Coronavirus

Booster-Impfung: Gelten Menschen ohne dritten Piks bald als ungeimpft?

Beim Boostern hapert es noch. Auch aufgrund des nachlassenden Impfschutzes wird an eine Verkürzung der Gültigkeit der Impfzertifikate gedacht. Das käme einer Booster-Pflicht gleich.

Hamburg – Weil Studien belegen, dass der Impfschutz nach Monaten zurückgeht und so ein schwerer Verlauf bei durchgeimpften Bürgern wieder möglich ist, empfiehlt der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko) jetzt eine Booster-Impfung* auch für Menschen unter 70 Jahren. Die Empfehlung wird für alle über 18 Jahren ausgesprochen. Verkürzt werden soll demnach auch die Gültigkeit der Impfzertifikate von aktuell einem Jahr. Entsprechende Überlegungen werden aktuell von der Ampelkoalition geprüft. In Berlin bespricht der Bundestag das weitere Vorgehen gegen das Coronavirus.

Neuinfektionen in Hamburg:721 (jeweils Stand 17. November 2021)
Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg:185,5
Patienten im Krankenhaus in Hamburg:176
Intensivbehandelte Patienten in Hamburg:51

Booster-Impfung: Verlust des Impfstatus – das sagen Experten

Die Rechtsexpertin der Grünen, Manuela Rottmann, sagte, dass aufgrund des Umstandes, dass der Impfschutz gegen Corona nachlasse, neu geregelt werden müsse, wer nun als geimpft und wer als nicht geimpft gilt. Das heißt: Bürger, die sich gegen eine Booster-Impfung entscheiden, könnten möglicherweise bald als ungeimpft gelten. Auch dann, wenn sie bereits zweifach geimpft sind und ihr Zertifikat noch gültig ist, das berichtet die Bild-Zeitung. Wie die Drittimpfung in Hamburg abläuft, erfahren Bürger der Hansestadt hier*.

Die Bundesregierung setzt in der Pandemie nun auf Auffrischungsimpfungen. (Archivfoto)

So sieht es auch der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament (Christdemokraten) und Arzt Peter Liese. „Aus heutiger Sicht muss man sagen, dass die Immunisierung nicht abgeschlossen ist, wenn man die zweite Impfung oder bei Johnson & Johnson die Erstimpfung erhalten hat. Die Wirkung des Impfstoffes lässt deutlich nach und es ist sinnvoll nach sechs Monaten, wenn möglich sogar vorher, eine weitere Impfung zu verabreichen“, sagte er der BILD-Zeitung.

Booster-Impfung: Kurzzeitig Booster-Pflicht in Berliner Charité

Kurzzeitig galt in Berlins größtem und bekanntestem Krankenhaus, der Charité, eine Booster-Pflicht. Denn dort hieß es, dass die Impfung, als Bestandteil der gültigen 2G-Regel, mindestens 14 Tage und nicht länger als sechs Monate her sein müsse. Das heißt, wer sich vor Mai 2021 das zweite Mal hat impfen lassen, bisher aber kein drittes Mal, hatte keinen Zugang mehr zu den Angehörigen – trotz noch gültigem Impfzertifikat. Die Charité hat mittlerweile Abstand von dieser Regelung genommen. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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