Bundeswahl-Ticker

Wahlkampf auf Instagram: Baerbock erreicht die meisten Menschen

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Von Hausfrauen bis Juristen

Bundestagswahl 2021: In welchen Berufen die Kandidaten arbeiten
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Bundestagswahl 2021

Wahlumfragen: Warum die AfD kaum vom Laschet-Debakel profitiert
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Porträt

Janine Wissler: Geschätzt und gefürchtet – die Vorsitzende der Linken
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Wahl-Check

Bundestagswahl 2021: So stehen die Parteien zur Bundeswehr
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Bundestagswahl 2021

Am 26. September 2021 findet die nächste Bundestagswahl statt. Alle vier Jahre wählt Deutschland, wer für die nächste Legislaturperiode mit wie vielen Sitzen ins Parlament einzieht, die politischen Entscheidungen trifft und zum Gesetzgeber wird. Rund 60,4 Millionen Menschen sind bei der Bundestagswahl wahlberechtigt. Insgesamt 47 Parteien nehmen an der Bundestagswahl teil.

CDU/CSU und die SPD stellen momentan die Regierung. Die Opposition sieht dieses Jahr aber eine große Chance das zu ändern: vor allem die Grünen und ihre Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Für die SPD sieht es aktuell wieder besser aus. Nach einem langen Tief in den Umfragen konnte die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz wieder zu Baerbock und CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet aufschließen und sogar überflügeln. Die Grünen hingegen sind in der sogenannten Sonntagsfrage deutlich zurückgefallen und haben somit nur wenig Chancen auf das Kanzleramt.

Sonntagsfrage

Direktwahl

Wahl-Check

Bundestagswahl 2021: So stehen die Parteien zu Russland

Außenpolitik spielt bei der Bundestagswahl vorrangig im Zusammenhang mit der Nato eine Rolle. Aber auch zum Verhältnis …
Bundestagswahl 2021: So stehen die Parteien zu Russland

Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl im Check: Außenpolitik – das planen die Parteien

Die Haltung bei außen- und sicherheitspolitischen Fragen sind bei den Parteien sehr unterschiedlich. Die Positionen der …
Bundestagswahl im Check: Außenpolitik – das planen die Parteien

Bundestagswahl 2021

Wahlprogramme im Check: Worauf Mieter jetzt achten sollten

Eigenheim schützen oder Sozialwohnungen bauen? Vor der Bundestagswahl streiten die politischen Lager um Mieten und …
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Die Bilanz

Triell: Zwei gegen eins – Laschet von Rot-Grün ausgebremst

Drei Kandidaten, drei Trielle: Der TV-Schaukampf ist beendet. Am Ende gewann Rot-Grün. Insofern war die Debatte bei …
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Sven-Christian Kindler im Interview

Bundestagswahl: „Klimaschutz ist Überlebensfrage für uns Menschen“

Er ist das schlechte Gewissen von Olaf Scholz: Sven-Christian Kindler. Der Grüne aus Niedersachsen streitet mit ihm um …
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Kommentar

Triell: Pseudo-Gerangel vor Bundestagswahl bei ProSieben

Drei Kandidaten, dritter Anlauf: Bei ProSieben stieg das Triell. Gleiche Personen, gleiche Inhalte – und die Frage: Hat …
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Bundestagswahl 2021

Wen soll ich wählen? Wahl-O-Mat und die besten Alternativen

Der Wahl-O-Mat ist die bekannteste digitale Entscheidungshilfe zur Bundestagswahl. Online gibt es allerdings jede Menge …
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Bundestagswahl 2021

Der unterschätzte Armin: Warum Laschet den Trend drehen kann

Lachnummer und Verlierer: In Umfragen wird Armin Laschet (CDU) bereits abgestempelt. Doch er wurde schon oft …
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Finanzskandal

Olaf Scholz (SPD) verteidigt Arbeit von Anti-Geldwäsche-Einheit FIU

Die Behörde habe in drei Jahren mehr geschafft als in 30 Jahren: Olaf Scholz (SPD) hat die Vorwürfe gegen die …
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Direktmandat in Gefahr

Wahlumfragen: CDU-Politiker wie Amthor oder Maaßen bangen um Bundestag

Die schwachen Umfragen könnten bekannten CDU-Gesichtern bei der Bundestagswahl 2021 zum Verhängnis werden. …
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Taktik versus Herz

Bundestagswahl: Wen soll ich am Sonntag wählen? Ein Ratgeber

Welche Partei passt zu mir? Kurz vor der Bundestagswahl sind viele Deutsche verunsichert. Unser Tipp: Taktisches Wählen …
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Kampf um das Kanzleramt

Wahlumfragen zur Bundestagswahl: Voll daneben oder besser als ihr Ruf?

