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Wann die Energiepreispauschale ausgezahlt wird und wer die 300 Euro erhält

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Von: Jan Knötzsch

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Die Energiepreispauschale (EPP) soll Bürger in Deutschland entlasten. Wann die Energiepauschale kommt und wer Anspruch auf die Auszahlung in Höhe von 300 Euro hat.

Berlin – Die Gas- und Energiekrise in Deutschland schlägt hohe Wellen. Nach wie vor. Und ein Ende ist nicht absehbar. Nicht nur, dass das Gas in der Gaskrise in Deutschland knapp wird. Nein, die Preise für Gas und Strom steigen. Die Ampel-Koalition in Berlin um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bietet allen Arbeitnehmern mit der Energiepreispauschale von 300 Euro in dieser Situation eine finanzielle Unterstützung zur Entlastung an. Mit der Energiepreispauschale, die eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro aus dem Entlastungspaket ist, will die Politik, die durch den Ukraine-Krieg entstandene Explosion der Energiepreise abfedern.

Aber wer bekommt die 300 Euro Energiepreispauschale? Gilt der Energiebonus auch für Rentner? Was ist mit Hartz-IV-Empfängern oder aber Minijobbern? Bekommen auch sie die Einmalzahlung der EPP, wie die Energiepreispauschale genannt wird? Und: Wann wird die Energiepauschale ausgezahlt?

Auszahlung der Energiepreispauschale: Wann die Energiepauschale auf dem Konto landet und wer Anspruch hat

Neben der Energiepauschale bzw. Energiepreispauschale wurden auch der Kinderbonus von 100 Euro, der Hartz-IV-Bonus und vor allem das 9-Euro-Ticket sowie der Tankrabatt für Diesel und Benzin an deutschen Tankstellen von der Ampel-Koalition als Entlastungsmaßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland beschlossen. Während das Neun-Euro-Ticket und seine Nutzung nachvollziehbar sind und die Grünen zuletzt zwei Ideen für einen Nachfolger des Neun-Euro-Tickets vorgeschlagen haben, ist es bei der EPP nicht so einfach. Wo beim 9-Euro-Ticket der Kauf des Tickets, ein Blick darauf, dass man die richtigen Züge nimmt und das Einsteigen in den Zug schon alles ist, gestaltet sich die Sache bei der Energiepreispauschale anders.

Die Energiepreispauschale ist ein Bestandteil des Entlastungspakets 2022. Wer das Recht auf eine Auszahlung hat.
Die Energiepreispauschale ist ein Bestandteil des Entlastungspakets 2022 – wer hat ein Recht auf ihre Auszahlung? © K. Schmitt/imago/Montage

Seitdem klar ist, dass das dieser Energiebonus kommt, häufen sich die Fragen über die Energierpreispauschale. Nicht nur, wer die 300 Euro Energiepauschale bekommt und wann die Energiepreispauschale ausgezahlt wird, sondern auch: Wer zahlt die Energiepauschale 2022? Wer hat Anspruch auf Energiepauschale? Ab dem 1. September 2022 haben Berufstätige einen Anspruch auf die Energiepreispauschale (EPP) in Höhe von 300 Euro.

Energiepauschale: Welche Voraussetzungen für die Auszahlung der Energiepreispauschale erfüllt sein müssen

Das Bundesfinanzministerium um Finanzminister Christian Lindner, der beim 9-Euro-Ticket die „Gratismentalität“ der Deutschen stoppen will, hat eine Liste zur Energiepreispauschale veröffentlicht, welche Vorgaben Bürgerinnen und Bürger erfüllen müssen, um in den Genuss der Energiepauschale in Höhe von 300 Euro zu kommen.

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums sind alle für die Einmalzahlung der Energiepreispauschale, hier gibts alle Antworten zum 300 Euro-Bonus, berechtigt, die ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben oder aber sich für gewöhnlich dort aufhalten und damit unbegrenzt steuerpflichtig sind und im Laufe des Jahres 2022 aus einer der folgenden Quellen Einkommen beziehen:

Ein bestimmter Zeitraum oder eine Mindestdauer sind nicht notwendig, um die Energiepauschale aus dem Entlastungspaket 2022 – es soll zudem ein neues Entlastungspaket her, dessen Umsetzung aber noch hakt – im September 2022 ausgezahlt zu bekommen. Was ein neues Entlastungspaket angeht, hat zuletzt Lars Klingbeil Angst geschürt. Der SPD-Chef geht davon aus, dass „wir nicht jeden entlasten können.“

Bekommen auch Rentner die Energiepreispauschale ausgezahlt - welche Arbeitnehmer erhalten die 300 Euro?

