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Entlastungspaket 2022: 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn wohl erst ab 1. Juni

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Von: Jens Kiffmeier, Yannick Hanke

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Vorfahrt für den ÖPNV im Entlastungspaket 2022: 90 Tage sollen Kunden für ein 9-Euro-Ticket in Bus und Bahn im ÖPNV fahren können. Wohl erst zum 1. Juni.

Update vom 27. April um 12:23 Uhr: In einer Kabinettssitzung hat das Bundeskabinett am 27. April die geplanten Maßnahmen aus dem Entlastungspaket 2022 beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem eine Energiepreispauschale von 300 Euro, ein Tankrabatt, ein Hartz-IV-Zuschuss oder ein Kindergeldbonus. Insgesamt einigte sich die Koalition aus SPD, Grüne und FDP auf einen Ergänzungshaushalt mit fast 40 Milliarden Euro zusätzlichen Schulden. Das milliardenschwere Hilfspaket soll inmitten des Ukraine-Kriegs den Bürgern Unterstützung bringen. Welche Maßnahmen aus dem Entlastungspaket wann kommen: ein Überblick.

Update 11. April 2022, 13:01 Uhr: Wenngleich das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn wohl erst im Juni kommt, erwartet Nutzer des ÖPNV aller Voraussicht nach eine entscheidende Ausweitung des Tickets: Das im Entlastungspaket der Bundesregierung geplante Monatsticket soll offenbar auch über Ländergrenzen hinweg gültig sein. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert aus dem Verkehrsausschuss, eine regional begrenzte Gültigkeit sei unpraktikabel. Ein Beschluss hierzu steht noch aus. Im Rahmen des Entlastungspakets 2022 hatte sich die Ampelkoalition zuvor auf das 9-Euro-Ticket, das mit dem angekündigten Datum auch beim HVV in Hamburg kommt, geeinigt.

Währenddessen äußerte sich Christian Lindner unabhängig von den Aussagen über das 9-Euro-Ticket in Bus und Bahn zu einem möglichen Starttermin des Tankrabatts für Diesel und Benzin, der als Spritpreis-Bremse im Entlastungspaket ebenso vorgesehen ist, wie die Energiepauschale in Höhe von 300 Euro. Auch zur Energiepreispauschale aus dem Entlastungspaket 2022 äußerte sich der Bundesfinanzminister gegenüber der Welt.

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Starttermin für das Monatsticket im ÖPNV anvisiert

Update vom 07. April 2022, 21:10 Uhr: Das 9-Euro-Ticket in Bus und Bahn aus dem Entlastungspaket sorgt weiterhin für Irritationen, Ungewissheit und fehlende Start-Termine. Ein Bundesland scheint sich beim 9-Euro-Monatsticket sich weniger zögerlich zu zeigen als andere Bundesländer. Hamburg macht beim Start des 9-Euro-Tickets im ÖPNV nun Nägel nun beinahe Nägel mit Köpfen und richtet sich auf den 1. Juni 2022 ein, während andere Bundesländer Verkehrsminister Wissing diesen Starttermin bisher nur vorgeschlagen haben.

9-Euro-Ticket aus dem Entlastungspaket 2022: Verkehrsunternehmen schlagen Verkehrsminister Wissing 1. Juni 2022 als Starttermin des günstigen Monatstickets vor

Für den Start des 9-Euro-Tickets für Bus und Bahn haben die Verkehrsunternehmen dem Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) ein Starttermin als Vorschlag unterbreitet. Demnach visieren die Verkehrsunternehmen den ersten 1. Juni 2022 als Start für das 9-Euro-Ticket an. Bis dahin könnten die Voraussetzungen für die Einführung dafür geschaffen werden, erklärte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft am Montag, 4. April 2022.

Wortmann schlug demnach vor, dass das 9-Euro-Monatsticket auch am Automaten und nicht nur online zu kaufen sein sollte. „Wir stellen fest, dass immer noch sehr viele Fahrgäste an Automaten kaufen“, sagte er der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft im Zusammenhang mit 9-Euro-Monatsticket. Das gelte insbesondere für ältere Kundinnen und Kunden, die das 9-Euro-Ticket im ÖPNV zum Starttermin erstehen wollten.