Scholz oder Laschet? Vor der Bundestagswahl wird über die Aussagekraft der Umfragen gestritten. Doch die Demoskopen …
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Überlebensfrage

Bundestagswahl im Themen-Check: Klimaschutz – was kann man tun?

Hitzewellen, Hochwasser, Waldbrände: Die Folgen des Klimawandels sind vor der Bundestagswahl spürbar. Doch was kann man …
Bundestagswahl im Themen-Check: Klimaschutz – was kann man tun?

Spitzenkandidat 2021:

Armin Laschet: Alles über den CDU-Kanzlerkandidaten

Armin Laschet, CDU-Urgestein aus Nordrhein-Westfalen, soll es bei der Bundestagswahl für die CDU richten. Aber wer ist …
Armin Laschet: Alles über den CDU-Kanzlerkandidaten

Eine Frau an der Spitze der Macht

Annalena Baerbock – Die Ziele der Kanzlerkandidatin von Bündnis …

Annalena Baerbock ist Kanzlerkandidatin für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Sie vertritt die Werte der Partei schon …
Annalena Baerbock – Die Ziele der Kanzlerkandidatin von Bündnis 90/Die Grüne

Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl 2021: Alle wichtigen Infos einfach und kurz zusammengefasst

Was ist die Bundestagswahl? Und wer steht zur Wahl als Bundeskanzler? Alles zum Ablauf und Organisation der kommenden Bundestagswahl im September 2021.

Berlin – Alle vier Jahre haben die Bürger Deutschlands das verfassungsmäßige Recht bei der Bundestagswahl, die Mitglieder des Bundestages zu wählen. Damit entscheiden sie, welche Parteien in den Bundestag einziehen, wie viele Sitze die jeweiligen Parteien erhalten und welche Partei oder Koalition verschiedener Parteien die neue Regierung bildet.

  • Parlament für vier Jahre: Am 26. September findet die Bundestagswahl 2021 statt.
  • Wählerinnen und Wähler entscheiden mit zwei Kreuzen über die Abgeordneten im Bundestag.
  • Die aktuellsten Nachrichten und News zur Bundestagswahl 2021 erfahen Sie hier auf unserer Themenseite.

  • Am 26. September ist es so weit: Bei der Bundestagswahl 2021 wird der 20. Bundestag der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Über 60 Millionen Wählerinnen und Wähler sind dazu aufgerufen, ihre politische Stimme abzugeben. Bei der Bundestagswahl kann man zwei Kreuze setzen, mit dem ersten wählt man ein Direktmandat aus dem eigenen Wahlkreis und mit dem zweiten den Bundestag selbst.

    Aktuell regiert in Deutschland die sogenannte Große Koalition (GroKo) aus CDU/CSU und SPD. Bundeskanzlerin ist die CDU-Politikerin Angela Merkel. Erster Bundestagspräsident ist Wolfgang Schäuble, als Vertretung stehen unter anderem Petra Pau (Die Linke) und Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) bereit.

    Deutscher Bundestag: Welche Funktionen und Aufgaben kommen diesem für die Bundesrepublik Deutschland zu?


    Der Deutsche Bundestag ist ein Regierungsorgan, das in Deutschland dem Zweck der Volksvertretung dient. Für die Gesetzgebung ist das Parlament das wichtigste und entscheidende Organ. Der Deutsche Bundestag sitzt im Reichstagsgebäude in Berlin.
    Die hauptsächliche Funktion des Deutschen Bundestags ist die Gesetzgebung. Außerdem wacht der Bundestag über die Regierungsarbeit und entscheidet über den Haushalt des Bundes und Einsätze der Bundeswehr.

