Termine, Parteien oder Gehälter

Bundestagswahl 2021: Alle wichtigen Infos im Überblick

Am 26. September wählt Deutschland den 20. Deutschen Bundestag. Aber wie wähle ich eigentlich richtig? Alle wichtigen Infos zur Bundestagswahl im Überblick.

Berlin – Es wird spannend: Am 26. September 2021 sind 60,4 Millionen Wahlberechtigte in Deutschland dazu aufgerufen, den 20. Deutschen Bundestag zu wählen. Aber wann haben eigentlich die Wahllokale geöffnet, wie wähle ich nochmal und darf ich den Bundeskanzler überhaupt selbst wählen? Mit nahendem Wahltag steigen auch die Fragezeichen in den Köpfen vieler Bürger. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Bundestagswahl 2021 im Überblick.

WasBundestagswahl
Wann26. September 2021
KanzlerkandidatenAnnalena Baerbock (Grüne), Armin Laschet (CDU, Olaf Scholz (SPD)
Wahlberechtigte60,4 Millionen Menschen

Bundestagswahl 2021: Wann wird gewählt? Wann öffnen die Wahllokale?

Die Bundestagswahl 2021 findet am Sonntag, 26. September 2021, statt. Von 8 bis 18 Uhr können Wähler dann in den Wahllokalen ihre Stimme abgeben. Wer sich für die Briefwahl entschieden hatte, konnte bis spätestens Freitag, 24. September 2021, seinen Wahlschein beantragen.

Wer wird Kanzler? Diese Frage stellen sich viele Bundesbürger vor der Bundestagswahl 2021.

Wer darf an der Bundestagswahl 2021 teilnehmen?

Wahlberechtigt ist laut Bundeswahlgesetz jeder, der am 26. September 2021 mindestes 18 Jahre alt ist, die deutsche Staatsbürgerschaft hat und seinen Hauptwohnsitz zuletzt in Deutschland gemeldet hat. Wer sich aktuell im Ausland befindet, muss die Eintragung ins Wählerverzeichnis seiner Gemeinde allerdings erst beantragen. 

Bundestagswahl 2021: Was ist der Unterschied zwischen der Erststimme und der Zweistimme?

Jeder Wähler hat zwei Stimmen bei der Bundestagswahl. Auf dem Wahlschein sollten also zwei Kreuze gemacht werden. Mit der Erststimme wählt man einen Direktkandidaten aus seinem eigenen Wahlkreis. Der Direktkandidat mit den meisten Stimmen zieht dann in den Bundestag ein. Seine Zweitstimme gibt man dann der ganzen Landesliste einer Partei. Damit ist diese Stimme wichtig für die Verteilung der Sitze im Bundestag – und für die Zusammensetzung der neuen Bundesregierung.

Bundestagswahl 2021: Welche Parteien stellen sich zur Wahl?

Insgesamt 54 Parteien sind zur Bundestagswahl zugelassen worden. Einige haben sich allerdings kurz vor Beginn des Wahlkampfes wieder aus dem Rennen genommen. Ganze 40 Parteien treten allerdings mit einer Landesliste zur Wahl an und werben um die Gunst der Wähler. 

Neben den bekannteren Parteien CDU, CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, FDP, Linke und AfD finden sich auf dem Wahlschein auch zahlreiche Kleinstparteien: Die PARTEI, Freie Wähler, Tierschutzpartei, Tierschutzallianz, NPD, Piraten, ÖDP, V-Partei³, DiB, BP, MLPD, Gesundheitsforschung, Menschliche Welt, DKP, Die Grauen, BüSo, Die Humanisten, Gartenpartei, du., SGP, dieBasis, Bündnis C, Bürgerbewegung, III. Weg, Bündnis21, Liebe, LKR, PdF, LfK, SSW, Team Todenhöfer, Unabhängige, Volt.

Einige der Kleinstparteien sind allerdings weitaus weniger harmlos, als es ihre Größe vermuten lässt. Die NPD und die rechtsextreme Partei der III. Weg, der mit einer umstrittenen Wahlplakat-Aktion gegen die Grünen von sich Reden machte, werden vom Verfassungsschutz beobachtet, genauso wie die als linksextrem eingestuften Parteien DKP und MLPD.

Bundestagswahl 2021: Wie heißen die Spitzenkandidaten?

