Volkszählung in Deutschland

Zensus 2022: Das erwartet Bürgerinnen und Bürger bei der Volkszählung

Nach der Jahreswende soll es im Jahr 2022 wieder eine große Volkszählung geben. Millionen Bürgerinnen und Bürger müssen sich dann verschiedenen Fragen stellen.

Wiesbaden – Im Mai des kommenden Jahres soll es in Deutschland wieder eine große Volkszählung geben, das Projekt trägt den Namen „Zensus 2022“. Doch was genau passiert bei der Volkszählung und wie oft gibt es so etwas überhaupt? Wann genau soll die Zählung stattfinden und was erwartet die Bürgerinnen und Bürger? Das neue Jahr kommt und viele fragen sich, was sie bei der Befragung erwartet. Erst einmal gilt es jedoch sicher ins neue Jahr zu kommen – denn bis zur Zählung ist noch etwas Zeit.

Name:Zensus 2022
Initiative:Volkszählung
Zeitpunkt:Mai 2022

Was ist „Zensus 2022“ überhaupt? Die Volkszählung genauer erklärt

Bei Zensus 2022 handelt es sich um eine Volkszählung, solche finden grundsätzlich etwa alle zehn Jahre statt. Dabei geht es nicht nur darum, wie viele Menschen in der Bundesrepublik leben, sondern unter anderem auch darum, wie sie arbeiten und wohnen. Ab Mai 2022 führt das Statistische Bundesamt in diesem Zusammenhang Befragungen unter Bürgerinnen und Bürgern durch. Vorwiegend werden jedoch Verwaltungsdaten genutzt.

Zensus 2022: Im kommenden Jahr gibt es in Deutschland wieder eine Volkszählung.

Ursprünglich war die Befragung bereits für 2021 geplant, aufgrund der Corona-Pandemie wurde von diesem Vorhaben jedoch Abstand genommen. Nun soll die Befragung ein Jahr später, 2022 stattfinden. Derweil ist auch dieses Jahr die Corona-Angst groß, insbesondere in Anbetracht einer unklaren Datenlage und einer Zunahme der Omikron-Variante.

Auch Booster-Impfungen könnten gegen die Corona-Variante schnell an Wirksamkeit verlieren. Die Zählung soll dennoch stattfinden. Nur ein Teil der Befragung soll allerdings an der Haustür geschehen und dann unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Mit den Ergebnissen ist voraussichtlich Ende 2023 zu rechnen.

Zensus 2022: Wer wird bei der Volkszählung befragt und was sind die Fragen?

Befragt werden sollen mehr als zehn Millionen Frauen und Männer im gesamten Bundesgebiet. Konkret werden rund 10,2 Millionen Menschen ab dem 15. Mai 2022 Post erhalten, deren Absender das Statistische Bundesamt ist. Das Bundesamt stellt im Rahmen der Erhebung Fragen zu Familienstand. Alter, Wohn- und Arbeitssituation sowie der Staatsangehörigkeit. Auch Hausverwaltungen sollen Auskünfte zu ihren Wohnräumen geben. Menschen in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnheimen sollen ebenfalls erfasst werden, bei Gemeinschaftsunterkünften wie Altenheimen läuft die Auskunft über die Leitung.

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In Anbetracht der Corona-Pandemie, die in Niedersachsen auch über Silvester zu strengeren Regeln führt, können viele Fragen online beantwortet werden. Auf diese Weise sollen sowohl die Befragten geschützt, als auch die Umwelt entlastet werden, wie der Präsident des Statistischen Bundesamtes Georg Thiel dem Spiegel erklärte. Die Erfragung erfolgt EU-weit.

Was ist das Ziel der Volkszählung Zensus 2022?

Das Statistische Bundesamt gibt an, durch die Volkszählung und Erhebung von Wohnungszahlen solle eine verlässliche Planungsgrundlage für die Politik und Verwaltung geschaffen werden. Veraltete Angaben sollen das erschweren. Zudem ginge es auch darum Daten zu erheben, die nicht in Registern vorliegen, dazu gehören Ausbildung, Erwerbstätigkeit und Bildung. Die letzte Volkszählung fand 2011 statt.

Freiwillige für die Volkszählung Zensus 2022 gesucht – Befragte zur Auskunft verpflichtet

Die Regelung zu Auskünften im Rahmen von Zensus 2022 ist eindeutig, sie sieht die Mitwirkung vor. Alle Befragten sind verpflichtet sich zu äußern. Derweil wird in den Kommunen bereits nach Freiwilligen gesucht, die die Erhebung durchführen sollen – sogenannte „Erhebungsbeauftragte“.

Die Stadt Frankfurt sucht beispielsweise 450 solcher Beauftragten. Ihnen winkt eine Aufwandsentschädigung über 1300 Euro, dafür sollen sie jeweils rund 150 Befragungen durchführen und die Daten übermitteln. Voraus geht dem ein eintägiger Lehrgang.*kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa

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