Partei von Sarkozy heißt ab sofort: Die Republikaner

Sarkozy hatte zu einer Internet-Abstimmung aufgerufen, bei der sich mehr als 83 Prozent der Parteimitglieder für die Umbenennung in Die Republikaner ausgesprochen hatten. Foto: Yoan Valat
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Sarkozy hatte zu einer Internet-Abstimmung aufgerufen, bei der sich mehr als 83 Prozent der Parteimitglieder für die Umbenennung in Die Republikaner ausgesprochen hatten. Foto: Yoan Valat

Die Partei des französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy hat jetzt einen neuen Namen: Die Republikaner. Ob damit die nicht immer rühmliche Geschichte der alten UMP vergessen ist, erscheint fraglich.

Paris (dpa) - Nach zahlreichen Skandalen und Führungsstreitigkeiten plant die Partei des französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy einen Neustart unter anderem Namen. Statt UMP nennen sich die Konservativen jetzt Die Republikaner.

Der von Sarkozy selbst gewünschte neue Name bekam am Samstag bei einem Parteitag in Paris offiziell den Segen der Mitglieder. Er soll die nicht immer rühmliche Vergangenheit der alten UMP vergessen machen.

Sarkozy ist seit November Chef der Konservativen, Frankreichs größter Oppositionspartei. Dem 60-Jährigen wird nachgesagt, erneut für den Élysée-Palast kandidieren zu wollen.

Im Kurzmitteilungsdienst Twitter schrieb er, dass es nicht nur um einen neuen Namen für die Partei gegangen sei, sondern um den Ruf all jener, die darunter litten, dass sich die Republik täglich zurückentwickle. Die aktuelle sozialistische Regierung respektiere nicht die Republik, sondern karikiere sie, sagte Sarkozy zum Abschluss des Parteitags unter neuem Logo.

Sarkozy hatte zuvor zu einer Internet-Abstimmung aufgerufen, bei der sich mehr als 83 Prozent der Parteimitglieder für die Umbenennung in Die Republikaner ausgesprochen hatten. Bislang hieß die Partei UMP, eine Abkürzung für Union pour un Mouvement Populaire (Union für eine Volksbewegung). Diese wurde 2002 als Zusammenschluss verschiedener konservativer und Zentrums-Parteien gegründet und hat mit Jacques Chirac und Sarkozy zwei Präsidenten gestellt.

Zur Abstimmung waren rund 213 000 Mitglieder aufgerufen. Nach Angaben der Parteiführung lag die Wahlbeteiligung bei 45,74 Prozent.

UMP-Pressemitteilung

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