    Nach der Bundestagswahl 2021: Wer wird Bundestagspräsidentin beziehungsweise Bundeskanzler?


    Der Bundestagspräsident wird zu Anfang jeder Legislaturperiode von den Abgeordneten gewählt. Auch das Bundeskanzleramt wird nach jeder Bundestagswahl neu besetzt.
    Die Wahl der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers zählt in den Aufgabenbereich des Deutschen Bundestags. Die Kandidaten werden alle vier Jahre vom amtierenden Bundespräsidenten vorgeschlagen, und dann vom Parlament gewählt.

    Erststimme und Zweitstimme im Wahlbüro oder per Briefwahl: So bestimmen die Wahlkreise den Bundestag


    Alle vier Jahre werden die Mitglieder des Deutschen Bundestages frei und geheim gewählt. Der Bundestag ist das einzige Organ, das vom Staatsvolk direkt gewählt wird. Jede Wählerin und jeder Wähler hat zwei Stimmen zur Verfügung:

  • Die Erststimme bestimmt den Abgeordneten des Wahlkreises
  • Mit der Zweitstimme wird die Landesliste gewählt

  • Alle Mitglieder des Bundestags können bei den Bundestagswahlen 2021 also durch ein Direktmandat oder durch die Landesliste ihrer Partei in den Deutschen Bundestag kommen.
    Seit der Bundestagswahl 2002 ist die Bundesrepublik in 299 Wahlkreise eingeteilt. Auf der Website des Bundeswahlleiters gibt es eine Karte, auf der alle verzeichnet sind.
    Wählerinnen und Wähler können ihre Stimmen am Wahlsonntag in einem Wahlbüro vor Ort abgeben. Detaillierte Informationen dazu erhält jede oder jeder Wahlberechtigte im Voraus der Wahl.
    Auch die Briefwahl wird bei der Bundestagswahl – gerade zu Corona-Zeiten – immer beliebter. Darüber wird im Vorfeld der Bundestagswahl in einem Informationsschreiben informiert.

    Bundestagswahl 2021: Was bedeutet die Fünf-Prozent-Hürde für die kleinen Parteien?


    Für den Einzug in den Bundestag ist es nötig, dass Parteien mehr als 5 Prozent der Stimmen erhalten. Ziel dieser Regelung ist es, stabile Mehrheiten zu fördern. Bei der Bundestagswahl 2013 blieben 6,8 Millionen Zweitstimmen (15,7 Prozent) übrig, dadurch geriet die Hürde in die Kritik.
    Üblicherweise liegt der Anteil der unberücksichtigten Stimmen bei insgesamt höchstens sieben Prozent.

    26. September 2021: Wie wird der Termin für die Bundestagswahl festgelegt?


    Der Wahltermin orientiert sich immer am Wahltermin der vorherigen Legislaturperiode, also in diesem Fall am Termin der Wahl des 18. Bundestages 2017. 46 bis 48 Monate dürfen die Wahlen auseinanderliegen, außerdem muss der Wahltag auf einem Sonntag oder Feiertag liegen. Der genaue Wahltermin wird vom Bundespräsidenten, also aktuell Frank-Walter Steinmeier festgelegt.
    In der Regel folgt der Bundespräsident dabei dem Vorschlag des Bundeskabinetts. Hierfür werden vorab zudem die einzelnen Fraktionen des Bundestags sowie Vertreter der Länder befragt.
    Auf den Tag der Bundestagswahl fallen aber im Superwahljahr 2021 mehrere Wahlen: am 26. September finden außerdem die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen statt, außerdem wird in Berlin das Abgeordnetenhaus gewählt.

    Wer ist bei der Bundestagswahl wahlberechtigt und darf seine Stimme für den Bundestag abgeben?


