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Fridays For Future: Kämpferische Klimastreiks in Bremen und Hannover erwartet

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Friday For Future führt am Freitag, dem 23.09, in über 200 deutschen Städten Klimastreiks durch. Auch Bremen und Hannover sind darunter – ebenso wie Achim.

Bremen – Deutschlandweit sind am Freitag, dem 23.09.2022, Klimastreiks von Fridays For Future geplant. Auch in Bremen und Niedersachsen soll es Proteste geben. Die Stimme der Bewegung, Luisa Neubauer, hatte zuletzt angekündigt, dass die Klimaaktivisten zunehmend auch die Soziale Frage in den Blick nehmen wollen. Sie rechnet trotz Krise mit hoher Beteiligung an den Protesten. Doch nicht nur Deutschland ist Ziel der Proteste: Es ist der elfte Globale Klimastreik von Fridays For Future. Neubauer dazu: „Wir werden heute auf allen Kontinenten streiken, von der Antarktis bis nach Alaska und Angola.“

Fridays For Future: Bremen und Hannover erwarten Klimastreiks

Quer durch das Bundesgebiet gibt es Aktionen zum Globalen Klimastreik von Fridays For Future: Bremen und Niedersachsen erwarten dabei ebenso Klimastreiks wie Achim, Weyhe und Bruchhausen-Vilsen. In Bremen startet die Demonstration um 10:00 Uhr am Osterdeich, die Veranstalter in Hannover ziehen um 14:00 Uhr am Königsworther Platz nach. Zur Gesamtzahl der Veranstaltungen sagte Neubauer der Deutschen Presse-Agentur „An über 270 Orten in Deutschland werden wir uns den Krisen entgegenstellen, und die Regierung unter Druck setzen.“ Einmal mehr werden bei den Protesten trotz der jungen Bewegung um FFF Demonstranten aller Altersgruppen erwartet.

Demonstration Fridays For Future
Bei einer Demonstration der Klimaaktivisten Fridays For Future trägt eine Teilnehmerin ein Plakat. © Christophe Gateau/dpa

Die Klimaaktivistin rechnet trotz der „schweren Zeiten“ mit hoher Beteiligung an den Aktionen. Sie sagte der dpa, es sei ihr bewusst, dass es für viele Menschen derzeit nicht leicht sei, „aufzustehen und auf die Straße zu kommen.“ Großdemonstrationen gibt es unter anderem in Hamburg, Berlin und Köln. Neubauer zeigt sich kämpferisch und richtet deutliche Forderungen an die Politik: „Unsere Botschaft von den Straßen ist klar: Wir wissen, es gibt nachhaltige, schnelle und solidarische Auswege aus den Krisen, wir fordern sie ein und wir sind bereit, für sie zu kämpfen.“

Fridays For Future: Klimastreiks sollen zunehmend die soziale Frage in den Blick nehmen

Neubauer spricht von nachhaltigen und solidarischen Auswegen aus den Krisen. Insbesondere der solidarische Aspekt soll künftig noch stärkere Betonung finden, denn laut der Stimme der Bewegung will Fridays For Future bei Klimastreiks vermehrt den Schulterschluss mit Sozialprotesten schaffen. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zeigt sich die Klimaaktivistin bestimmt. Sie sagt: „Wir werden die Fragen von sozialer Sicherheit und Klimaschutz zusammenführen“. Eine Spaltung sei „einer der größten Erfolge derjenigen, die weder ein Interesse an Klimaschutz noch an sozialer Gerechtigkeit haben“.

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Im RND führt Neubauer dazu weiter aus: „Als sei Klimaschutz per se unsozial, günstige Energie fossil und soziale Sicherheit irgendwie etwas, was man sich erst auch einmal leisten können muss. Absehbar werden die Katastrophen, die ohnehin kommen, so teuer werden, dass dann das Geld fehlt, um soziale Entlastung zu organisieren. Also ist jetzt noch die Zeit, richtig reinzugehen in Klimaschutz, Klimaanpassung, Katastrophenschutz und damit überhaupt noch die Möglichkeit zu haben, langfristig für soziale Gerechtigkeit zu sorgen.“

Globaler Klimastreik von Fridays For Future: Neubauer fordert Besteuerung von Energiekonzernen

Die deutsche Stimme im Rahmen des Globalen Klimastreiks von Fridays For Future, Luisa Neubauer, hat eine klare Forderung an die Politik: Die Besteuerung von Energiekonzernen, um die Menschen finanziell zu entlasten. Einer kürzlichen Umfrage zufolge befürworten insgesamt 76 Prozent der Befragten in Deutschland eine Übergewinnsteuer. Finanzminister Christian Lindner (FDP) gilt als einer der größten Gegner einer solchen Übergewinnsteuer und stellt sich weiter quer.

Zentral sei zudem der Ausbau erneuerbarer Energien, ebenso wie das Ende fossiler Energien, so Neubauer. Einen Problemfaktor sieht die Aktivistin in diesem Rahmen bei Kanzler Olaf Scholz (SPD), den sie einen „fossilen Kanzler“ nennt. Dem RND sagte Neubauer: „Wahnsinnig große Sorgen bereitet uns der fossile Kanzler Olaf Scholz, der anscheinend kein Interesse daran hat, uns substanziell aus der Klimakrise rauszuholen.“ Die Kritik ist unmissverständlich.

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