Der News-Ticker

Corona in Deutschland: Abgelaufener Impfstoff gespritzt! Bittere Panne aufgedeckt

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gesunken. Nach einer Panne wurde teils abgelaufener Biontech-Impfstoff gespritzt. News-Ticker.

  • Die Corona-Inzidenz sinkt erneut leicht, doch das RKI meldet mehr als 100 Todesfälle (siehe Ursprungsmeldung).
  • 74 Personen wurden in NRW mit abgelaufenem Impfstoff versorgt. (siehe Update vom 28. September, 16 Uhr).
  • In Berlin entfällt ab Montag die Maskenpflicht an Grundschulen (Update vom 28. September, 22.18 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

Update vom 28. September, 23.01 Uhr: Der Virologe Christian Drosten hält die derzeitige Beruhigung der Corona-Infektionslage für ein vorübergehendes Phänomen*

Berlin - Maskenpflicht an Grundschulen entfällt

Update vom 28. September, 22.18 Uhr: An den Berliner Grundschulen fällt die Maskenpflicht. Ab kommenden Montag müssen Schülerinnen und Schüler in der Klassen 1 bis 6 keine Masken mehr tragen, berichtet rbb. Das hat der Senat demnach am Dienstag beschlossen. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) begründete das am Dienstag mit der Belastung, die vom Tragen der Maske ausgeht. Freiwillig könne jeder weiter Maske tragen, betonte Scheeres demnach. Ab der siebten Klassenstufe bleibe die Maskenpflicht vorerst bestehen. Aber auch hier soll es am Montag eine Ausnahme geben: Bei Klausuren oder Klassenarbeiten und wenn die Schüler an ihrem Platz sitzen, könne die Maske abgenommen werden.

Corona in Deutschland: Abgelaufener Impfstoff gespritzt! Bittere Panne aufgedeckt

Update vom 28. September, 16 Uhr: Sie wollten sich den immunisierenden Pieks gegen das Coronavirus holen und haben dabei abgelaufenen Impfstoff verabreicht bekommen. Wie der Kreis Steinfurt in einem Statement bestätigt sei der Vorfall durch eine interne Kontrolle aufgefallen. 74 Menschen aus dem kreis Steinfurt in NRW wurden demnach mit abgelaufenem Biontech-Impfstoff versorgt. Für die Gesundheit der Betroffenen bestehe keine Gefahr, das vorgesehene Verwendungsdatum sei kurz überschritten worden. Betroffen seien ausschließlich mobile Impfaktionen die „zwischen dem 12. und dem 22. September an den Berufskollegs in Rheine und Steinfurt sowie auf der Ausbildungsmesse in Rheine stattgefunden haben“.

Wie der Kreis Steinfurt weiter erklärt seien alle Betroffenen mittlerweile schriftlich kontaktiert worden. „Nach Rücksprache mit einem immunologischen Experten aus dem Umfeld der STIKO (Ständige Impfkommission) gibt es eine hohe wissenschaftliche Wahrscheinlichkeit, dass der Impfstoff genügend Wirkung entfaltet“, so der Sprecher in dem Statement weiter. Um jedoch trotzdem sichergehen zu können bietet der Kreis Steinfurt nun Betroffenen an, drei Wochen nach der Zweitimpfung eine Untersuchung auf Antikörper gegen das Coronavirus durchführen zu lassen.

Baden-Württemberg: 60 Lehrerinnen und Lehrer positiv getestet

Update vom 28. September, 15.45 Uhr: Gut zwei Wochen nach Schulbeginn in Baden-Württemberg sind 60 Lehrkräfte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der infizierten Lehrerinnen und Lehrer steige zwar, man müsse sich aber aktuell „keine grauen Haare wachsen lassen“, sagte Kultusministerin Theresa Schopper am Dienstag in Stuttgart. Der Anteil entspricht nach Angaben des Kultusministeriums 0,04 Prozent der Lehrkräfte im Land (Stand Montag).

