Europäische Projekt ist wichtig

Brexit-Beauftragter: EU wird nach Brexit mit einer Stimme sprechen

+
Brexit-Beauftragter Verhofstadt.

Der Brexit kommt. Großbritannien verlässt am 31. Januar die EU. Der Brexit-Beauftragte des Europaparlaments glaubt, dass der Austritt die EU enger zusammenschweißt.

  • Großbritannien verlässt am 31. Januar die EU.
  • Der Brexit-Beauftragte des Europaparlaments, Guy Verhofstadt, glaubt, dass die EU-Staaten mit einer Stimme sprechen werden.
  • EU-Bürger sollen nicht aus Großbritannien abgeschoben werden.

London - Der Brexit-Beauftragte des Europaparlaments geht nicht davon aus, dass sich die EU-Staaten bei Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit London nach dem Brexit auseinanderdividieren lassen. Das machte Guy Verhofstadt am Freitag in einem Interview mit dem Radiosender BBC 4 deutlich. „Es gibt seit dem Brexit wirklich ein Gefühl, dass dieses europäische Projekt wichtig ist, dass der Binnenmarkt entscheidend ist, um in der Welt von morgen zu überleben“, sagte Verhofstadt. Wenn es eine gute Sache am Brexit gebe, dann, dass der EU-Austritt der Briten als abschreckendes Beispiel auf dem Kontinent gewirkt habe.

Großbritannien verlässt die EU am 31. Januar

Großbritannien wird die EU am 31. Januar verlassen*. Bis Ende des Jahres gilt eine Übergangsphase, während der fast alles beim Alten bleibt. In dieser Zeit wollen beide Seiten ein Abkommen über die künftigen Beziehungen aushandeln.

Zufrieden zeigte sich Verhofstadt über ein Gespräch mit dem britischen Brexit-Minister Stephen Barclay am Donnerstag. Barclay habe ihm versichert, dass EU-Bürger nicht automatisch aus Großbritannien abgeschoben würden, weil sie ihren Antrag auf Bleiberecht nach dem Brexit nicht rechtzeitig gestellt hätten.

In Großbritannien lebende EU-Bürger haben noch bis Ende des Jahres Zeit, um einen Aufenthaltstitel für die Zeit nach dem Brexit* zu beantragen.

So geht es mit EU-Bürgern, die in Großbritannien leben weiter

Die Bestätigung ihres Aufenthaltsstatus sollen sie sich künftig lautVerhofstadt auch ausdrucken können. Bisher ist nur eine digitale Bestätigung verfügbar.

In Großbritannien leben Schätzungen zufolge etwa 3,5 Millionen EU-Bürger. 2,7 Millionen haben Regierungsangaben aus London zufolge bereits einen Antrag gestellt. Davon seien 2,45 Millionen bereits bearbeitet und bis auf wenige Ausnahmen auch bewilligt worden.

dpa

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Kampfabstimmung um CDU-Vorsitz: CDU vor Richtungsentscheid

Kampfabstimmung um CDU-Vorsitz: CDU vor Richtungsentscheid

Furcht vor Huawei: Trump macht Indien Druck beim Thema 5G

Furcht vor Huawei: Trump macht Indien Druck beim Thema 5G

Karneval in Stolzenau: Prunksitzung 2020

Karneval in Stolzenau: Prunksitzung 2020

Anonyme Drohung an Göttinger Hainberg-Gymnasium: Polizei im Großeinsatz

Anonyme Drohung an Göttinger Hainberg-Gymnasium: Polizei im Großeinsatz

Meistgelesene Artikel

Iran-Konflikt: Bekommt Trump jetzt die Quittung für krasse Fehlgriffe? Senat stimmt über Entmachtung ab

Iran-Konflikt: Bekommt Trump jetzt die Quittung für krasse Fehlgriffe? Senat stimmt über Entmachtung ab

Peinliche Quiz-Show-Panne um Greta Thunberg - doch ihre Reaktion ist perfekt

Peinliche Quiz-Show-Panne um Greta Thunberg - doch ihre Reaktion ist perfekt

Greta Thunberg: Klimaaktivistin spaltet die Deutschen in einer Umfrage extrem

Greta Thunberg: Klimaaktivistin spaltet die Deutschen in einer Umfrage extrem

Greta Thunberg: Komikerin sorgt mit unglaublicher Aussage für rabiate Kritik - „Ekelhaft“

Greta Thunberg: Komikerin sorgt mit unglaublicher Aussage für rabiate Kritik - „Ekelhaft“

Kommentare