    Die Wahlberechtigung zu Bundestagswahlen in Deutschland ist im Grundgesetz geregelt. Gemäß Artikel 38 Absatz 2 des Grundgesetzes und Paragraf 12 des Bundeswahlgesetzes dürfen alle deutschen Bürger, die am Wahltag ihr 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten in Deutschland leben, bei einer Bundestagswahl ihre Stimme abgeben. In der Regel können auch im Ausland lebende Deutsche mittels Briefwahl an der Bundestagswahl teilnehmen.
    Vom Wahlrecht ausgeschlossen sind Personen, denen aufgrund eines Richterspruchs ihr Wahlrecht aberkannt wurde. In der Regel geschieht dies bei verurteilten Straftätern, die sich des Landesverrats oder der Wahlbehinderung schuldig gemacht haben.

    Wahlberechtigt sind in Deutschland folgende Personengruppen:


  • Personen, die am Tag der Bundestagswahl mindestens 18 Jahre alt sind,
  • und außerdem mindestens drei Monate lang ihren Wohnsintz in der BRD haben oder sich gewöhnlich dort aufhalten.

  • Unter den über 60 Millionen Wahlberechtigten werden auch in diesem Jahr wieder weit über 2 Millionen Erstwähler sein.
    Etwa 4,6 Prozent der Stimmen könnten dieses Jahr von den Erstwählern kommen und das Ergebnis dementsprechend nachhaltig beeinflussen, trotzdem wird die Wählerschaft immer älter, wie seit längerem mehrere Statistiken zeigen. Die aktuelle Generation Erstwähler ist fast ausschließlich mit Angela Merkel aufgewachsen.

    Organisation der Bundestagswahl in Deutschland


    Organisiert und überwacht wird die Bundestagswahl vom Bundeswahlleiter. Seit 1. November 2017 hat der Präsident des Statistischen Bundesamtes Georg Thiel diese Funktion inne. Da die letzte Wahlperiode zum 19. Bundestag 2017 am 24. Oktober 2017 begann, muss der Wahltermin zur Bundestagswahl 2021 im Zeitraum Mittwoch, 25. August 2021 bis Sonntag, den 24. Oktober 2021 liegen.
    Eine neue Bundestagswahl findet alle vier Jahre gemäß einer laufenden Wahlperiode statt. Bisher fiel der Wahltermin bei zehn Bundestagswahlen auf den September. Im Oktober wurde der Bundestag bisher dreimal gewählt.

    Bundestagswahl am 26. September 2021: Der Ablauf am Wahltag


    Die eigentliche Bundestagswahl wird als Urnenwahl mit amtlichen Stimmzetteln abgehalten. Für einzelne Gemeinden und Stadtteile mit bis zu 2500 Einwohnern werden Wahlbezirke mit einem sogenannten Wahlraum gebildet. Hierbei wird darauf geachtet, dass der Wahlraum barrierefrei ist, um auch in der Mobilität eingeschränkten Personen eine Teilnahme an der Bundestagswahl 2021 zu ermöglichen.
    Wahlberechtigte haben auf dem Wahlzettel zwei Stimmen. Hierbei handelt es sich um die Erst- und Zweitstimme. Mit der Erststimme wird der Direktkandidat des jeweiligen Wahlkreises gewählt. Die Zweitstimme dient zur Bestimmung der Partei, die der Wähler im Bundestag vertreten sehen will. Gewonnene Wahlkreismandate werden mit der Zweitstimme verrechnet.
    Alle Wahlberechtigten, die in einem Wählerverzeichnis eingetragen sind, haben zudem die Möglichkeit der Briefwahl. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie werden bei der Bundestagswahl 2021 außergewöhnlich viele Briefwähler erwartet. Auch in den letzten Jahren erfreute sich die Briefwahl größerer Beliebtheit. Nahmen im Jahr 1957 4,9 Prozent per Briefwahl teil, stieg der Anteil bei der letzten Bundestagswahl auf 28,6 Prozent.

