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Abfuhr für Söder aus dem Norden: „Fracking leistet keinen Beitrag“

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Von: Jan Knötzsch

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil gestikuliert mit einem Mikrofon in der Hand.
Kein Fracking-Fan: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bezieht abermals deutlich Stellung. © Chris Emil Janßen/imago

Nach dem Fracking-Streit mit Markus Söder legt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil nach: Fracking werde in der Gaskrise nicht helfen können. Warum?

Hannover – Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der vor der Landtagswahl in Niedersachsen 2022 von seinem CDU-Widersacher Bernd Althusmann attackiert wurde, und das umstrittene Gas-Fracking werden keine Freunde mehr. Nachdem Weil beim Thema Fracking in der Gaskrise in Deutschland zuletzt gegen den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) geschossen hat und sich Söder anschließend über das „Bayern-Bashing“ wegen des Frackings beklagt hat, hat Stephan Weil dem Fracking in der Gaskrise, die in Deutschland herrscht, noch einmal eine Absage erteilt.

Gaskrise in Deutschland: Niedersachsens Ministerpräsident Weil hält Fracking erst in drei bis fünf Jahren für gängig

Mit Blick auf die Frage, wie in Deutschland in der Gaskrise, in der auf die Verbraucher ab dem 1. Oktober die neue Gasumlage wartet, möglichst schnell Energie verfügbar sein kann, sagte Stephan Weil am Mittwoch in Hannover: „Dazu wird Fracking schlichtweg keinen Beitrag leisten können.“ Solche Projekte seien im besten Fall in drei bis fünf Jahren gängig zu machen, erklärte Weil laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der niedersächsische Ministerpräsident, der trotz der Tatsache, dass durch die Pipeline Nord Stream 1 wieder Gas fließt, vor einer Gasknappheit warnt, ist überzeugt davon, dass in diesem Zeitraum die Energiekrise bereits lange überwunden sei.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte in der Süddeutschen Zeitung jüngst mit Blick auf die Energieknappheit wegen des Ukraine-Kriegs die Frage der Nutzung heimischer Gasreserven aufgeworfen. „Fracking von gestern will keiner. Aber es ist sinnvoll zu prüfen, ob es neue und umweltverträgliche Methoden gibt“, sagte der CSU-Chef. „Vor allem in Niedersachsen gibt es nach Ansicht von Experten große Erdgasfelder“, so Söder. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erwiderte, wenn CSU-Mann Söder glaube, die aktuellen Probleme Bayerns damit lösen zu können, „hat er sich leider geschnitten.“ (mit dpa-Material)

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