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Verkehrsunternehmen zeigten sich überrascht von der Idee des Monatstickets für den ÖPNV

Die Spitzen aus der Politik von SPD, Grünen und FDP hatten in der vorletzten Woche im Zuge des Entlastungspakets 2022 den Beschluss gefasst, dass für 90 Tage eine Fahrkarte im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für 9 Euro pro Monat eingeführt werden soll. Der ÖPNV-Rabatt des 9-Euro-Tickets in Bus und Bahn ist nach den Bestrebungen der Bundesregierung dafür vorgesehen, dass Autofahrer aufgrund der hohen Spritpreise bei Diesel und Benzin auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.

Ob dies zum anvisierten Starttermin des 9-Euro-Monatstickets für Bus und Bahn dann auch wirklich der Fall ist, wird die Zukunft zeigen.

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Monatsticket im ÖPNV nur online verfügbar?

Denn viele Fragen zur Umsetzung des vorgesehenen 9-Euro-Tickets aus dem Entlastungspaket 2022 sind und bleiben bisher allerdings offen. Vor allem Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat sich dafür ausgesprochen, das Ticket ausschließlich online verfügbar zu machen, um so den Aufwand zu vermeiden, Ticket-Automaten umzuprogrammieren.

Dennoch würde eine Menge von Bürgerinnen und Bürger möglicherweise nicht von dem Monatsticket im ÖPNV profitieren, da vor allem die älteren Bevölkerungsgruppen das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn wohl eher direkt am Automaten lösen würde

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Verkehrsunternehmen zeigten sich überrascht von der Idee des Monatstickets für den ÖPNV

Von der Idee des günstigen Tickets seien die Verkehrsunternehmen überrascht worden, sagte Wortmann über das 9-Euro-Tickets in Bus und Bahn. „Wir hätten uns gewünscht, dass man diese Vorschläge mit uns diskutiert, um einen praktikablen Weg zu finden“, erklärte der Verbandspräsident weiter über das 9-Monatsticket im ÖPNV. „Wir versuchen jetzt schlichtweg, das Beste draus zu machen. Denn wir wollen nicht, dass die an sich gute Idee am Ende negativ ankommt.“

Update vom Dienstag, 07. April 2022, um 20:35 Uhr: Während viele Details und der vor allem der bundesweite Start des 9-Euro-Tickets für Bus und Bahn weiterhin ungeklärt sind, scheint die Hansestadt Hamburg bei der geplanten Fahrkarte aus dem Entlastungspaket 2022 für neun Euro im Monat bereits einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Jedenfalls hat sich der HVV zum Monatsticket im ÖPNV zu einem möglichen Starttermin geäußert, während viele Verkehrsverbände in andere Bundesländer sich bisher bedeckt halten oder sich nicht zu Spekulationen zu einer möglichen Umsetzung äußern.

Dennoch trifft das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn auf viel Interesse und Gegenliebe. Dennoch ist noch nicht geklärt, ob das 9-Euro-Monatsticket für Bus und Bahn nur online zu kaufen oder auch an Servicestellen, Automaten und Bussen zu lösen sei. Der Hamburger HVV scheint in der Causa des 9-Euro-Tickets für Bus und wohl mehr als nur einen Schritt weiter zu sein. Auch scheint es eine Lösung für die Abo-Kunden des Verkehrsverbunds gefunden worden zu sein.

9-Euro-Ticket Bus und Bahn: Online und in Servicestellen des HVV in Hamburg zu kaufen

Derzeit arbeite eine Taskforce mit Hochdruck an der Umsetzung des vom Bund im Rahmen des Entlastungspakets beschlossenen Angebots für drei Monate, sagten Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und die neue HVV-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt am Donnerstag im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft. Laut den Angaben soll das 9-Euro-Ticket beim HVV wohl nicht nur online erhältlich, sondern auch in den Servicestellen des HVV zu kaufen sein.

Ob das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn beim HVV in Hamburg an Fahrkarten-Automaten und in Bussen erhältlich sei, befindet sich allerdings noch in der Klärung.

9-Euro-Ticket HVV-Abo-Kunden sollen laut Verkehrssenator „in gleichem Maße profitieren“

Wichtig ist laut Tjarks: „Die Abo-Kunden des HVV werden in gleichem Maße wie alle anderen davon profitieren.“ Niemand müsse sein Abo kündigen, auch müsse niemand selbst tätig werden. Die Lastschriften für Abo-Kunden würden entsprechend angepasst, erklärte Korbutt die Umsetzung des 9-Euro-Tickets beim HVV in Hamburg.