    Übersicht der letzten Bundestagswahlen


  • 24. September 2017 Wahl zum 19. Bundestag mit einer Wahlbeteiligung von 76,2 Prozent
  • 22. September 2013 Wahl zum 18. Bundestag mit einer Wahlbeteiligung von 71,5 Prozent
  • 27. September 2009 Wahl zum 17. Bundestag mit einer Wahlbeteiligung von 70,7 Prozent
  • 18. September 2005 Wahl zum 16. Bundestag mit einer Wahlbeteiligung von 77,7 Prozent

  • Zulassung von Parteien zur Bundestagswahl 2021


    An der kommenden Bundestagswahl 2021 können insgesamt 53 Parteien teilnehmen. Um als Partei an einer Bundestagswahl teilnehmen zu können, bedarf es formaler Voraussetzungen, die durch den Bundeswahlausschuss geprüft werden. Neben den etablierten Parteien finden sich darunter auch die sogenannten Kleinstparteien, die sich einen Sprung in den Bundestag erhoffen.
    Oftmals scheitern diese allerdings an der Sperrklausel der Fünf-Prozent-Hürde. Diese besagt, dass eine Partei erst Mandate für den Bundestag erhält, wenn sie mindestens eine Quote von fünf Prozent der Zweitstimmen erhält. Sollte die Partei weniger Stimmen erhalten, ist ein Einzug in den Bundestag nicht möglich.
    Bekanntere Kleinstparteien sind zum Beispiel die Satirepartei „Die Partei“ mit Parteivorsitzenden Martin Sonneborn oder die Freien Wähler, die bisher die 5-Prozent-Hürde nicht überwinden konnten.

    Wahljahr: Welche Parteien treten zur Bundestagswahl 2021 an?


    Alle Parteien, die aktuell im Parlament vertreten sind, treten auch zur Bundestagswahl 2021 wieder an: CDU/CSU, SPD, AfD, FDP, Grüne und Linke – außerdem die fraktionslosen Parteien im Bundestag „Die Partei“ und die LKR.
    Erstmals zur Bundestagswahl antreten werden 2021, die Basisdemokratische Partei Deutschlands, die Antifaschistische Demokratische Partei, Der III. Weg, Team Todenhöfer, WiR2020 und Volt Deutschland. Außerdem zur Wahl stehen:

  • Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz
  • Bayernpartei
  • Bündnis C – Christen für Deutschland
  • Bürgerrechtsbewegung Solidarität
  • Demokratie in Bewegung
  • Deutsche Kommunistische Partei
  • Die Grauen – Für alle Generationen
  • Die Urbane. Eine HipHop Partei
  • Freie Wähler
  • Humanwirtschaftspartei
  • Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands
  • Menschliche Welt
  • Nationaldemokratische Partei Deutschlands
  • Partei Mensch Umwelt Tierschutz
  • Nationaldemokratische Partei Deutschlands
  • Partei der Humanisten
  • Partei für Gesundheitsforschung
  • Piratenpartei Deutschland
  • Ökologisch-Demokratische Partei
  • Sozialistische Gleichheitspartei
  • Unabhängige für bürgernahe Demokratie

  • Zusammensetzung des Bundestages bei der letzten Wahl 2017


    Nach den Ergebnissen von 2017 im zuletzt gewählten 19. Deutschen Bundestag sind dort derzeit neun Parteien vertreten. Die meisten Abgeordneten der bisherigen Legislaturperiode entfallen hierbei auf die CDU mit 200 Abgeordneten und 46 auf die CSU.
    CDU/CSU treten bei Bundestagswahlen gemeinsam an. Die Fraktionsgemeinschaft der beiden unabhängigen Parteien ist eine Besonderheit in Deutschland und nur deshalb möglich, da beide Parteien in keinem der 16 Bundesländer gegeneinander antreten. So kann die CSU bei Landtagswahlen nur in Bayern gewählt werden. Mit 152 Abgeordneten folgt ihr die SPD als zweitstärkste Kraft.
    Als drittstärkste Kraft und gleichzeitig größte Oppositionspartei ist derzeit die AfD mit 88 Sitzen vertreten. Dahinter folgen die FDP mit einer Fraktionsstärke von 80, Die Linke mit 69 sowie die Grünen mit 67 Abgeordneten. Weiterhin sind acht Abgeordnete fraktionslos, darunter auch Frauke Petry, die ehemalige Parteisprecherin der AfD.

    Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl: Wer löst Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Bundestagswahl 2021 ab?


