nach heftiger Kritik

Doch kein G7-Gipfel in Trumps Golfhotel in Florida

+
Donald Trump sagt G7 Gipfel im eigenen Hotel in Florida ab.

Donald Trump prieß sein eigenes Luxushotel in Florida für den nächsten G7-Gipfel an. Jetzt hat Trump eine Entscheidung getroffen - und die Medien sind schuld. 

Update vom 20. Oktober 10.30 Uhr: Trump wollte unbedingt den G 7 Gipfel in seinem Golfhotel in Florida abhalten. Doch davon kam er nun ab. Er ließ selbst von seinem Vorhaben ab. Schuld daran seien die Demokraten und die Medien, die ihm gegenüber so feindselig seien, wie er auf Twitter schrieb. 

Ein möglicher Austragungsort könnte nun der Sitz des Präsidenten Camp David. Zuvor pries er wochenlang sein Hotel in Florida an, dass es ein „großartiger Ort“ mit „großartigem Ausblick“ sei. Verdient hätte er dabei angeblich nichts. Und auch die USA hätte für ihre Delegation nichts bezahlen müssen. 

G7-Gipfel findet in Donald Trump-Hotel in Miami statt: „Trump-Hotel ist mit Abstand...“

Update vom 17. Oktober 2019, 19.45 Uhr:  Die US-Regierung richtet den Gipfel der sieben großen Industriestaaten (G7) im kommenden Jahr in einem Hotel von Präsident Donald Trump aus. Das Trump National Doral in Miami sei mit Abstand die beste Anlage für das Treffen und günstiger als andere Orte, erklärte der Stabschef des Weißen Hauses, Mick Mulvaney, am Donnerstag in Washington. Trump werde davon nicht profitieren, betonte er. Der G7-Gipfel soll vom 10. bis 12. Juni stattfinden. Trump ist 2020 Gastgeber des G7-Gipfels und kann damit den Ort auswählen.

Einmal mehr leistete sich Donald Trump eine peinliche Twitter-Panne. Doch diesmal ging er noch einen Schritt weiter als sonst.

Ekel-Gerücht um Donald Trump: Droht der nächste G7-Gipfel wegen Bettwanzen zu platzen?

Erstmeldung vom 29. August 2019: Miami - Der G7-Gipfel 2020 wird in den USA stattfinden und wenn es nach US-Präsident Donald Trump geht, wird er der doppelte Gastgeber sein. In Biarritz warb er offensiv darum, das nächste Treffen nicht nur in den USA, sondern auch in seinem eigenen Luxus-Ressort in Miami auszutragen. Eklige Gerüchte, die von einer alten Klage rühren, drohen allerdings ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen.

G7-Gipfel in den USA: Donald Trump will doppelter Gastgeber sein

Derzeit tagen die Regierungschefs der sieben größten Industrieländer im französischen Biarritz. Beim diesjährigen G7-Gipfel am Atlantik hatte Donald Trump bereits mit sehr zweifelhaften Aussagen für Aufregung gesorgt. Zum Ende des Zusammenkommens rückt der US-Präsident nun wieder in den Fokus. 

Trump-Ressort ‚National Doral‘ in Miami: US-Präsident wirbt offensiv

Auf der abschließenden Pressekonferenz und auch nach dem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ging Trump in die Offensive: Sein Golf-Ressort in Doral, Miami, sei „großartig“ geeignet für den nächsten G7-Gipfel. Es sei „ein wunderbarer Ort“, biete „luxuriöse Zimmer mit prächtigen Ausblicken.“ 

Manche unterstellen dem US-Präsidenten, er wolle sich selbst zuarbeiten, doch er machte klar, es gehe ihm nicht ums Geld. Abseits der Korruptions-Vorwürfe zieht aber auch ein ganz anderes, ekliges Gerücht über Doral seine Runden. 

Bettwanzen im Trump-Hotel? Alte Klage befeuert Ekel-Gerüchte

Das Luxusressort in Miami sei verseucht mit Bettwanzen, heißt es. Auf Twitter trendete der Hashtag „TrumpBedBugs“ am Dienstag. Zahlreiche User nutzen die Ekel-Vorwürfe für lustige Sticheleien, doch das Gerücht ist nicht bloß aus der Luft gegriffen. 

