Verbale Pandemie-Entgleisung

Corona-Attacke: Kubicki feuert gegen Söder und „Saddam Hussein der Ärzte“

Wolfgang Kubicki (FDP) verschränkt die Arme und schaut grimmig. Markus Söder (CSU) macht ein verdutztes Gesicht. Im Hintergrund sind Blitze zu sehen.
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Wolfgang Kubicki (FDP) nennt Markus Söder (CSU) „charakterlos und menschlich erbärmlich“. (kreiszeitung.de-Montage)

Verbale Entgleisung von Wolfgang Kubicki: Der FDP-Politiker nennt Markus Söder (CSU) „erbärmlich“ und vergleicht Ärztechef Montgomery mit Diktator Saddam Hussein.

Neumünster – An Wolfgang Kubicki scheiden sich die Geister. Der FDP-Politiker polarisiert nicht zuletzt mit seinen Aussagen zur Corona-Pandemie. So kann der Kubicki beispielsweise nicht nachvollziehen, warum Ungeimpfte schlechter behandelt werden sollen als Geimpfte oder Genesene. In der jüngsten Episode seiner Corona-Statements langt der 69-Jährige verbal daneben.

Vizepräsident des Deutschen Bundestages:Wolfgang Kubicki
Geboren:3. März 1952 (Alter 69 Jahre), Braunschweig
Ehepartnerin:Annette Marberth-Kubicki (verh. 1997)
Partei:Freie Demokratische Partei
Amt:Mitglied des Deutschen Bundestages
Vorherige Ämter:Mitglied des Deutschen Bundestages (2002–2002) u.v.m.
Fernsehsendungen:Schlagabtausch - der Vierkampf von AfD, FDP, DIE LINKE und CSU, Deutschland Bilanz

Corona-Attacke von Wolfgang Kubicki (FDP): Markus Söder (CSU) ist „charakterlos und menschlich erbärmlich“

Im Rahmen des FDP-Landesparteitags im schleswig-holsteinischen Neumünster am Sonntag, 21. November 2021, holt Wolfgang Kubicki zur Schelte gegen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder aus. Der CSU-Politiker hatte unlängst verlauten lassen, dass „rasch, konsequent und sofort“ gehandelt wird. Laut der dpa sieht Kubicki dies jedoch grundlegend anders – und wirft Söder politische Nachlässigkeit in der Corona-Pandemie vor.

So würde Söder seine eigenen Karriereambitionen vor den Schutz der Bevölkerung stellen, heißt es von Kubicki. Und das sei schlichtweg „charakterlos und menschlich erbärmlich“. Der FDP-Politiker weist explizit auf die Pandemie-Lage im Süden der Republik hin, wo Corona-Infektionszahlen sowie die Sieben-Tage-Inzidenz dramatisch hohe Werte aufweisen*.

„Jeder kämpft nur noch für sich“: Wolfgang Kubicki (FDP) befürchtet Spaltung der Gesellschaft in der Corona-Krise

Zudem vergleicht Kubicki Bayern mit Sachsen. Zwei Bundesländer, in denen die Impfquoten vergleichsweise niedrig sind – und schon gar nicht an das Niveau von Impf-Spitzenreiter Bremen heranreichen. Für Kubicki sei dies letztendlich ein Resultat von politischer Nachlässigkeit.

„Jeder kämpft nur noch für sich“, merkt Wolfgang Kubicki an und befürchtet eine Spaltung der Gesellschaft. Das macht der FDP-Politiker an seiner eigenen Person fest. Wenn er Gast in Talkshows sei und online gefordert wird, ihn aus diesen öffentlichen Gesprächsrunden zu verbannen, da sich Kubicki für die Grundrechte einsetze*, „dann läuft was schief in diesem Land“.

FDP-Politiker Wolfgang Kubicki schimpft Weltärztechef Ulrich Montgomery den „Saddam Hussein der Ärzteschaft“

Doch schießt sich Wolfgang Kubicki nicht nur auf eine Person ein. Neben Markus Söder wird auch der Weltärztechef Ulrich Montgomery zur Zielscheibe seiner Kritik. Montgomery hatte sich zuletzt über die Ständige Impfkommission (Stiko), aber eben auch die FDP echauffiert.

Das kann Wolfgang Kubicki nicht kommentarlos stehen lassen und bezeichnet Montgomery als den „Saddam Hussein der Ärzteschaft“. Dem vorausgegangen war unter anderem die Aussage vom Weltärztechef, dass bestimmte Vertreter „in Worten und Handeln an vielen Stellen versagt“ hätten. Dies hatte Montgomery gegenüber der „Rheinischen Post“ verlauten lassen.

Zudem hieß es von Montgomery: „Wer apodiktisch sagt ´Keine Impfpflicht und nie wieder Lockdown´, der hat die Epidemiologie des Virus nicht verstanden und spielt ihm in die Hände*“. Zum Hintergrund: Vertreter von SPD und FDP sind gegen eine generelle Impfpflicht in Deutschland. Vor allem die FDP hatte in dieser Causa mit den Freiheitsrechten argumentiert.

Einsichtiger Kubicki: FDP-Politiker entschuldigt sich nach Corona-Attacke bei Ärztechef Montgomery für Hussein-Vergleich

Mittlerweile hat sich Wolfgang Kubicki für seinen Hussein-Vergleich aber bei Ärztechef Montgomery entschuldigt. „Ich habe heute mit Herrn Montgomery telefoniert und mich für meine Wortwahl entschuldigt“, wird Kubicki von der FDP zitiert. „Er hat mir erklärt, dass damit das Thema erledigt ist“.

Bei seinem Vergleich habe der FDP-Politiker „nicht an den Massenmörder gedacht, sondern nur an dessen Schnurrbart“. Für den verunglimpften Montgomery habe es wiederum „Stil“, dass sich Kubicki bei ihm persönlich entschuldigt hat. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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