Impfgipfel-Hammer

Corona: Merkel will Impfpriorisierung „spätestens im Juni“ aufheben

Bislang geltende Impfpriorisierung fällt im Juni. Das ist das Ergebnis des Impfgipfels in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dies offiziell erklärt.

Berlin/Hamburg – Noch gibt es sie, bald ist sie Geschichte: die Impfpriorisierung in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Das ist das Ergebnis des Impfgipfels in Berlin vom Montag, 26. April 2021. Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)* hat diese Entscheidung im Anschluss an den Gipfel auf einer Pressekonferenz in der Bundeshauptstadt erklärt. Jedoch: Es gibt eine Einschränkung, wie Merkel erklärt. Am Tag des Impfgipfels in Berlin übrigens sorgte in Hamburg, der Metropole von Alster* und Elbe* für Aufregung, dass etliche Impfdosen dort nicht im Arm, sondern in der Tonne landen*. Hat Hamburgs Senat* hier versagt?

Corona: Impfgipfel in Berlin bringt Entscheidung – Merkel teilt Ergebnis auf Pressekonferenz mit

Doch zurück zur Einschränkung der Bundeskanzlerin: Die Entscheidung, die bei den Beratungen in Berlin getroffen worden ist, „heißt nicht, dass jeder sofort geimpft werden kann“, teilte Angela Merkel auf der Pressekonferenz mit. Gleichwohl könne sich mit dem Wegfall der Impfpriorisierung jede und jeder um einen Termin bemühen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel während der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel im Kanzleramt.

Zeitgleich mit der Verkündung, dass die Impfpriorisierung ab Juni 2021 wegfallen wird, versprach die Bundeskanzlerin zudem, dass mit einem deutlich höheren Tempo geimpft werden solle. Ein Schritt, der dringend nötig ist. So hatten sich beispielsweise in der Hansestadt Hamburg* zuletzt die Hausärzte, mit denen Hamburg den Corona-Impf-Turbo* zünden wollte, beklagt: Sie hatten zu wenig Impfdosen erhalten.

Corona: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigt weitere Verordnung an

In Berlin sprach Angela Merkel (CDU) derweil davon, dass in vielen Bundesländern bereits die Prioritätengruppen I und II geimpft und die Gruppe III nun geöffnet sei. Es sei davon auszugehen, dass diese Gruppe im Mai die erste Impfung erhalten werde. Aus diesem Grund könne man dann „spätestens – je nachdem, wie viele Impfdosen wir bekommen, ab Juni die Priorisierung aufheben.“ Darüber hinaus sprach die Bundeskanzlerin auf der Pressekonferenz auch von Lockerungen für Geimpfte und vom Coronavirus-Genesene.

Angela Merkel kündigte an, dass es neben der möglichen Aufhebung der Impfriorisierung ab Juni zudem an, dass es eine Verordnung geben werden, die von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden soll. „Es war wichtig, dass wir das mal diskutiert haben“, konstatierte die Kanzlerin. Doch die 66-Jährige nahm trotz aller Euphorie auch die Rolle als Mahnerin ein. Sie sprach mit Blick auf einen großen Teil an Ungeimpften in der deutschen Bevölkerung davon, man befinde sich „in einer Übergangsphase, die nicht einfach ist.“ Es sei so Merkel, zwar „Hoffnung“ vorhanden – aber auch noch ein weiter Weg zu gehen.

Corona: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen schnelle Aufgabe der Impfpriorisierung

Im Vorfeld des Impf-Gipfels in Berlin hatte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zuletzt gegen eine zu schnelle Freigabe der Corona-Impfungen für alle gewandt. Nach seiner Ansicht sollten im Mai 2021 erst einmal nur der dritten und damit letzten Prioritätengruppe Impfungen angeboten werden, sagte Spahn am Montag in Berlin.

Das heißt nicht, dass jeder sofort geimpft werden kann.

- Bundeskanzlerin Angela Merkel -

Dazu gehörten neben den über 60-Jährigen unter anderen auch Supermarktverkäufer, Busfahrer, Justizbeamte und Lehrkräfte in weiterführenden Schulen. Dies seien Berufsgruppen, die kein Homeoffice machen könnten. Der nächste Schritt sei dann die generelle Aufgabe der Impfpriorisierung, äußerte sich Spahn. „Ich hab gesagt: im Juni. Wenn es früher geht, weil mehr Impfstoff kommt, gerne auch früher.“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich für eine Freigabe der Impfungen* für alle am besten noch im Mai 2021 ausgesprochen. * 24hamburg.de, kreiszeitung.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler

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