Gaddafi-Sohn gehört zu den meistgesuchten Verdächtigen

Gaddafi Sohn al-Saadi Verdächtige Interpol
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Der Sohn von Muammar Gaddafi, al-Saadi, ist nun bei den meistgesuchten Verdächtigen

Paris - Al-Saadi Gaddafi, der Sohn des früheren libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, wird seit Donnerstag international von Interpol gesucht. Begründung: Waffengewalt.

Al-Saadi Gaddafi, der Sohn des früheren libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, wird seit Donnerstag international von Interpol gesucht. Wie die Polizeiorganisation in Paris mitteilte, steht der 38-Jährige auf der Liste der weltweit meistgesuchten Verdächtigen. Die libysche Übergangsregierung hatte die Fahndung beantragt.

Ihm wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Vorsitzender des libyschen Fußballverbands Vermögen veruntreut und Gegner mit Waffengewalt eingeschüchtert zu haben. Er steht bereits auf einer Sanktionsliste der Vereinten Nationen, weil er bei der Unterdrückung von Protesten Militäreinheiten befehligt haben soll.

So luxuriös lebte der Gaddafi-Clan

So luxuriös lebte der Gaddafi-Clan

Rebellen posieren im Eingangsbereich der Villa von Gaddafis Tochter Aisha auf einer goldenen Meerjungfrauen-Couch für ein Foto. © dpa/ap
Das Archivbild aus dem Jahr 2005 zeigt Gaddafis Tochter Aisha kurz vor einer Rede. © dpa/ap
Der Eingangsbereich ihres Hauses aus der Vogelperspektive © dpa/ap
Die Villa verfügt außerdem über einen riesigen Swimmingpool © dpa/ap
Auch eine kleine Bibliothek gehört zu dem Anwesen © dpa/ap
Rebellen machen sich an den Kleidern zu schaffen, die sie im Haus von Aisha Gaddafi gefunden haben © dpa/ap
Ein holzvertäfelter Raum mit Kleidern und anderen persönlichen Gegenständen wird von den Rebellen auf den Kopf gestellt © dpa/ap
Auch persönliche Fotos von Gaddafi-Tochter Aisha sind vor den Rebellen nicht sicher © dpa/ap
Ein Zimmer im Haus von Gaddafis Sohn Saif al-Islam © dpa/ap
Von vielen Zimmern der Villa hat man einen wunderschönen Panoramablick auf das Meer und den Strand © dpa/ap
Eine luxeriöse Whirlpool-Badewanne rundet die Einrichtung im Haus von Gaddafis Sohn Saif al-Islam ab © dpa/ap
In einem der Zimmer haben die Rebellen die Verpackung einer Magnum-Flasche treuen Champangners gefunden. © dpa/ap
Ein Kinderzimmer im Anwesen von Saif al-Islam, einem der Söhne von Gaddafi © dpa/ap
Auf einer Art Veranda der Villa befindet sich ein Jacuzzi © dpa/ap
Ein anderer Sohn des ehemaligen Diktators, Al-Saadi Gaddafi, hat Zellen in sein Haus einbauen lassen © dpa/ap
Auch er besaß eine Villa am Strand © dpa/ap
Rebellen haben sich auf der weitläufigen Terrasse des Anwesens von Moammar Gaddafi positioniert © dpa/ap
Rebellen haben sich auf der weitläufigen Terrasse des Anwesens von Gaddafi positioniert © dpa/ap
Eine Außenaufnahme der Villa von Gaddafi © dpa/ap
Ein großzügiger Raum in der Villa von Gaddafi-Sohn Al-Saadi © dpa/ap
Ein großzügiger Raum mit Meerblick in der Villa von Gaddafi-Sohn Al-Saadi © dpa/ap
Der Sohn des bisherigen libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, Al Saadi, mochte schnelle Wagen, Yachten und Fussball. Seine Anwesen am Strand zeugte von seinen teuren Hobbys. © dpa/ap
Das Bild zeigt Safiya, die Frau von Gaddafi © dpa/ap
Das Archivfoto aus dem Jahr 2008 zeigt den ehemeligen Diktator Gaddafi © dpa/ap

Ein Sprecher des Präsidialamtes von Niger erklärte, Al-Saadi Gaddafi stehe unter Hausarrest in der Hauptstadt Niamey, nachdem er Anfang des Monats aus Libyen in das Nachbarland geflohen war. Die Regierung Nigers werde ihren internationalen Verpflichtungen nachkommen und den Sohn des libyschen Ex-Machthabers an den Internationalen Strafgerichtshof ausliefern, wenn dieser die Überstellung fordere, teilte der Sprecher mit.

Red Notice deutlichste Warnung an Interpol-Mitgliedstaaten

Bislang hat das Gericht die Fahndung nach Muammar al Gaddafi und dessen Sohn Seif al-Islam beantragt, nicht jedoch nach dessen Bruder Al-Saadi. Die von Interpol am Donnerstag herausgegebene Red Notice ist die höchste Form der Warnung, die die Organisation an ihre Mitgliedsstaaten übermitteln kann. Die Anzeige zwingt die Staaten zwar nicht zur Übergabe von Verdächtigen, sie übt aber starken Druck auf sie aus.

Wo Muammar al Gaddafi sich derzeit aufhält, ist unbekannt. Seine Frau und seine Tochter sind nach Algerien geflohen. Die Übergangsregierung in Tripolis geht davon aus, dass der frühere Machthaber sich im Süden des Landes in der Wüste unter dem Schutz von Mitgliedern des Stammes der Tuareg befindet.

dapd

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