Das Bundeskanzleramt ist das wichtigste Amt bei der Bundestagswahl. Die meisten Chancen auf den angestrebten Posten haben dabei die Spitzenkandidaten der etablierten Parteien. Für die CDU tritt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet an, die SPD schickt Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz ins Rennen. Die Grünen haben sich gegen Parteichef Robert Habeck und für Parteivorsitzende Annalena Baerbock als ihre Kanzlerkandidatin entschieden. Christian Lindner ist zum wiederholten Male FDP-Spitzenkandidat. Die Linke tritt mit einer Doppel-Spitze aus Janine Wissler und Dietmar Bartsch an. Die AfD-Spitzenkandidaten heißen Alice Weidel und Tino Chrupalla.

Bundestag: Wie viele Abgeordnete gibt es eigentlich? 

Eigentlich hat der Bundestag 598 Sitze. In der auslaufenden Legislaturperiode gab es allerdings bereits 709 Mandate. Wie viele Abgeordnete es nach der Bundestagswahl also letztendlich geben wird, hängt also davon ab, wie die Kreuze der Wähler verteilt sind. Das liegt daran, dass bei der Bundestagswahl die Größe der Fraktionen dem Verhältnis der vergebenen Zweistimmen abgepasst werden soll. Da aber durch die Erststimmen Direktkandidaten im Bundestag landen, können die Mandate zum fairen Ausgleich nur aufgestockt – und nicht reduziert werden. Wahlforscher rechnen für dieses Jahr mit über 800 Mandaten im deutschen Bundestag. 

Bundestag: Was verdient ein Abgeordneter?

Bundestagsabgeordnete werden mit einer Art Aufwandsentschädigung, den sogenannten Diäten, entlohnt. Seit Juli 2019 liegt dieser Betrag bei 10.083,45 Euro, die normal versteuert werden müssen. Das bildet allerdings nur das Grundgehalt eines Abgeordneten. Zusätzlich bekommen sie für weitere Aufwendungen wie ein Wahlkreisbüro oder Fachliteratur eine stolze Kostenpauschale von 4.418,09 Euro steuerfrei obendrauf. Für Arbeitsgeräte, Telefonverträge oder Büroausstattung gibt es pro Jahr außerdem bis zu 12.000 Euro ausgezahlt – allerdings nur gegen Vorlage einer entsprechenden Rechnung. Für etwaiges Personal hat ein Bundestagsabgeordneter zudem 22.436 Euro außerdem monatlich zur Verfügung. Olaf Scholz jedenfalls zeigte sich zuletzt zufrieden mit seinem Gehalt.

Bundestagswahl 2021: Wie wird der Kanzler gewählt?

Nach der Bundestagswahl schlägt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Bundestagsabgeordneten einen neuen Bundeskanzler vor. Dabei orientiert er sich an den Koalitionsgesprächen und der Verteilung der Mandate für den neuen Bundestag. In der Regel wird der Kanzlerkandidat von der Partei mit den meisten Stimmen vorgeschlagen. Danach müssen die Abgeordneten in einer geheimen Wahl entscheiden, ob sie den Vorschlag annehmen wollen. Stimmen mehr als 50 Prozent der Abgeordneten zu, gilt der Kanzler als gewählt.

Sollte dies nicht der Fall sein, könnten die Parlamentarier innerhalb von 14 Tagen alternative Kandidaten aufstellen. Auch diese sind allerdings nur mit der absoluten Mehrheit gewählt. Sollte es zu einer dritten Wahlphase kommen, gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen. Sobald der Bundeskanzler gewählt ist, wird er vom Bundespräsidenten vereidigt und kann dann die Minister für sein Kabinett vorschlagen. In diesem Jahr wird die Kanzler-Wahl kompliziert werden.

Bundestagswahl 2021: Was verdient ein Bundeskanzler?

Das Grundgehalt von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist öffentlich einsehbar und beträgt rund 25.000 Euro im Monat. Zusätzlich bekommt die Kanzlerin noch eine halbe Abgeordneten-Diät, also 5.041,73 Euro sowie die Kostenpauschale im Wert von 4.418,09. Damit verdient die Kanzlerin aktuell noch rund 34.460 Euro im Monat. Sobald ihre Kanzlerschaft endet, bekommt sie bis zu ihrem Lebensende ein sogenanntes Ruhegehalt. Bei ihrem Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) beläuft sich das laut Angaben des Handelsblattes auf rund 8300 Euro monatlich. 

Am Sonntag, 26. September 2021 berichtet kreiszeitung.de mit einem Live-Ticker laufend aktuell von allen Ergebnissen der Bundestagswahl 2021, außerdem gibt es detaillierte Ergebnisse und gewählte Direktkandidaten aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Spannend wird es auch bei der Stichwahl zur Kommunalwahl in Niedersachsen. Und hautnah bei der Wahl 2021 ist man beim etwas anderen Live-Ticker zur Bundestagswahl 2021 dabei, der die besten Reaktionen von Twitter einfängt. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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