2011 starben 77 Menschen

Fünf Jahre nach Breivik-Massaker: Norwegen gedenkt der Opfer

Im Osloer Regierungsviertel legen Ministerpräsidentin Erna Solberg (l) und das norwegische Kronprinzenpaar, Mette-Marit und Haakon, Kränze für die Brevik-Opfer nieder.
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Im Osloer Regierungsviertel legen Ministerpräsidentin Erna Solberg (l) und das norwegische Kronprinzenpaar, Mette-Marit und Haakon, Kränze für die Brevik-Opfer nieder.

Oslo - Der Rechtsextremist Anders Behring Breivik tötete vor fünf Jahren 77 Menschen. Die Geschehnisse von damals schmerzen in Norwegen immer noch.

Fünf Jahre nach den Terroranschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya hat Norwegen am Freitag der Opfer gedacht. In der norwegischen Hauptstadt lasen Jugendliche die Namen der 77 Menschen vor, die der Massenmörder Anders Behring Breivik mit einer Bombe im Osloer Regierungsviertel und durch Schüsse in einem Sommerlager für Jugendliche getötet hatte.

„Es tut so weh, die Liste mit den Namen zu hören“, sagte der

Die Insel Utøya.

Chef der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei (AUF), Mani Hussaini. „Es ist, als würde die Liste nie enden.“ Es waren vor allem Mitglieder der AUF, die am 22. Juli 2011 ums Leben kamen, während sie ein Sommerlager auf Utøya besuchten. 69 Menschen erschoss Breivik dort, das jüngste Opfer war 14 Jahre alt. Zuvor hatte der Attentäter eine Bombe im Osloer Regierungsviertel gezündet, durch die acht Menschen starben.

"Die größten Spuren sind in uns Menschen hinterlassen“

„Für die, die jemanden verloren haben, sind fünf Jahre nichts“, sagte Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg bei der Gedenkfeier. Die Spuren der Anschläge seien immer noch sichtbar - an dem Hochhaus in Oslo und auf Utøya. „Aber die größten Spuren sind in uns Menschen hinterlassen.“ Die Zeit heile nicht alle Wunden.

Den Lieferwagen mit dem Sprengstoff hatte Breivik vor dem Gebäude geparkt, in dem sich auch das Büro des damaligen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg befand. Gemeinsam mit vielen anderen stand der heutige Nato-Generalsekretär Stoltenberg am Freitag wieder vor diesem Hochhaus. „Menschen zu treffen, die den 22. Juli erlebt haben, einander Trost zu geben, das ist gut“, sagte Stoltenberg.

Breiviks Anschlag, für den er später zu 21 Jahren Haft und Sicherheitsverwahrung verurteilt wurde, galt der Sozialdemokratie, die Stoltenberg repräsentierte. Am späten Nachmittag wollten sich Angehörige auf Utøya gemeinsam an die Toten erinnern.

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