Große Sorge um Altkanzler Helmut Schmidt

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD). Foto: Christian Charisius/Archiv
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Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD). Foto: Christian Charisius/Archiv
SPD-Dreigestirn Willy Brandt, Helmut Schmidt und Herbert Wehner (v.l.) am 30. November 1966 während der letzten SPD-Fraktionssitzung vor der Regierungsbildung der Großen Koalition. Foto: Wolfgang Weihs/Archiv
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SPD-Dreigestirn Willy Brandt, Helmut Schmidt und Herbert Wehner (v.l.) am 30. November 1966 während der letzten SPD-Fraktionssitzung vor der Regierungsbildung der Großen Koalition. Foto: Wolfgang Weihs/Archiv
Knapp zwei Stunden nach seiner erneuten Wahl durch den Deutschen Bundestag wird Helmut Schmidt am 15. Dezember 1976 von Parlamentspräsident Karl Carstens als Bundeskanzler vereidigt. Foto: Egon Steiner
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Knapp zwei Stunden nach seiner erneuten Wahl durch den Deutschen Bundestag wird Helmut Schmidt am 15. Dezember 1976 von Parlamentspräsident Karl Carstens als Bundeskanzler vereidigt. Foto: Egon Steiner
Abschied vom Amt: Der gestürzte Bundeskanzler Helmut Schmidt beglückwünscht am 1.10.1982 seinen Nachfolger Helmut Kohl zu dessen Wahl. Foto: Jörg Schmitt/Archiv
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Abschied vom Amt: Der gestürzte Bundeskanzler Helmut Schmidt beglückwünscht am 1.10.1982 seinen Nachfolger Helmut Kohl zu dessen Wahl. Foto: Jörg Schmitt/Archiv
Hamburgs damaliger Innensenator Helmut Schmidt (l.) bei einer Dankeszeremonie nach der schweren Sturmflut von 1962. Foto: Blumenberg/Archiv
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Hamburgs damaliger Innensenator Helmut Schmidt (l.) bei einer Dankeszeremonie nach der schweren Sturmflut von 1962. Foto: Blumenberg/Archiv

Große Sorge um Altkanzler Schmidt: Dem 96-Jährigen gehe es sehr schlecht, heißt es in seinem Umfeld. Der Mitherausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit" war erst Mitte September nach einer Operation aus der Klinik entlassen worden.

Hamburg (dpa) - Altkanzler Helmut Schmidt (96) geht es offensichtlich sehr schlecht. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des SPD-Politikers erfuhr, habe sich sein Gesundheitszustand erheblich verschlechtert. Es gehe ihm "wirklich nicht gut".

Zuerst hatten das "Hamburger Abendblatt" und der Sender NDR 90,3 darüber unter Verweis auf Schmidts Freundeskreis berichtet. Dem "Abendblatt"-Bericht zufolge ist Schmidts Tochter aus England nach Hamburg gekommen und hält sich im Elternhaus auf.

Der Altkanzler war Anfang September in Hamburg wegen eines Blutgerinnsels am Bein operiert worden. Nach gut zwei Wochen verließ er das Krankenhaus und kehrte in sein Haus in Hamburg-Langenhorn zurück, wo er rund um die Uhr betreut wird. "Die Entlassung erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten", hatte die Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg damals erklärt.

Die erhoffte Stabilisierung ist dem Zeitungsbericht zufolge nicht eingetreten. "In seinem hohen Alter ist jeder Eingriff ein großes Problem", zitierte das Blatt eine Kontaktperson aus der Klinik.

Nach seiner Entlassung aus der Klinik Mitte September hatte Schmidts Kardiologe Prof. Karl-Heinz Kuck die Hoffnung geäußert, dass der 96-Jährige zu Hause wieder zu Kräften kommt. Gegen eine Zigarette hatte Kuck damals nichts einzuwenden. "Schmidt raucht seit mehr als 80 Jahren. Er soll ruhig wieder zur Zigarette greifen. Hauptsache, er bewegt sich."

In der Klinik hatte der SPD-Politiker und Mitherausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit" nach Angaben der Ärzte nicht geraucht. Er habe aber ein Nikotinpflaster bekommen. Bei früheren Krankenhausaufenthalten soll der Altkanzler nach Informationen aus Klinikkreisen immer geraucht haben - ungeachtet eines Verbots.

Schmidt war von 1974 und bis 1982 als Nachfolger von Willy Brandt Bundeskanzler. In der Großen Koalition war er zuvor von 1967 bis 1969 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und danach Verteidigungs- und Finanzminister. Den Hamburgern ist Schmidt auch als tatkräftiger Innensenator während der Sturmflut von 1962 im Gedächtnis. Der Sohn eines Volksschullehrers kam am 23. Dezember 1918 im Hamburger Arbeiterviertel Barmbek zur Welt.

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