Partei-Neuaufstellung

Neuer CDU-Vorsitz: Vize Strobl hofft auf Kontinuität an der Spitze

Die Bewerbungsfrist für den neuen CDU-Vorsitz läuft: Nach unruhigen Jahren in der Partei will Vize Thomas Strobl eine Parteispitze, die die Mitglieder eint.

Berlin – Die CDU ist offiziell auf der Suche nach einer neuen Parteispitze – zumindest läuft seit vergangenen Samstag die Bewerbungsphase. Nachdem Noch-CDU-Chef Armin Laschet nach dem historisch schlechtem Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2021 seinen Rückzug von der Parteispitze der Christdemokraten ankündigt hat, waren schnell mehrere Namen im Raum, die den ehemaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen beerben könnten. Größere Chancen haben derzeit die Politiker Friedrich Merz und Norbert Röttgen. Neben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus, könnte sich auch Carsten Linnemann, Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU, um das Amt bewerben.

Deutsche Partei:Christlich Demokratische Union Deutschlands
Partei­vorsitzender: Armin Laschet
Gründung:26. Juni 1945 bzw. 20. bis 22. Oktober 1950
General­sekretär: Paul Ziemiak

CDU-Vorsitz: Thomas Strobl hofft auf mehr Kontinuität an der Spitze

Bereits vor der Wahl war es unruhig in der Partei und so ist es wenig verwunderlich, dass sich die CDU-Mitglieder erhoffen, wieder in ruhigere Fahrwasser zu kommen. Der stellvertretende CDU-Bundeschef Thomas Strobl sagte den Zeitungen Heilbronner Stimme und Südkurier: „Wir haben bald im fünften Jahr die vierte Person im Bundesvorsitz, da braucht es wieder Kontinuität.“ Insgesamt fünf Männer wollen an die CDU-Spitze – in Hinterzimmern soll es angeblich schon zu Absprachen gekommen sein.

Parteivize Thomas Strobl (CDU) hofft auf Kontinuität in seiner Partei.

„Die wichtigste Aufgabe des neuen Vorsitzenden wird es sein, die Union zusammenzuführen und unterschiedlichste Lebenserfahrungen und Interessen zu integrieren“, so Strobl weiter. Außerdem sprach sich der Politiker deutlich dafür aus, dass das Profil der Union nach dem Wahldebakel wieder geschärft werden muss, um zu zeigen, wofür die Union steht. Auch im Hinblick auf eine mögliche Ampelkoalition sprach er sich dafür aus, dass die CDU gute Oppositionsarbeit machen müsse.

CDU-Vize Thomas Strobl: Bundesvorsitzender muss Union wieder vereinen

„Der neue Bundesvorsitzende muss dafür sorgen, dass die Union die Oppositionsrolle annimmt und kraftvoll ausfüllt“, forderte der 61-Jährige. Entgegen der Bestrebungen vieler Parteikollegen plant Strobl allerdings nicht, erneut als Bundesvize anzutreten. „Natürlich werde ich alles dafür tun, dass wieder eine oder ein stellvertretender Bundesvorsitzender aus Baden-Württemberg kommt.“ Wenn es nach den Deutschen geht, gibt es einen klaren Favoriten im Wettrennen um die Parteispitze.

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Während sich Strobl für eine Einheit an der CDU-Spitze ausspricht, fordert die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher bei der Neuaufstellung der CDU eine stärkere Einbindung von Frauen – seit der Ära Merkel spielten weibliche CDU-Mitglieder selten eine tragende Rolle. „Ich halte es für elementar wichtig, dass dieses Team zum einen auch Frauen an sichtbaren und verantwortungsvollen Positionen hat, aber auch die gesamte Breite der Partei sichtbar macht“, so die Politikerin gegenüber der Rheinischen Post. „Die CDU kann nur dann zu neuer Stärke finden, wenn wir uns den strukturellen Problemen, die wir haben, stellen und diese schnell und konsequent aufarbeiten.“

CDU: Annette Widmann-Mauz fordert größere Rolle von Frauen

„Frauen müssen echte Partnerinnen sein und nicht nur als Feigenblatt dienen, damit das Bild stimmt“, sagte auch die Vorsitzende der Frauen Union, Annette Widmann-Mauz der Rheinischen Post. Derzeit gebe es keine Ministerpräsidentin, eine CDU-Landesvorsitzende, eine CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, keine Bezirksvorsitzende und nur 39 Kreisvorsitzende, so Widmann-Mauz.

Nach der Bundestagswahl und dem schlechten Abschneiden der Union war in den Reihen der CDU Unruhe ausgebrochen. Nachdem Armin Laschet schließlich die Verantwortung auf sich genommen hatte, kündigte er an, an der Parteispitze Platz für einen Nachfolger zu machen. Wenig später zog sich Laschet auch von seinen Ämtern in Nordrhein-Westfalen zurück: Dort übernahm Hendrik Wüst den CDU-Vorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa/Archivbild

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