So wurde das erste Opfer hingerichtet

Sachverständiger berichtet über NSU-Mord

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Der Angeklagte Carsten S. (M) sitzt am 23.07.2013 im Gerichtssaal in München zwischen seinen Anwälten Johannes Pausch (l) und Jacob Hösl (r).

München - Im NSU-Prozess hat das Oberlandesgericht München Sachverständige zum ersten Mord der Neonazi-Terroristen am Nürnberger Blumenhändler Enver Simsek vernommen.

Ein Rechtsmediziner stellte am Dienstag das Obduktionsergebnis vor. Demnach wurde der 38-Jährige von insgesamt acht Kugeln getroffen. Die meisten Schüsse trafen ihn im Gesicht.

Anschließend wurde ein Experte des Landeskriminalamts angehört, der Gutachten zum Schussverlauf erstellt hatte. Das gesamte Tatgeschehen dauerte nach seiner Einschätzung 10 bis 15 Sekunden. Nicht eindeutig klären ließ sich, ob ein oder zwei Schützen auf das wehrlose Opfer feuerten. Klar ist, dass zwei unterschiedliche Pistolen verwendet wurden. Zwei Tage nach dem Attentat vom 9. September 2000 starb Simsek im Krankenhaus.

Für Verwunderung sorgte bei Vertretern der Nebenklage, dass der LKA-Experte fast zwei Jahre zur Erstellung seines ersten Gutachtens brauchte. Der Sachverständige erklärte das mit der hohen Arbeitsbelastung.

dpa

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