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Kinderbonus: Wann die 100 Euro aus dem Entlastungspaket kommen sollen

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Von: Yannick Hanke

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Die Ampel hat das Entlastungspaket 2022 beschlossen. Damit reagiert die Regierung auf die Auswirkungen vom Ukraine-Krieg. Familien kommt der Kinderbonus zugute.

Update vom 20. April 2022, um 16:33 Uhr: Endgültig beschlossen. Der Kinderbonus 2022 als Reaktion auf die hohen Energie- und Spritpreise ist ebenso wie die restlichen Maßnahmen aus dem geplanten Entlastungspaket 2022 vom Bundesrat (20 Mai. 2022) durchgewunken worden. Neben der Energiepauschale wurden auch der Kinderbonus von 100 Euro, der Hartz-IV-Bonus und vor allem das 9-Euro-Ticket sowie der Tankrabatt für Diesel und Benzin an deutschen Tankstellen beschlossen. Dabei werden das günstige Monatsticket und der Tankrabatt bereits am 1. Juni 2022 starten, während die 300 Euro Energiepreispauschale wohl voraussichtlich am September 2022 ausgezahlt wird und auf den Konten der Verbraucherinnen und Verbraucher landet.

Kinderbonus: Bundeskabinett stimmt Entlastungspaket 2022 zu

Update vom 27. April 2022, 12:41 Uhr: Das Entlastungspaket 2022 steht: In einer Kabinettssitzung hat die Bundesregierung die geplanten Hilfsmaßnahmen als Ausgleich für die hohen Energiekosten beschlossen. Unter anderem einigte sich die Politik auf eine Energiepreispauschale von 300 Euro, einen Tankrabatt, einen Hartz-IV-Zuschuss sowie den Kindergeldbonus in Höhe von 100 Euro, den Eltern einmalig pro Kind ausgezahlt bekommen sollen. Das milliardenschwere Entlastungspaket soll inmitten des Ukraine-Kriegs den Bürgern Unterstützung bringen.

Kindergeldbonus: Kabinett winkt Entlastungspaket 2022 durch – Auszahlung der Einmalzahlung von 100 Euro kann starten

Berlin – Schon vor dem von Russlands Präsidenten Wladimir Putin geführten Ukraine-Krieg waren die Lebenshaltungskosten hoch. Familien mit mehreren Kindern, aber auch Empfänger von Sozialleistungen wie Hartz IV sahen sich mit einer prekären Situation konfrontiert. Mittlerweile sind die Kosten für Energie und die Spritpreise enorm hoch angestiegen. Die Ampelkoalition reagiert darauf mit dem Entlastungspaket 2022, das unter anderem den Kinderbonus mit sich bringt. Doch was hat es damit auf sich und ab wann wird das Geld überhaupt ausgezahlt?

Kinderbonus beschlossen: Ampel stellt Entlastungspaket 2022 vor – Familien erhalten pro Kind Einmalzahlung von 100 Euro

Damit Familien finanziell unterstützt werden, greift durch das von der Politik beschlossene Entlastungspaket der Kinderbonus. Ergänzend zum Kindergeld sollen pro Kind einmalig 100 Euro über die Familienkassen ausgezahlt werden. Wie schon bei den Zahlungen in den Corona-Jahren 2020 und 2021, wird der Kinderbonus auf den Kinderfreibetrag angerechnet.

Links sind zwei Zehn-Euro-Scheine platziert. Im Hintergrund hält ein Elternteil sein kleines Kind an der Hand. Sie gehen spazieren.
Die Ampel hat als Reaktion auf gestiegene Energiepreise und hohe Kosten für Sprit ihr Entlastungspaket 2022 verabschiedet. Ein Punkt ist der Kinderbonus, der Familien pro Kind einmalig 100 Euro beschert. (kreiszeitung.de-Montage) © Micha Klootwijk/imago/Marcel Kusch/dpa

Das bedeutet, dass Spitzenverdiener von dieser Maßnahme durch das Entlastungspaket von SPD, FDP und Grünen kaum oder gar nicht profitieren. Anders verhält es sich mit Empfängern von Sozialleistungen, die zusätzlich zum bereits zuvor beschlossenen 100-Euro-Zuschuss eine weitere Einmalzahlung von 100 Euro erhalten. Dies betrifft im Entlastungspaket 2022 beispielsweise auch Hartz-IV-Empfänger.

Kinderbonus und Kindergeld in Deutschland: Alle Eltern in Deutschland mit Anrecht auf Zahlungen

Schon ab Januar 2023 müssten die Regelbedarfe aufgrund von Preissteigerungen in einem angemessenen Rahmen erhöht werden. Verbraucherschützer hatten aber bereits kritisiert, dass die finanziellen Hilfen in Form des Entlastungspakets nicht reichen würden. Denn Menschen, die ohnehin nur wenig Geld zur Verfügung haben, kämen mit den Einmalzahlungen nicht aus.

Wie aber verhält es sich konkret mit dem Kinderbonus? Zunächst einmal haben im Grundsatz alle Eltern in Deutschland Anrecht auf monatliche Zahlungen. Mit dem Kindergeld* sollen Mütter und Väter dabei unterstützt werden, die Kosten für Kleidung oder Essen für ihre Kinder zu decken. Keine Rolle spielt dabei, ob es sich bei dem Kind um das eigene handelt. Denn auch Adoptiv-, manchmal sogar Pflegekinder erhalten diese Zahlung.