„Wir verkaufen keine Fahrkarten mehr, die teurer als neun Euro sind, mit Ausnahme von Gruppenkarten. Und wir senken alle unsere Abo-Produkte auf neun Euro ab“, erläuterte die HVV-Geschäftsführerin einige der Modalitäten beim 9-Euro-Monatsticket in Hamburg. Sperrzeiten bei Abo-Produkten würden während des Angebotszeitraums aufgehoben. Außerdem seien alle Abo-Karten im Gesamtnetz des HVV nutzbar.

9-Euro-Ticket: HVV-Fahrkarte ist personengebunden – Foto oder andere Sicherheitsmerkmale in Hamburg nicht vorgesehen

Das 9-Euro-Ticket sei personengebunden, allerdings seien keine weiteren Sicherheitsmerkmale geplant. „Insbesondere wird auch kein Foto erforderlich sein“, sagte Korbutt nach Angaben der dpa. Das Angebot, mit dem die Bundesregierung die Bürger von den hohen Energie- und Mobilitätskosten entlasten wolle und zugleich auf Öl-Einsparungen hoffe, sei auch eine einmalige Chance für den Nahverkehr, neue Fahrgäste zu gewinnen, betonten Tjarks und Korbutt. Der HVV erwartet eine zusätzliche Auslastung von rund 20 Prozent.

Insgesamt rechnet der HVV im Angebotszeitraum mit Einnahmeausfällen von 131 Millionen Euro. Für HHV-Abo-Kunden bedeute die Verbilligung des Tickets eine durchschnittliche Ersparnis von 170 Euro, sagte Korbutt.

Monatsticket für 9 Euro im ÖPNV: 9-Euro-Ticket in Bus und Bahn bereits am 1. Mai erhältlich

Update vom Freitag, 01. April 2022, 14:15 Uhr: Offenbar könnte es schon sehr bald so weit sein, dass das 9-Euro-Monatsticket für Bus und Bahn in Deutschland an den Start geht. Es gebe „verschiedene Signale aus den Ländern, die uns rückmelden, dass ein Start zum 1. März 2022 möglich ist“, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Freitag in Berlin. Wie es weiter heißt, würden die Arbeitsgruppen unter Hochdruck an entsprechenden Vorbereitungen arbeiten.

Derzeit sei man „sehr zuversichtlich“, dass die Einführung des 9-Euro-Monatstickets „sehr zeitnah“ erfolgen könne. Als Teil des Entlastungspakets soll das Ticket für Bus und Bahn in Deutschland die Bürger angesichts hoher Energiepreise entlasten. Geplant ist, dass für drei Monate Monatstickets für den öffentlichen Nahverkehr jeweils neun Euro kosten sollen.

Update von Mittwoch, 30. März 2022, 09:15 Uhr: Berlin – Mit der Ankündigung eines 9-Euro-Monatstickets für Bus und Bahn reagiert die Ampelkoalition auf die gestiegenen Energiekosten. Die Maßnahme aus dem Entlastungspaket 2022 der Regierung wird am Mittwoch, 30. März 2022, von Bund und Ländern diskutiert. Doch was gibt es noch zu klären?

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Maßnahme aus Entlastungspaket 2022 wird von Bund und Ländern diskutiert

Wie es von „buten un Binnen“ heißt, handelt es sich bei der Beratungsrunde um eine erprobte Arbeitsgemeinschaft, die schon für die Aufstellung des ÖPNV-Rettungsschirms verantwortlich zeichnete. Maike Schaefer (Grüne), Senatorin in Bremen, ist dabei die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz.

Bundesländer wie Niedersachsen und eben auch Bremen zeigten sich von 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn grundsätzlich begeistert, monierten jedoch auch noch offene Punkte und Fragen. Bei der Umsetzung dieser Maßnahme aus dem Entlastungspaket 2022 werden nämlich noch erhebliche Probleme gesehen. Es wurde gar ein kostenloses Monatsticket für den Nahverkehr gefordert, doch Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) will beim besagten 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn bleiben

Entlastungspaket 2022: 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn mit vielen Vorteilen – weniger Bürokratie, keine Umrüstung der Fahrkartenautomaten

Als Online-Ticket sei diese Lösung der Ampelkoalition bundesweit einheitlich umsetzbar. „Die Kosten werden wir den Ländern erstatten“, heißt es von Wissing in Bezug auf das 9-Euro-Monatsticket für Bus und Bahn. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand. Einerseits müssten Fahrkartenautomaten nämlich nicht entsprechend umgerüstet werden.

