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CDU: Alles über die Christlich Demokratische Union Deutschlands

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Von: Joshua Schößler

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Ein Passant geht an einem Logo der CDU vorbei. © Oliver Dietze/dpa/Symbolbild

Die CDU ist fester Bestandteil der deutschen Gesamtpolitik. Doch woher genau stammt die selbsternannte „Volkspartei“ eigentlich?

Berlin – Die CDU ist laut Eigenbeschreibung eine Volkspartei der Mitte. Sie bildet eine Fraktionsgemeinschaft mit der Christlich-Sozialen Union (CSU). Zwar hat die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) die meisten Parteimitglieder, aber bei der Regierungsverantwortung auf Bundesebene führt die CDU.

Die Geschichte ihrer Bundeskanzler reicht von Konrad Adenauer bis Angela Merkel. Die Organisation gilt als Nachfolgerin der katholischen Zentrumspartei. Sie begann nach dem Zweiten Weltkrieg als Sammlungsbewegung des bürgerlichen Lagers, die eine Brücke zum protestantischen Milieu schlug.

Wofür steht die Abkürzung CDU?

Die Abkürzung CDU steht für Christlich Demokratische Union Deutschlands. 1950 erfolgte die Gründung der CDU. Erster Bundeskanzler und Parteivorsitzender wurde Konrad Adenauer, auf ihn folgten Ludwig Erhard und Kurt Georg Kiesinger. Fast gelang dies auch Rainer Barzel im Jahr 1972. Im Jahr 1982 begann Helmut Kohl seine Kanzlerschaft, Angela Merkel wurde 2005 Bundeskanzlerin. Das Wirken Heiner Geißlers, Kurt Biedenkopfs und Wolfgang Schäubles zeigt den Einfluss weiterer Amtsträger in der Partei. Die CDU-Bundesgeschäftsstelle befindet sich im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin.

Im Jahr 1949 fand die erste Bundestagswahl in der bundesdeutschen Geschichte statt. Die Unionsparteien, die CDU-Vorgänger, waren Wahlsieger. Sie stellten mit Konrad Adenauer den Bundeskanzler, der auch zum CDU-Parteivorsitzenden gewählt wurde. Unter Ludwig Erhard als Bundeswirtschaftsminister trat in Deutschland ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Die Politik beruhte auf dem Konzept der Sozialen Marktwirtschaft. Erhard sollte Adenauer später als Kanzler folgen, aber bald schon von Kurt Georg Kiesinger abgelöst werden. 1953 gewann die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) erneut die Bundestagswahl.

CDU: Wer war bisher alles Vorsitz?

1957 erreicht die CDU erstmals die absolute Mehrheit

1957 erreichte die Partei die absolute Mehrheit. Die Westbindung der BRD mit Nato-Beitritt und Anlehnung an die USA war zentrales Thema. Adenauer konnte auf insgesamt 14 Jahre Amtszeit zurückblicken. Helmut Kohl und Angela Merkel sollten noch länger als Kanzler regieren. Im Jahr 1962 entstand das Amt des Generalsekretärs, um den Kanzler zu entlasten. In der Position wirkten später Politiker wie Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf. Aber auch Vertreter wie Rainer Barzel und Wolfgang Schäuble sollten sich um die CDU verdient machen.

Bei der Wahl im Jahr 1961 verzeichnete die Christlich Demokratische Union Deutschlands erhebliche Stimmenverluste, ein Grund war Konrad Adenauers zögerliche Reaktion auf den Mauerbau. Er trat im Jahr 1963 zurück. Der neue Bundeskanzler Ludwig Erhard erlebte im Jahr 1966 den Koalitionsbruch durch die Freie Demokratische Partei (FDP). Der baden-württembergische Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger bildete eine Große Koalition mit der SPD unter Willy Brandt und wurde Kanzler. Bei der Wahl im Jahr 1969 war die CDU stärkste Partei, aber SPD und FDP stellten die Regierung. Erstmalig in der Geschichte folgte der Gang in die Opposition, wo sich später die Generalsekretäre Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf auszeichneten.

Welche CDU-Politiker stellen das Amt des Ministerpräsidenten?

BayernMarkus Söder
HessenBoris Rhein
Nordrhein-WestfalenHendrik Wüst
SachsenMichael Kretschmer
Sachsen-AnhaltReiner Haseloff
Schleswig-HolsteinDaniel Günther

Erneute Oppositionsarbeit war im Jahr 1998 unter Helmut Kohl, mit Wolfgang Schäuble als Parteivorsitzenden angesagt. Im Jahr 1971 übernahm Rainer Barzel den Parteivorsitz. Im Jahr 1972 wollte er Kanzler Brandt mit einem konstruktiven Misstrauensvotum ablösen und scheiterte. Später wurde die Bestechung zweier CDU-Abgeordneter durch die DDR-Staatssicherheit bekannt. Angela Merkel bezeichnete das Scheitern Barzels kurz vor der Kanzlerschaft beim Trauerstaatsakt zu seinen Ehren im Jahr 2006 als tragisch.

