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Corona-Regeln im Herbst: Lauterbach für neue Maskenpflicht in Innenräumen

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Gesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet mit einer neuen Corona-Welle im Herbst. Auch die Maskenpflicht könnte wieder ein Thema werden.

Berlin – Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht von einer neuen Corona-Welle im Herbst aus. Dieser möchte der Ampel-Gesundheitsminister nicht unvorbereitet begegnen, weshalb derzeit erneut am Infektionsschutzgesetz gearbeitet wird. Für den Herbst könnte es laut Lauterbach eine erneute Verschärfung der Corona-Regeln geben: Die Maskenpflicht in Innenräumen wird wieder zum Thema.

Corona-Regeln im Herbst: Lauterbach erwägt erneute Maskenpflicht in Innenräumen

Karl Lauterbach hat in einer Talkshow kundgetan, dass für den Fall einer neuen Corona-Welle im Herbst auch eine Rückkehr der Maskenpflicht in Innenräumen wieder denkbar ist. Lauterbach sagte bei Markus Lanz mit Blick auf die Corona-Regeln und das Infektionsschutzgesetz: „Das läuft ja am 23.9. aus. Und dann wird die Frage erneut zu diskutieren sein, ob zum Beispiel Maskentragen in Innenräumen wieder verpflichtend wird.“

Karl Lauterbach (SPD) erwägt, im Herbst zur Maskenpflicht in Innenräumen zurückzukehren. (Symbolbild)
Karl Lauterbach (SPD) erwägt, im Herbst zur Maskenpflicht in Innenräumen zurückzukehren. (Symbolbild) © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Der Gesundheitsminister erklärte, er halte es für dringend notwendig, sich die Option auf eine Maskenpflicht in Innenräumen offenzuhalten. Erst vor kurzem war das nun bis zum 23. September gültige Infektionsschutzgesetz geändert worden. Die Änderungen hatten unter anderem den Wegfall der 2G und 3G-Regelungen, sowie das Ende der Maskenpflicht bei Veranstaltungen oder beim Einkaufen festgelegt. Seit Mai gibt es auch in Niedersachsen neue Corona-Regeln, sie betreffen unter anderem Kontaktbeschränkungen.

Corona-Regeln und Maskenpflicht: Derzeit sinkt die Inzidenz ebenso wie die Zahl der Klinikaufnahmen

Aktuell lässt sich eine sinkende Corona-Inzidenz ebenso beobachten, wie eine abnehmende Zahl an Klinikaufnahmen – trotz weniger strenger Corona-Regeln. Geht es nach dem Robert Koch-Institut, ist das jedoch kein Grund zur vorschnellen Entspannung: Das RKI stuft die Gefährdung der Bevölkerung durch das Corona-Virus immer noch als hoch ein. Aktuell ist nur noch der sogenannte „Basisschutz gültig“: Dieser umfasst etwa die weiterhin bestehende Maskenpflicht in Bus und Bahn, ebenso wie die Pflicht zum Tragen einer Maske an Orten mit besonders gefährdeten Gruppen, beispielsweise in Kliniken, Praxen und Altenheimen. Allen weiteren Einrichtungen ist es freigestellt, weitere Corona-Regeln in ihren Räumlichkeiten vorzuschreiben.

Das Robert Koch Institut bezifferte die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag, dem 26. Mai 2022 mit 262,6. Das ist ein deutlicher Rückgang zum Vortag, an dem die Inzidenz noch bei 281,8 gelegen hatte. Besonders deutlich wird der Rückgang im Vergleich zur Vorwoche und dem Vormonat: In der Vorwoche lag die Inzidenz bei 383,2, im Vormonat bei 909,1. Nichtsdestotrotz wird weiterhin von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. Parallel zur sinkenden Inzidenz geht auch die Zahl der Todesfälle zurück. Das RKI erklärte zudem, dass die Zahl der Hospitalisierungen seit dem Hochpunkt Mitte März kontinuierlich gesunken ist.

Corona-Regeln: Einreiseregeln nach Deutschland werden in der kommenden Woche gelockert

Gelockert werden soll in der kommenden Woche bei den Corona-Regeln für die Einreise. Ab Mittwoch wird für die Einreise nach Deutschland kein 3G-Nachweis mehr benötigt. Reisende müssen somit nicht mehr nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Die Lockerung der Einreiseregeln gilt indes nicht für alle Reisenden.

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Einreisende aus Virusvariantengebieten sind weiterhin strengeren Regeln ausgesetzt: Selbst wenn sie eine Genesung oder Impfung nachweisen können, müssen sie sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Betroffen davon ist derzeit niemand: Aktuell gibt es kein ausgewiesenes Virusvariantengebiet. In der neuen Einreiseverordnung gibt es zudem noch eine weitere Änderung, sie betrifft die Anerkennung von Impfstoffen bei der Einreise: Künftig werden nicht nur die in der EU zugelassenen Impfstoffe, sondern alle Vakzine, die von der WHO zugelassen wurden, bei der Einreise anerkannt. Niedersachsen plant derweil die vierte Corona-Impfung für alle, sie soll im Herbst kommen.

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