2016 wurde Donald Trump von einem Gast verklagt. Eric Linder sei nach einem Besuch im Trump-Hotel ‚Jack Nicklaus Villa‘ Opfer der Schaben geworden, berichtete die Washington Post. Er habe Risse, Beulen und Flecken auf großen Teilen seines Gesichts, Halses, Oberkörper und der Arme davongetragen. Kaum vorzustellen, dass die Regierungschefs das nach einem G7-Gipfel mit nach Hause bringen wollen würden. 

Scheitern Trumps Pläne am Ende an den Gerüchten um Bettwanzen in seinem Hotel?

Donald Trump reagiert auf Bettwanzen-Gerüchte - und greift einen Journalisten einzeln an

Die Bettwanzen-Gerüchte schießen das Doral-Ressort also gewissermaßen ins Aus. Wie gewohnt lässt der US-Präsident eine solche Kampagne nicht auf sich sitzen. „Keine Bettwanzen in Doral“, stellte er via Twitter klar, und meint die Schuldigen für Gerüchte schon gefunden zu haben: „Als die radikal linken Demokraten gehört haben, dass das (für den nächsten G7) perfekt gelegene Doral National Miami für den nächsten G7-Gipfel in Betracht kam, haben sie falsche und bösartige Gerüchte gestreut. Nicht nett!“

Später schießt sich Trump sogar auf einen einzelnen Journalisten ein, Bret Stephens soll der „bösartige“ Schreiberling gewesen sein. Im Netz ätzt der US-Präsident gegen ihn als „Leichtgewichts-Journalisten“ und hat seine Freude daran, dass er nach einer Beleidigung sein Twitter-Profil löschte.

Ob es in seinem Hotel in Miami nun Ungeziefer gibt oder nicht, eine gute Figur machte Donald Trump in der Causa G7-Gipfel im eigenen Luxusressort sicherlich nicht. 

Es kursiert auch ein ganz anderes Gerücht über Donald Trump im Netz. Es heißt, er fordere die Löschung eines Fotos. Währenddessen macht sich die Internetgemeinde über den unvorteilhaften Schnappschuss lustig. Der US-Präsident fürchtet sich bekanntermaßen nicht vor Eskalation. Auch nicht im Handelsstreit mit China. Doch jetzt gibt es drastische Vorwürfe: Ruinieren Trumps Tweets die US-Wirtschaft?

mb

US-Präsident Donald Trump warnte den Bundesstaat Alabama vor Hurrikan „Dorian“ - Experten widersprachen ihm. Mit einer von Hand veränderten Karte sorgte Trump danach für Schlagzeilen.

Trump ist sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan einiger über die Einrichtung einer Sicherheitszone für Flüchtlinge. Doch ihm fehlte die Unterstützung von Europa. Welche Folgen hat das?

Donald Trump ist für seine mitunter holprigen und oft unüberlegten Aussagen bekannt. Jetzt könnte ihm allerdings ein großer Skandal rund um ein Versprechen an den Kragen gehen - denn ein Whistleblower im US-Geheimdienst erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump.

Droht Donald Trump ein Amtsenthebungsverfahren? Der US-Präsident sieht bei sich kein Fehlverhalten und schiebt die Verantwortung auf die Presse und die Demokraten.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Immer mehr Gegenwind für Windkraftpläne der Bundesregierung

Immer mehr Gegenwind für Windkraftpläne der Bundesregierung

Wie fahrradfreundlich ist Deutschland?

Wie fahrradfreundlich ist Deutschland?

Wer hat die Ermittlungen zu Amri vor dem Anschlag abgewürgt?

Wer hat die Ermittlungen zu Amri vor dem Anschlag abgewürgt?

Föhnsturm fegt über Garmisch-Partenkirchen - Bilder von den Schäden

Föhnsturm fegt über Garmisch-Partenkirchen - Bilder von den Schäden

Meistgelesene Artikel

Bundestag beschließt Soli-Aus - doch es könnte alles ganz anders kommen

Bundestag beschließt Soli-Aus - doch es könnte alles ganz anders kommen

Campino hat klare Meinung zu Greta und Schulschwänzern: „Wenn mein Sohn...“

Campino hat klare Meinung zu Greta und Schulschwänzern: „Wenn mein Sohn...“

“Jammerlappen“: Dobrindt mit klarer Ansage an den Koalitionspartner SPD

“Jammerlappen“: Dobrindt mit klarer Ansage an den Koalitionspartner SPD

Miri-Debatte im Bundestag: Als Linken-Politiker loslegt, muss sogar Seehofer lachen

Miri-Debatte im Bundestag: Als Linken-Politiker loslegt, muss sogar Seehofer lachen

Kommentare