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Wladimir Putin: Russischer Präsident und Schrecken des Westens

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Von: Felix Busjaeger

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Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei einer Militärübung am Schwarzen Meer.
Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei einer Militärübung am Schwarzen Meer. Seit über 20 Jahren führt er Russland. © Alexei Druzhinin/dpa

Wladimir Putin ist der mächtigste Mann Russlands und hält die Welt im Ukraine-Konflikt in Atem. Viel ist über den ehemaligen KGB-Agenten nicht bekannt. Ein Porträt.

Moskau – Seit über zwei Jahrzehnten ist er in Russland an der Macht und denkt offenbar gar nicht an ein Ende: der russische Präsident Wladimir Putin. Aktuell demonstriert im Ukraine-Konflikt seine Macht, lässt über 100.000 Soldaten an der Grenze zum Nachbarland aufmarschieren und versetzt den Westen in Schrecken. Das war nicht immer so: Als Putin am 9. August 1999 zum neuen Ministerpräsidenten in Russland ernannt wurde, war er für viele ein Unbekannter. Das sollte sich in den folgenden Jahren ändern – allerdings schirmt der Chef des Kremls sein Privatleben stark nach außen ab.

Präsident der Russischen Föderation:Wladimir Wladimirowitsch Putin
Geboren:7. Oktober 1952 (Alter 69 Jahre), Sankt Petersburg, Russland
Amt:Präsident Russlands seit 2012
Eltern:Wladimir Spiridonowitsch Putin, Maria Ivanovna Shelomova

Wladimir Putin Alter: So wuchs der russische Präsident auf

Schon bevor Wladimir Putin der Weltöffentlichkeit als russischer Ministerpräsident und als Staatspräsident der Russischen Föderation bekannt wurde, konnte der Politiker, dessen Politik Russland immer weiter in eine illiberale Richtung brachte und von demokratischen Standards entfernte, bereits auf einen ereignisreichen Lebenslauf zurückblicken. Wladimir Putin wurde am 7. Oktober 1952 in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, geboren und wuchs als Kind einer normalen Familie auf, wie Putin auf seiner offiziellen Webseite betont.

Über Wladimir Putins Eltern, Maria Shelomova und Wladimir Putin, ist wenig bekannt. Sie heirateten, als sie 17 Jahr alt waren, in der Ortschaft Pominovo. Die meisten Angaben, die es über Wladimir Putins Vergangenheit gibt, stammen aus seiner eigenen Autobiografie oder von seiner Webseite – die Korrektheit der Angaben wird daher teilweise bestritten. Bevor Putin von Boris Jelzin zum Ministerpräsidenten ernannt wurde, war Putin auch in der DDR tätig.

Wladimir Putins Karriere: Agent in der DDR und schneller Aufstieg zum mächtigsten Mann Russlands

Wladimir Wladimirowitsch Putin wurde bereits während seiner Zeit als Student, er studierte Jura, vom sowjetischen Geheimdienst KGB angeworben – später arbeitete er auch für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB. Als Agent des KGB war Putin unter anderem auch in der DDR tätig. Die Karriere beim FSB verdankt Wladimir Putin unter anderem Präsident Boris Jelzin, der ihn 1998 zum Chef des Föderalen Sicherheitsdienstes FSB ernannte. Putins Weg ging in der Folgezeit schnell bergauf: Von 1999 bis 2000 und von 2008 bis 2012 ist er Ministerpräsident und von 2000 bis 2008 sowie seit Mai 2012 Staatspräsident.

Während Wladimir Putin nun bereits seit mehr als 20 Jahren an der politischen Macht in Russland ist, sorgt sein Regierungsstil immer wieder für scharfe Kritik. Gegner und Oppositionelle werfen dem russischen Präsidenten eine autoritäre Führung vor und unterstellen Wladimir Putin die Nichtbeachtung von Menschen- und Selbstbestimmungsrechten. Zuletzt sorgte Putin im Ukraine-Konflikt mit einem großen Militärmanöver für Aufsehen.