Corona-Kinderbonus wurde 2020 und 2021 ausgezahlt – nun kommt der Kinderbonus im Entlastungspaket 2022 als Reaktion auf gestiegene Energiepreise

Durch die Corona-Pandemie bedingt, wurde erst 2020 ein zusätzlicher Kinderbonus verabschiedet. Für jedes Kind erhielten Erziehungsberechtigte dabei einmalig 300 Euro extra. 2021 wurde solch eine unterstützende Zahlung, also erneut ein Kinderbonus, durch die Politik genehmigt. Dieser betrug jedoch nur noch 150 Euro pro Kind.

Laut „inFranken.de“ fällt ein coronabedingter Kinderbonus 2022 aus. Stattdessen wurde am Freitag, 25. März 2022, der Einmalbonus im Rahmen des Entlastungspaketes beschlossen. Wann der Kinderbonus letztendlich aber über den beschriebenen Weg ausgezahlt wird, ist noch offen.

Entlastungspaket 2022: Ampelkoalition beschließt Hilfen für Verbraucher – Energiepreispauschale und 9-für-90-Ticket in Bus und Bahn kommen

Abseits des Kinderbonus 2022 haben die Spitzen der Regierungsparteien im Rahmen ihres Entlastungspaketes übrigens noch weitere Maßnahmen beschlossen. Als unmittelbare Reaktion auf die gestiegenen Energiepreise wurde eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro für die Verbraucher verabschiedet. Noch 2022 soll diese einmalig über die Einkommenssteuer laufen. Die Energiepauschale soll wohl im Juni eingeführt werden und allen Arbeitnehmern in Deutschland zugutekommen.

Zudem ist es das Vorhaben der Ampelkoalition, für 90 Tage ein Ticket für neun Euro im Monat für Bus und Bahn einzuführen. Eine spezielle Vergünstigung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), für das die Länder noch entsprechende Mittel erhalten sollen.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) beschließt Tankrabatt – Hartz-IV-Empfänger erhalten einmalig 100 Euro Extra

Das sind jedoch noch längst nicht alle Punkte, die das Entlastungspaket abseits des Kinderbonus beinhaltet. Hinzu kommt zum einen der von Finanzminister Christian Lindner (FDP) forcierte Tankrabatt. Auf diesem Wege reagiert die Ampel mit der Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe auf aktuelle Entwicklungen. Der Spritpreis für Benzin soll dabei um 30 Cent, der Literpreis für Diesel um 14 Cent gesenkt werden, was am 1. Juni zu Chaos an den Tankstellen führen könnte. Einen möglichen Starttermin für den Tankrabatt als Spritpreis-Bremse für Diesel und Benzin wurde derweil von Lindner auch ins Auge gefasst.

Zum anderen hat die Ampel in ihrem Entlastungspaket, wie eingangs erwähnt, auch Empfänger von Hartz IV und Sozialhilfe mit berücksichtigt. Sie erhalten einmalig zusätzlich 100 Euro. Wann dieses Geld extra zum Hartz-IV-Regelsatz ausgezahlt wird, ist aber noch nicht bekannt.

Nach dem Entlastungspaket 2022 ist während Corona: Omikron-Variante verbreitet sich rasend schnell

Mit ihrem Entlastungspaket und damit verbundenen Maßnahmen wie dem Kinderbonus reagiert die Ampelkoalition also auf aktuelle Entwicklungen. Außer Acht gelassen werden darf indes aber auch nicht, dass das Coronavirus die Gesellschaft weiterhin ungemein belastet.

Nahezu täglich vermeldet das Robert Koch-Institut (RKI) neue Höchstwerte bei den Corona-Infektionszahlen. Dies ist vor allem der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante geschuldet. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht immer eindeutig ist, welche Symptome bei einer Omikron-Infektion tatsächlich vorliegen. Noch drastischer verhält es sich mit der Omikron-Unterform BA.2 und deren Symptomen, über welche die Wissenschaft noch kaum Erkenntnisse hat, während ein neues Omikron-Symptom nach einer Corona-Infektion für unliebsame Furore sorgt.

Maskenpflicht in Discountern und Supermärkten: Fällt die Corona-Regel bei Aldi, Edeka, Lidl und Rewe nach dem 2. April 2022 weg?

Und doch wird die Maskenpflicht im Einzelhandel möglicherweise gekippt. In Supermärkten und Discountern wie Aldi, Edeka, Lidl oder Rewe hat die Corona-Regel definitiv bis zum 2. April 2022 Bestand. Doch was folgt danach? Die Länder können autark entscheiden und die Maskenpflicht verlängern. Selbiges gilt für die Betreiber von Geschäften, die von ihrem Hausrecht Gebrauch machen könnten.

Bleibt es jedoch beim Konjunktiv, droht die Maskenpflicht überall im Einzelhandel – und somit auch in Discountern und Supermärkten – auszulaufen. Es ist also an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Dies ist durch die Ampelkoalition hinsichtlich des Entlastungspaketes 2022 bereits erfolgt. Maßnahmen wie der Kinderbonus oder der Tankrabatt zeugen davon.

Der finanzielle Aspekt scheint vorerst berücksichtigt worden zu sein. Nun darf der Gesundheit jedoch nicht weniger Relevanz zukommen. Schließlich sterben täglich mehrere hundert Menschen an Corona – allein in Deutschland. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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