Und andererseits würde das 9-Euro-Monatsticket für Bus und Bahn ermöglichen, Daten über die Nutzung im ÖPNV zu erheben. Zudem seien bei einem Nulltarif, wie ursprünglich gefordert, die Einnahmeausfälle für die betroffenen Unternehmen deutlich größer.

BSAG und VBN wollen mehr Infos zur Umsetzung vom 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn

Die BSAG, also die Bremer Straßenbahn AG, zeigte sich hinsichtlich der Ankündigung vom 9-Euro-Monatsticket für Bus und Bahn überrascht. Schließlich gebe es noch keine klare Antwort auf die Frage, wie die Beschlüsse der Ampelkoalition überhaupt bezahlt werden sollen. Und auch der Verkehrsbund Bremen-Niedersachsen (VBN) sieht noch Verbesserungspotential. Schließlich brauche man mehr Informationen zur konkreten Umsetzung der Maßnahme aus dem Entlastungspaket 2022.

Noch offen ist aber auch die Frage, ab wann das 9-Euro-Monatsticket für Bus und Bahn überhaupt eingeführt werden soll. Geht es nach Senatorin Maike Schaefer, greift diese große Ersparnis bereits ab dem 1. Mai 2022. Ob dies wirklich so schnell umzusetzen ist? Auch darüber werden Bund und Länder am Mittwoch, 30. März, vermutlich diskutieren. Laut dem Bremer Mobilitätsressort sei aber noch nicht mit konkreten Ergebnissen zu rechnen.

Entlastungspaket 2022: Ampel beschließt 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn – drei Monate lang vergünstigt den ÖPNV nutzen

Erstmeldung von Freitag, 25. März 2022, 21:52 Uhr: Berlin – Ein 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn – pro Monat: Mit einem staatlich geförderten Rabatt für Fahrkarten will die Bundesregierung die Verbraucher von den hohen Energiekosten befreien. Doch die Maßnahme aus dem Entlastungspaket 2022 hat die Bundesländer kalt erwischt. „Der Vorschlag kam überraschend, ist aber nicht schlecht“, sagte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am Freitag den Kieler Nachrichten.

Doch die genaue Umsetzung des 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn ist offenbar noch umstritten. Während grundsätzlich die Bereitschaft für die dreimonatige Ermäßigung besteht, wollen einige Bundesländer sogar noch weiter gehen als die Vereinbarung im Entlastungspaket 2022. Im Gespräch ist plötzlich auch eine Gratis-Variante. Mit welchem Rabatt können die Kunden nun also rechnen? Und vor allem: Ab wann gilt das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn?

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Ab wann der ÖPNV-Rabatt im Entlastungspaket 2022 gilt

Am Donnerstag, 24. März 202, hatte die Bundesregierung um Bundeskanzler Olaf Scholz für Staunen gesorgt. Wegen der stark gestiegenen Energiekosten legten die Spitzen der drei Regierungsparteien von SPD, FDP und Grüne ein milliardenschweres Entlastungspaket 2022 vor. Nachdem die Preise für Strom, Benzin, Diesel, Öl und Gas seit dem Jahreswechsel stark unter Druck geraten sind und durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs weiter in die Höhe getrieben werden, sollen nun verschiedene Maßnahmen den Teuer-Schock für die Deutschen abfedern. Darunter befindet sich eben auch das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn als Rabatt für den ÖPNV.