    Neben der CDU/CSU und SPD haben diesmal auch Die Grünen eine eigene Kanzlerkandidatin aufgestellt. Bereits im Sommer 2020 stand fest, dass der derzeitige Finanzminister Olaf Scholz für die SPD antreten sollte. Die CDU/CSU einigten sich nach Diskussionen auf Armin Laschet. Lange lieferte sich Laschet einen internen Machtkampf mit Markus Söder von der CSU.
    Mit Annalena Baerbock stellen die Grünen erstmals in der Geschichte eine eigene Kanzlerkandidatin. Baerbock wurde am 12. Juni auf einem digitalen Parteitag als Spitzenkandidatin der Grünen bestätigt.
    Darüber hinaus erhofft sich die FDP mit Spitzenkandidat Christian Lindner zahlreiche Wählerstimmen. Für die AfD tritt das Duo Alice Weidel und Tino Chrupalla an und die Linkspartei geht mit Janine Wissler und Dietmar Bartsch für die Bundestagswahl 2021 in das Rennen.

    Prognosen zur Bundestagswahl 2021 – welche Rolle spielt die Sonntagsfrage


    Die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl führen mehrere Forschungsinstitute wöchentlich durch. Laut einer Umfrage des Sozialforschungsinstitut Insa vom 15. März 2021 haben Union und SPD in der letzten Legislaturperiode je 3,5 Prozent an Beliebtheit eingebüßt, die Grünen dagegen gut 8 Prozent gewonnen. AfD und Linke haben einen Prozentpunkt verloren und die FDP bleibt vergleichsweise konstant.
    Laut Forsa (Stand: 18. August) schafft es die CDU auf 23 Prozentpunkte, die SPD liegt aber erstmals mit 21 Prozentpunkten knapp dahinter. Die Grünen indes verlieren und rutschen mit 19 Punkten auf Rang drei ab. Bei FDP (12), AfD (10) und Linkspartei (6) änderte sich unterdessen kaum etwas.
    Gleich geblieben ist auch das Ranking nach der persönlichen Präferenz. Könnten die Deutschen den Kanzler direkt wählen, dann würden sich 29 Prozent für Scholz entscheiden, 15 Prozent für Baerbock und nur 12 Prozent für Laschet.
    Den Angaben zufolge kann Scholz dabei auch zunehmend bei enttäuschten Unionswählern punkten. Gerade diese Tatsache ist für Laschet ein ungeheurer Tiefschlag. Hatte er lange wie der sichere Sieger im Rennen um die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgesehen, leistete er sich mit einer Plagiatsaffäre oder seinem unglücklichen Auftreten im Flut-Katastrophen-Management einige Patzer und würgte seinen Wahlkampf selber ab. Selbst Parteifreunde geißeln seine Kampagne mittlerweile unverhohlen als inhaltsleer.
    Unter Berücksichtigung möglicher Koalitionen wird der Bundestag 2021 mit einer Besetzung von 598 Sitzen berechnet. Somit ergibt sich ab 300 Sitzen im Bundestag eine absolute Mehrheit. Mögliche Koalitionen sind derzeit nur Gedankenspiele und spielten im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 bisher noch keine Rolle.

    Kosten der Bundestagswahl 2021: Welchen Einfluss nimmt die Corona-Pandemie auf den Wahltag am 22. September aus


    Unklar ist momentan noch, welchen Einfluss die Corona-Pandemie auf die Bundestagswahl und auch die anderen anstehenden Wahlen nehmen wird. Ist Deutschland bis zum September durchgeimpft? Wird es Abstandsregelungen geben, die den Betrieb in Wahlbüros erschweren?
    All diese Fragen sind noch offen.
    Laut Bundesinnenministerium wird die Wahl am 26. September so teuer wie nie. Insgesamt 107 Millionen Euro könnten fällig werden. Zum Vergleich: Die Wahl 2017 kostete nur gut 92 Millionen Euro. Ein Grund für die Mehrkosten ist laut Ministerium die große erwartete Zahl an Briefwählerinnen und Briefwähler.
    Die tatsächlichen Kosten werden vor allem davon abhängen, wie akut die Corona-Pandemie noch im Herbst 2021 ist.