Die Ära Kohl in der CDU

Auf Rainer Barzel folgte Helmut Kohl als Parteivorsitzender, der die organisatorische und programmatische Modernisierung der Partei vorantrieb. In Wahlkämpfen machte die Christlich Demokratische Union Deutschlands Boden gut. Daran hatten die Generalsekretäre Kurt Biedenkopf und ab dem Jahr 1977 Heiner Geißler erheblichen Anteil. Im Jahr 1982 kehrte die CDU an die Macht zurück und Helmut Kohl wurde nach Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und Kurt Georg Kiesinger vierter Bundeskanzler für die Partei und blieb gleichzeitig Vorsitzender.

Kritik innerhalb der Partei führte auf dem Parteitag in Bremen 1989 zu einem „Putschversuch“, den Kohl abwehrte und in dessen Folge Heiner Geißler als Generalsekretär abgewählt wurde. Kohls Wirken in der Geschichte der deutschen Wiedervereinigung und sein außenpolitischer Status sicherte ihm weiterhin die Macht. Im Jahr 1998 verlor die CDU die Wahl. Ein weiterer Schlag war die Affäre um Parteispenden im Jahr 2000. Kohl trat als Ehrenvorsitzender der Partei zurück. Wolfgang Schäuble gab den Parteivorsitz ab und Angela Merkel wurde seine Nachfolgerin.

Die Ära Angela Merkel in der CDU

Angela Merkel erfüllte im Jahr 2000 das Amt des Generalsekretärs, wie früher Heiner Geißler oder Kurt Biedenkopf. Im Jahr 2005 übernahm sie nach Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Helmut Kohl und Beinahe-Kanzler Rainer Barzel das Kanzleramt für die Christlich Demokratische Union Deutschlands, als erste Frau in der deutschen Geschichte.

NameCDU
Gründung26. Juni 1945
Mitglieder384.204
VorsitzFriedrich Merz
GründungsortGoslar
HauptsitzBerlin

Die CDU regierte mit der SPD. Wolfgang Schäuble wurde Innenminister. Im Jahr 2009 koalierte die CDU mit den Liberalen, ab 2013 mit der SPD. Als Merkel angesichts der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten im Jahr 2015 ablehnte, die nationalen Grenzen zu schließen, wurde sie vielfach kritisiert – auch aus den eigenen Reihen. Im Jahr 2017 begann in Koalition mit der SPD Merkels vierte Amtszeit als Kanzlerin. Annegret Kramp-Karrenbauer folgte ihr im Jahr 2018 als Parteivorsitzende und kündigte für 2020 ihren Rückzug an. Ihr folgte Armin Laschet im Januar 2021 als Bundesvorsitzender der CDU, der im Januar 2022 das Amt des Parteivorsitzenden an Friedrich Merz abtrat. Nach vier Amtszeiten als Bundeskanzlerin entschied sich Angela Merkel bei der Bundestagswahl 2021 gegen eine erneute Kandidatur.

Die CDU und ihre Kanzler

Die Geschichte der Christlich Demokratischen Union Deutschlands ist durch die jeweiligen Bundeskanzler geprägt. Unter Konrad Adenauer spielt die Westbindung eine wichtige Rolle, er schuf die sogenannte Sogtheorie, wonach ein neutrales Deutschland Gefahr laufe, in den Sog der Sowjetunion zu geraten. Das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft wurde unter den Kanzlern Ludwig Erhard und Kurt Georg Kiesinger weitergeführt und ist bis heute Parteigrundsatz. In der Opposition entwickelte sich die CDU zur pluralistischen Volkspartei. Während Rainer Barzel die Fraktion führte, dominierte die Auseinandersetzung mit der Brandtschen Ostpolitik.

Unter dem Parteivorsitzenden Helmut Kohl und den Generalsekretären Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler erfolgte in den siebziger Jahren die Modernisierung der Partei. Das erste Grundsatzprogramm von 1978 betonte Chancengerechtigkeit und setzte eher soziale Akzente. In Helmut Kohls Kanzlerschaft ab 1982 waren die Wiedervereinigung Deutschland und die Europapolitik wichtige Themen. In den Oppositionsjahren ab 1998 wurden unter dem Parteivorsitzenden Wolfgang Schäuble programmatische Neuerungen eingeleitet, bis sich der Parteispendenskandal ereignete. Danach öffnete sich die Union, wie diese Forderungen des Grundsatzprogramms von 2007 zeigen. Die Kanzlerschaft Angela Merkels kennzeichnete inhaltlich insgesamt ein pragmatischer Regierungskurs. Sie endete nach der Bundestagswahl 2021. Die CDU wechselte in die Opposition, ihr Vorsitzender wurde Friedrich Merz. (Joshua Schößler)

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