Wladimir Putin Kinder: Tochter von Putin wurde in Dresden geboren

Mit Deutschland verbindet Wladimir Putin allerdings noch mehr als seine KGB-Zeit: Nachdem der heutige Präsident von Russland seine Ehefrau Ljudmila Schkrebnewa geheiratet hatte, bekam das Paar zwei Töchter. Im Jahr 1985, noch vor Putins Deutschlandaufenthalt, wurde die erste Tochter Maria geboren. Wladimir Putins zweite Tochter, Katerina, kam 1986 in Dresden zur Welt. Viele Informationen über sein Privatleben gibt Putin nicht preis, er versucht erfolgreich, Einzelzeiten über seine Kinder aus der Öffentlichkeit abzuschirmen. Allerdings wurde bekannt, dass die Ehe mit Ljudmila Schkrebnewa 2013 geschieden wurde – Putin selbst hatte diese Information im russischen Staatsfernsehen veröffentlicht.

Wladimir Putin und der Krieg: 1999 fällt der heute Präsident von Russland in Tschetschenien ein

Seit Wladimir Putin 1999 an die Macht kam, verbindet ihn eine enge Beziehung zu Kriegen. Bereits im Herbst 1999, also wenige Monate nach seiner Ernennung zum Ministerpräsidenten, führte er Russland in einen Konflikt mit Tschetschenien, weil er dort die Drahtzieher mehrerer Terroranschläge vermutete. Der sprunghafte Anstieg seiner Beliebtheit und der Rücktritt Jelzins führten dazu, dass Putin zum amtierenden Staatschef wurde, wenige Monate später gewann er die Präsidentschaftswahl.

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Auch in andere Kriege, etwa in den Bürgerkrieg in Syrien, mischte sich Wladimir Putin in den folgenden Jahren immer wieder ein. Seinem Ansehen in der russischen Bevölkerung kam dies zugute. Seit 2014 steckt Russland in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit der Ukraine, nachdem im November 2013 Proteste auf dem Maidanplatz pro-westliche Bewegungen im Land in Kraft setzen.

Ukraine-Konflikt: Wladimir Putin liegt im Streit mit der Ukraine seit 2014

Ausgelöst durch die Protestbewegungen in der Ukraine kam es ab dem 18. März 2014 zur zeitweise bewaffneten Annexion der ehemals ukrainischen Halbinsel Krim. Wladimir Putin trat damals als Oberbefehlshaber der russischen Truppen auf. Schätzungen gehen davon aus, dass damals bis zu 30.000 russische Soldaten an dem Konflikt am Schwarzmeer beteiligt waren. Russland war durch Wladimir Putins Vorgehen im Nachgang mit Sanktionen konfrontiert, aufgrund dessen in der Folge der Kurs des Rubels massiv nachgab.

Nach der Annexion der Krim 2014 befindet sich Russland mit der Ukraine im Konflikt, zwischenzeitlich kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Für Wladimir Wladimirowitsch Putin, so sein vollständiger Name, war der jüngste Auslöser der Konfrontation das Bestreben der Ukraine, der Nato als vollwertiges Mitglied beizutreten. Der Kreml-Chef sieht darin eine Gefährdung der Souveränität Russlands. Die Kriegsgefahr im Ukraine-Konflikt ist derzeit so groß, wie noch nie.

Das ist das Vermögen von Wladimir Putin: Zusammenfassung über den russischen Präsidenten

Nicht nur über sein Privatleben ist wenig bekannt, auch über sein Vermögen macht Wladimir Wladimirowitsch Putin keine genauen Angaben. Während der russische Präsident sich selbst gerne als nicht vermögenden Mann präsentiert, wird ihm allerdings vermehrt vorgeworfen, seine wahren Vermögenswerte verschleiern zu wollen. Ähnlich wie bei Wladimir Putins Familie gibt es keine genauen Informationen, die an die Öffentlichkeit dringen. 2007 gab Wladimir Putin allerdings selbst Auskunft über sein Vermögen. Wie unter anderem der österreichische Standard berichtet, erklärte Putin, ihm würden unter anderem zwei alte Autos aus den 60er Jahren, Barvermögen in Höhe von knapp 150.000 Dollar, eine kleine Wohnung sowie ein Stück Land gehören.

Dass der mächtigste Mann Russlands über solche Vermögenswerte verfügt, wird in der Opposition derweil angezweifelt. Sie gehen davon aus, dass Wladimir Putin mehrere Milliarden schwer ist, mehrere Anwesen besitzt und zu den Großaktionären zählt. Belege für Wladimir Putins Vermögen gibt es allerdings nicht. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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