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Trump behauptet, Obama habe ihn im Wahlkampf abgehört

Trump ist sich sicher, dass Obama ihn im Wahlkampf abhören ließ. 
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Trump ist sich sicher, dass Obama ihn im Wahlkampf abhören ließ. 

Washington - US-Präsident Donald Trump hat seinem Vorgänger Barack Obama vorgeworfen, ihn kurz vor der Präsidentenwahl im November abgehört zu haben.

Update: Der frühere US-Präsident Barack Obama hat Vorwürfe seines Nachfolgers Donald Trump, er habe dessen Telefonate abhören lassen, zurückgewiesen. Obama habe niemals das Abhören irgendeines US-Bürgers angeordnet, teilte Obamas Sprecher Kevin Lewis am Samstag mit. Trump hatte zuvor im Kurzbotschaftendienst Twitter ohne Nennung von Belegen geschrieben: "Habe gerade erfahren, dass Obama meine Leitung im Trump Tower kurz vor dem Sieg anzapfen ließ."

In einer am Samstag verbreiteten Wortmeldung über den Kurzbotschaftendienst Twitter stellte Trump einen Vergleich mit der Watergate-Affäre in den 70er Jahren an. Sein Telefon sei im Oktober abgehört worden, erklärte Trump.

Er habe "gerade erfahren, dass Obama meine Leitung im Trump Tower kurz vor dem Sieg anzapfen ließ", schrieb Trump am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Wie tief ist Obama gesunken, um meine Telefone während des geheiligten Wahlprozesses anzapfen zu lassen?", fragte Trump. Es stelle sich die Frage, ob Obama legal gehandelt habe.

Trump vergleicht Obama mit Nixon

Trump stellte einen Vergleich mit der Watergate-Affäre in den 70er Jahren an. Diese Affäre, in der es auch um illegal angezapfte Telefone ging, hatte zum Rücktritt des Präsidenten Richard Nixon geführt.

Trump erhob die neuen Anschuldigungen in einer Reihe von Twitter-Botschaften, in der er auch auf die Kritik an den Kontakten seines Umfelds zum russischen Botschafter in den USA Bezug nahm. Der Kreml-Gesandte sei in Obamas Regierungszeit 22 Mal im Weißen Haus zu Gast gewesen, schrieb Trump.

In einer wahren Kaskade an Tweets echauffierte sich der amtierende US-Präsident über die angeblichen Verdrahtungs-Aktionen seines Vorgängers. „Ich würde darauf wetten, dass ein Anwalt daraus einen großen Fall machen könnte.“ Er bezeichnete den 44. US-Präsidenten als „bösen (oder kranken) Kerl“. Belege für seinen Vorwurf, den er in einer ganzen Serie von Twitter-Botschaften verbreitete, blieb Trump zunächst schuldig. Auch gab er nicht an, von wem er diese angeblichen Informationen bekommen habe.

Was Trump gemeint haben könnte, war nicht unmittelbar klar. Der Präsident ist über das Wochenende in Mar-a-Lago in Florida. Erste Reaktionen schlossen nicht aus, dass Trump mit seiner Aufsehen erregenden Aktion von den Schwierigkeiten ablenken will, die sein Wahlkampfteam und nun seine Regierung mit ungeklärten Beziehungen zu Russland hat.

Trump nutzte den Nachrichtendienst Twitter schon im Wahlkampf für öffentliche Ausfälle und zwitschert auch seit seiner Inauguration sehr aktiv. Zuletzt waren seine Tweets allerdings immer wieder mal von Rechtschreibfehlern durchzogen.

bix/afp/dpa

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