Die Einmalzahlung der Energiepauschale von 300 Euro aus dem Entlastungspaket 2022, die ab dem 1. September 2022 ausgezahlt wird. Doch die Energiepreispauschale ist steuerpflichtig, aber welche Arbeitnehmer erhalten nach Angaben des Finanzministeriums überhaupt die EPP?

In der Liste all derer, die die Energiepreispauschale aus dem Entlastungspaket 2022 erhalten, fehlen Rentner. Das hat einen Grund: Rentner und Pensionäre sind – sofern sie keine der oben genannten Einkünfte beziehen – laut des Finanzministeriums explizit von der Einmalzahlung der Energiepreispauschale ausgeschlossen. Viele Rentner sind nicht mehr erwerbstätig, somit werden Sie bei der geplanten Energiepauschale nicht berücksichtigt. Dass Rentner prinzipiell von der Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro ausgeschlossen sind, ist so allerdings nicht vollkommen richtig: Es gibt es Mittel und Wege für Rentner, wie auch sie an die Energiepauschale heranzukommen.

Energiepreispauschale 2022: Was gilt für Minijobber bei der Energiepauschale?

Zu beachten ist bei der Energiepreispauschale 2022: Die Ansprüche auf die Energiepauschale, den Kinderbonus oder den Hartz-IV-Bonus schließen sich nicht gegenseitig aus. Wer die Einmalzahlung für Transfergeldempfänger – zum Beispiel den Zuschuss zu Hartz IV oder aber den Kinderbonus 2022 – erhält, kann abseits des Hartz-IV-Bonus aus dem Entlastungspaket 2022 auch die EPP beziehen. Das Geld aus der Energiepauschale wird als Zuschuss zum Gehalt vom Arbeitgeber ausgezahlt. Selbstständige erhalten die Energiepreispauschale von 300 Euro über eine Senkung der Steuer-Vorauszahlung. Wie zudem die Minijob-Zentrale schreibt, unterliegt die 300-Euro-Energiepauschale aus dem Entlastungspaket 2022 der Steuerpflicht. Sie zählt jedoch nicht zum sozialversicherungsrechtlichen Verdienst.

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Minijobbern, die mehrere Stellen haben, bei denen sie arbeiten und Geld verdienen, wird die Energiepreispauschale aus dem Entlastungspaket 2022 aber nur im Rahmen des „ersten Dienstverhältnisses“ ausbezahlt. Welches das ist, muss der Arbeitnehmer in einer schriftlichen Erklärung festlegen. Ohne diese Bestätigung darf der Arbeitgeber die EPP nicht auszahlen. Betrugsversuche sind strafbar. Jeder, der zum 1. September 2022 in einem „ersten Arbeitsverhältnis“ steht und der Steuerklassen I bis V angehört oder aber als Minijobber pauschal versteuert wird, erhält die Energiepreispauschale vom Arbeitgeber ausbezahlt. Alle anderen, die berechtigt sind, müssen für das Jahr 2022 eine Steuererklärung abgeben, um die Energiepreispauschale (EPP) zu bekommen.

Energiepreispauschale steuerpflichtig: Wie viel Geld landet von der 300n Euro-Einmalzahlung wirklich auf dem Konto?

Da die Einmalzahlung der Energiepreispauschale aus dem Entlastungspaket 2022 nicht steuerfrei ist, bleibt bei Bürgerinnen und Bürgern die Frage: Wie viel Geld der Energiepreispauschale landet am Ende wirklich netto auf dem Konto? Die vollen 300 Euro der Energiepreispauschale erhalten also nur Arbeitnehmer, die mit ihrem Gehalt unter dem steuerlichen Freibetrag liegen. Dieser Freibetrag beläuft sich im Jahr 2022 auf 10.347 Euro, während er für Verheiratete bei 20.694 Euro liegt.

Den Staat kostet die Energiepreispauschale aus dem Entlastungspaket 2022 rund 10,4 Milliarden Euro, dazu kommen die Kosten für die Durchführung, die laut merkur.de zwischen 225 und 755 Millionen Euro liegen.

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