Eine Hand mit einem 3-Monatsticket für 9 Euro und mehrere Menschen mit Coronamasken in einer Straßenbahn
Entlastungspaket beschlossen: mit einem 9-Euro-Ticket will die Ampel mehr Kunden in Bus und Bahn locken. (Symbolbild, kreiszeitung.de-Montage) © Ole Spata/dpa/Wolfgang Maria Weber/imago

9 für 90 Ticket: Der Vorschlag zum ÖPNV aus dem Entlastungspaket setzt die Bundesländer unter Druck

Neben einer 300 Euro umfassenden Energiepreispauschale, einem Kinderbonus, einem Zuschuss zu Hartz IV oder einem Tankrabatt ist auch eine Verbilligung der Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr angedacht. Die Idee des 9-Euro-Tickets für Bus und Bahn: Für 90 Tage sollen Kunden für 9 Euro im Monat Bus und Bahn fahren dürfen. Die Tickets soll es bundesweit als ÖPNV-Rabatt geben. Doch umsetzen müssen das anders als beispielsweise beim Tankrabatt, der einen möglichen Starttermin bekommen hat, die Bundesländer.

Grundsätzlich besteht in der Politik dazu die Bereitschaft. Das signalisierten die Teilnehmer der Verkehrsministerkonferenz, die am Freitag unter dem Vorsitz der Bremer Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) zu einem Sondertreffen zusammenkam. Doch die genaue Ausgestaltung verläuft noch nicht ganz geräuschlos. Zwar war nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa als Starttermin für die Rabattaktion bereits der 1. Mai 2022 oder der 1. Juni 2022 im Gespräch. Doch ob das 9-Euro-Ticket flächendeckend eingeführt wird, bleibt abzuwarten.

Gratis statt 9 Euro Ticket im ÖPNV: Länder bringen Nulltarif für Bus und Bahn ins Spiel

Einige Bundesländer wollen nämlich über den Vorschlag der Bundesregierung des 9-Euro-Tickets in Bus und Bahn hinausgehen. So stand auf der Verkehrsministertagung plötzlich auch die befristete Einführung eines vollständigen Nulltarifs anstatt des 9 für 90 Rabatts im ÖPNV zur Debatte. Wie Schaefer, die jüngst schon die Ticketpreise in Bremen gesenkt hatte, informierte, hat das aus Sicht der Befürworter einen gewissen Charme: Denn dadurch hätten die Verkehrsverbünde weniger administrativen Aufwand bei der Umsetzung. Einfach einsteigen und los, so das Motto.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), der zuletzt immer wieder einen Ausgleich zum Benzinpreis suchte, bestätigte, dass in den Beratungen zum Entlastungspaket dieser Vorschlag sogar von den Koalitionsspitzen diskutiert worden war. Aber am Ende habe man sich auf das 9-Euro-Ticket geeinigt – wahrscheinlich auch aus Kostengründen. Denn aufkommen für den Rabatt muss der Bund. Darin sind sich zumindest die Länder einig.

9 Euro Ticket in Bus und Bahn: Wann geht der ÖPNV-Rabatt los? Arbeitsgruppe lotet Starttermin zum 1. Mai 2022 aus

Während Deutschland neben dem Ukraine-Krieg noch mit Omikron, den Subtyp BA.2 der Corona-Variante und einem neuen Omikron-Symptom nach einer Corona-Infektion zu kämpfen, gibt vor diesem Hintergrund also auch noch erheblichen Gesprächsbedarf vor dem Start des 9-Euro-Tickets in Bus und Bahn. Ähnlich verhält es sich mit der Frage: Wann der 100 Euro Zuschuss für Hartz-IV-Empfänger kommt?

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Ob der anvisierte Starttermin für den ÖPNV-Rabatt zu halten ist, bleibt abzuwarten. Nach Angaben der Verkehrsministerkonferenz, die nach stundenlangen Beratungen erst einmal ohne nennenswerte Ergebnisse auseinanderging, soll nun eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe gegründet werden und die Probleme rund um den Starttermin lösen.

Schnelles Handeln beim ÖPNV-Rabatt gefragt – sonst ist das 9 Euro Ticket in Bus und Bahn nur eine Marketingnummer

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz warb aber schon einmal vorab um schnelles Handeln beim ÖPNV-Rabatt im Form des 9 Euro-Tickets für Bus und Bahn. Der im Entlastungspaket vorgelegte Vorschlag biete Autofahrern, die unter hohen Spritpreisen litten, eine echte Alternative zum Umstieg. Und Menschen, die ohnehin auf Bus und Bahn setzten, würden zusätzlich entlastet. Im Grunde, so sagte der Liberale den Kieler Nachrichten, sei die Aktion eine riesige Marketingnummer. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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