Durch die tägliche Testpflicht für ungeimpfte Lehrerinnen und Lehrer habe das Ministerium einen relativ guten Überblick über den
Impfstatus der Lehrkräfte. Die Ministerin betonte, dass der Schutz ungeimpfter Kinder unter zwölf Jahren von den Geimpften und Genesenen abhänge. „Ich würde mich nicht gegen eine Impfpflicht wehren hier an den Schulen“, erklärte Schopper. Das sei aber „nicht mehr die kriegsentscheidende Nummer“ wegen einer hohen Impfquote unter den Lehrkräften. Schopper schätzte, dass 80 bis 90 Prozent der Lehrkräfte in Baden-Württemberg geimpft sind.

Corona in Deutschland: Zahl der geimpften Personen steigt weiter an

Update vom 28. September, 13.15 Uhr: Die Temperaturen sinken, der Herbst hat in Deutschland Einzug gehalten und trotzdem sinken die Corona-Zahlen bereits seit Tagen (siehe Ursprungsmeldung unten). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich über jede vorgenommene Impfung zufrieden, mittlerweile sind nun fast drei Viertel der Erwachsenen und ein Drittel der Kinder zwischen 12 und 17 Jahren vollständig geimpft.

Wie das Robert Koch-Institut am Dienstag erklärt haben die dafür meist nötige zweite Spritze inzwischen 74,7 Prozent aller Menschen ab 18 Jahren bekommen - und 33,2 Prozent derjenigen von 12 bis 17 Jahren. Mindestens eine erste Impfung haben demnach 78,6 Prozent der Erwachsenen und 41 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erhalten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schrieb auf Twitter: „Das ist eine gute Quote.“ Jede weitere Impfung gebe allen mehr Sicherheit für Herbst und Winter. Insgesamt sind inzwischen 53,3 Millionen Menschen oder 64,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Mindestens einmal geimpft sind 56,4 Millionen Menschen oder 67,8 Prozent aller Einwohner.

Corona-Impfpflicht für „sensible Bereiche“? Arzt knöpft sich Verweigerer vor: „Verstand ausgeschaltet“

Ursprungsmeldung vom 28. September: Berlin - Der Trend geht weiterhin nach unten: Die Sieben-Tage-Inzidenz* in Deutschland ist leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 60,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 61,7 gelegen, vor einer Woche bei 68,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4171 Corona*-Neuinfektionen (RKI-Dashboard, Stand 4.23 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert bei 4664 Ansteckungen gelegen.

Corona in Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 101 Todesfälle verzeichnet. Das RKI* zählte seit Beginn der Pandemie 4.203.571 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 1,44 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen der hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Eine Verwaltungshelferin entfernt einen Aufkleber im Impfzentrum der Stadt Osnabrück. Das Impfzentrum wird aktuell zurückgebaut.

Corona in Deutschland: Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen?

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, bringt derweil eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen ins Gespräch gebracht. „Wenn viele Beschäftigte in Kitas, Schulen und Kliniken Impfungen weiter verweigern, sollte der Gesetzgeber ernsthaft über eine Impfpflicht in diesen sensiblen Bereichen nachdenken“, sagte Fischbach der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Wer mit vulnerablen Gruppen zu tun hat und die eigene Immunisierung ablehnt, hat seinen Verstand ausgeschaltet.“

Neben der Politik sieht der Verbandschef auch Betriebsärzte von Kliniken in der Verantwortung. „Sie müssen aufklären und das medizinische Personal an seine Pflicht erinnern, kranken Menschen zu helfen und sie vor Ansteckungen zu schützen, so Fischbach. Wer sich dem verweigere, der müsse Konsequenzen spüren, „die wehtun“. Er verwies darauf, dass Krankenhäuser oder Pflegeheime Impfverweigerer entlassen könnten. „Wenn es nach Monaten des Impfstoffüberschusses noch Ausbrüche in Pflegeheimen gibt, muss man die Zügel anziehen, und da darf Fachkräftemangel kein Gegenargument sein“, sagte er. (dpa/cibo) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa/Symbolbild

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