutschland zuerst“ in Anlehnung an Ex-Präsident Trumps* „America first“.

Auch inhaltlich werden die Grünen kritisiert, unabhängig vom Änderungsantrag

Die CDU-Zentrale in Berlin schoss bereits in einer Analyse des Wahlprogramms der Grünen* gegen den politischen Gegner. „Die Grünen reden viel über Zukunft, aber sobald es in ihrem Programmentwurf konkret wird, bieten sie nur linke, kostenintensive Rezepte an“, heißt es dort. Das wurde mit einem Fliegenpilz in Verbindung gebracht. „Sieht schön aus, ist aber ungenießbar.“ *tz.de ist ein Angebot der IPPEN.MEDIA.

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