Altersvorsorge

Bundestagswahl 2021: Wo bleibt die Rentenreform? Junge Deutsche zittern um Zukunft

Für die Bundestagswahl sieht eine Mehrheit die Altersvorsorge als wichtigste Aufgabe. Das zeigt eine Forsa-Umfrage. Doch wie reagieren die Parteien darauf?

Berlin – Ist die gesetzliche Rente noch sicher? Insbesondere in Zeiten einer steigenden Inflation und Diskussionen über eine mögliche Erhöhung des Renteneintrittsalters ist das Thema präsent wie selten und treibt offenbar nicht nur den älteren Teil der Bevölkerung um. Wird sogar das Rentenalter bald angepasst?

Unternehmen:Forsa, Gesellschaft für Sozialforschung & statistische Analysen
Gründung: 1984
Struktur: unabhängiges Meinungsforschungsinstitut
Leitung: Manfred Güllner, Thorsten Thierhoff

Wie die „Welt“ berichtet, kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände zu dem Ergebnis, dass 69 Prozent der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen eine nachhaltige Reform der Rente für sehr wichtig erachten. Bei den 30- bis 44-Jährigen liegt der Anteil bei 68 Prozent, 63 Prozent in der Gruppe der über 60-Jährigen sind der gleichen Auffassung.

Bundestagswahl 2021: CDU, Grüne und SPD halten an Renteneintrittsalter fest

Eine Mehrheit der Befragten sprach sich zudem für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, die Stabilisierung der Sozialabgaben und die Rückkehr zur Schuldenbremse sowie für flexible Modelle bei der Arbeitszeitgestaltung aus. Besonders die mangelhafte Digitalisierung stellt an Schulen seit der Corona-Pandemie ein ernstes Problem dar. Die Forsa-Umfrage bezog sich nur auf unmittelbar wirtschaftspolitische Aspekte.

Genug Geld im Alter. Das Thema ist besonders bei jungen Menschen wichtig.

Der Auftrag für die künftige Regierung dürfte damit eigentlich klar sein. In ihren Wahlprogrammen beziehen die Parteien der Kanzlerkandidaten Stellung zum Thema Rente. Seitens der Union heißt es, dass am Modell aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge festgehalten werden soll, ebenso am Renteneintrittsalter mit 67 Jahren. Ein Ziel ist es, die private Vorsorge neu zu gestalten – mit einem verpflichtenden Standardprodukt für alle Arbeitnehmer, dem aber widersprochen werden kann. Wie eine genaue Umsetzung aussehen kann, bleibt im Wahlprogramm unerwähnt.

Wann in Rente? Olaf Scholz und Annalena Baerbock versprechen in ihren Wahlprogrammen viel

Auch bei der SPD um Kanzlerkandidat Olaf Scholz und den Grünen um Kandidatin Annalena Baerbock wird dem Thema Sicherheit im Alter eine entscheidende Rolle zugestanden. Laut ihren Parteiprogrammen wollen sich beide Parteien für ein stabiles Rentenniveau einsetzen und es bei mindestens 48 Prozent halten. Ebenso sprechen sie sich gegen eine Anhebung des gesetzlichen Rentenalters aus.

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Die Grünen wollen es Menschen aber ermöglichen, selbst darüber zu entscheiden, wann sie in Rente gehen wollen, auch über die Regeleintrittsgrenze hinaus. Zudem sprechen sie sich für die Einrichtung eines „Bürger*innenfonds“ aus, der ähnlich wie bei der Union die private Vorsorge neu gestalten soll. Das Programm der SPD sieht ebenfalls ein neues standardisiertes Angebot der privaten Vorsorge vor, das von einer öffentlichen Institution angeboten werden soll. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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