EU-Prüfer schmuggeln Waffen in den Frankfurter Flughafen

Angeblich droht die EU-Kommission damit, den Flughafen als "Non-Schengen-Airport" einzustufen. Foto: Uwe Anspach
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Angeblich droht die EU-Kommission damit, den Flughafen als "Non-Schengen-Airport" einzustufen. Foto: Uwe Anspach
Scanner am Frankfurter Flughafen: Der Stift zeigt auf eine Schere in einem Koffer. Foto: Fredrik von Erichsen
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Scanner am Frankfurter Flughafen: Der Stift zeigt auf eine Schere in einem Koffer. Foto: Fredrik von Erichsen
Die Bundespolizei reagierte auf die EU-Kontrollen. Nun müssen sich Passagiere auf längere Wartezeiten einstellen. Foto: Boris Roessler/Archiv
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Die Bundespolizei reagierte auf die EU-Kontrollen. Nun müssen sich Passagiere auf längere Wartezeiten einstellen. Foto: Boris Roessler/Archiv
Körperscanner, die auch nicht-metallische, potenziell gefährliche Gegenstände erkennen, könnten das Abtasten von Passagieren unnötig machen. Foto: Uwe Anspach
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Körperscanner, die auch nicht-metallische, potenziell gefährliche Gegenstände erkennen, könnten das Abtasten von Passagieren unnötig machen. Foto: Uwe Anspach
Zwei Firmen kontrollieren die Passagiere am Frankfurter Airport. Foto: Uwe Anspach
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Zwei Firmen kontrollieren die Passagiere am Frankfurter Airport. Foto: Uwe Anspach

Frankfurt/Main (dpa) - Die EU-Kommission hat an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt nach einem Medienbericht erhebliche Sicherheitsrisiken aufgedeckt. Den Prüfern sei es bei jedem zweiten Versuch gelungen, Waffen oder gefährliche Gegenstände durch die Passagierkontrolle zu schmuggeln.

Als Hauptgrund für die Probleme nenne der als geheim eingestufte Prüfbericht schlecht geschultes Personal der beauftragten Dienstleister, schreibt "Bild am Sonntag" (BamS). So hätten die Mitarbeiter etwa die Röntgenbilder bei den Handgepäck-Kontrollen nicht richtig deuten können.

Die EU-Kommission bestätigte, dass es regelmäßig Sicherheitstests an Europas Flughäfen gebe. Der Sprecher in Brüssel wollte die Ergebnisse einzelner Flughäfen aber nicht kommentieren.

Ein Sprecher der Bundespolizei sagte der Zeitung: "Wir haben Sofortmaßnahmen eingeleitet, um die Sicherheit der Passagiere wieder zu gewährleisten." Das erkläre auch die gegenwärtig längeren Wartezeiten. Der Sprecher der EU-Kommission erläuterte, sollten Tests Sicherheitsmängel aufzeigen, müssten die Staaten dafür sorgen, dass nachgebessert werde und Mängel schnell beseitigt würden.

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte die Flughafengesellschaft Fraport, dass Frankfurt wie auch einige andere europäische Airports zu Nachbesserungen bei der Sicherheit aufgefordert worden seien.

Fraport-Sprecher Christopher Holschier sagte der dpa, zwei Firmen kontrollierten die Passagiere am Frankfurter Airport: I-SEC und die Flughafengesellschaft selbst. Allein bei Fraport sei eine Nachschulung von 2500 Mitarbeitern eingeleitet worden. Die Trainer seien auch verstärkt bei den Kontrollen selbst dabei. Arbeitsrechtliche Konsequenzen seien derzeit nicht vorgesehen.

Die Bundespolizei mache mehrmals im Monat unangekündigt und verdeckt sogenannte Realtests, damit Fehler erkannt und abgestellt werden könnten. "Die Ergebnisse werden nicht öffentlich gemacht", sagte Fraport-Sprecher Holschier. In deutlich größeren Abständen gebe es auch auf nationaler und EU-Ebene solche Kontrollen der Kontrollen.

Für die eigentliche Schulung des Personals der Passagierkontrollen sind nach Holschiers Worten 196 Stunden vorgeschrieben. Die Bundespolizei formuliere die Anforderungen und nehme den Abschlusstest ab. Die neuen Nachschulungen dauerten acht bis zehn Stunden.

Der "BamS" zufolge droht die EU-Kommission damit, den Flughafen als "Non-Schengen-Airport" einzustufen, sollten die Maßnahmen nicht greifen. Dann müssten sich Flugreisende in Frankfurt bei der Einreise in andere EU-Länder einer erneuten Sicherheitskontrolle unterziehen. Branchenkenner halten dies nur im Extremfall für wahrscheinlich.

Im Februar hatte der Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte der dpa gesagt, neue Technik könnte die Kontrollen beschleunigen und angenehmer machen. Dabei bezog er sich etwa auf neuartige Körperscanner, die auch nicht-metallische, potenziell gefährliche Gegenstände erkennen könnten und das Abtasten von Passagieren unnötig machen würden.

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