Biden zu Gesprächen über Anti-IS-Kampf in der Türkei

Erdogan und Biden während ihres Treffens in Istanbul. Foto: Kayhan Ozer
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Erdogan und Biden während ihres Treffens in Istanbul. Foto: Kayhan Ozer
US-Vizepräsident Joe Biden ist zu Gesprächen über den Kampf gegen die Terrormiliz IS in die Türkei gereist. Hier spricht er mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu. Foto: Emrah Gurel
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US-Vizepräsident Joe Biden ist zu Gesprächen über den Kampf gegen die Terrormiliz IS in die Türkei gereist. Hier spricht er mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu. Foto: Emrah Gurel
Damenprogramm: Jill Biden (M) besichtigt die berühmte Hagia Sophia in Istanbul. Foto: Anadolu Agency
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Damenprogramm: Jill Biden (M) besichtigt die berühmte Hagia Sophia in Istanbul. Foto: Anadolu Agency
US-Vizepräsident Biden und seine Frau Jill besuchen die Türkei. Foto: Sedat Suna
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US-Vizepräsident Biden und seine Frau Jill besuchen die Türkei. Foto: Sedat Suna
Demonstranten protestieren gegen den Besuch von Joe Biden in der Türkei. Foto: Sedat Suna
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Demonstranten protestieren gegen den Besuch von Joe Biden in der Türkei. Foto: Sedat Suna

Istanbul (dpa) - US-Vizepräsident Joe Biden ist in Istanbul mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammengetroffen. Einzelheiten wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Dogan zunächst nicht bekannt.

Die USA wünschen sich von Ankara ein stärkeres Engagement im Kampf der internationalen Gemeinschaft gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Washington fordert unter anderem, dass die Türkei den Stützpunkt Incirlik für Luftangriffe gegen die Extremisten in Syrien und Irak zur Verfügung stellt. Ankara macht zur Bedingung für ein stärkeres militärisches Engagement, dass auch der Sturz von Syriens Machthaber Baschar al-Assad Ziel der Anti-IS-Koalition sein müsse. Die Türkei verlangt die Einrichtung von Flugverbots- und Sicherheitszonen in Syrien.

Allerdings will sich Assad der internationalen Koalition gegen den IS anschließen. Die syrischen Regierungstruppen kämpfen seit Jahren in einem blutigen Bürgerkrieg gegen moderate und auch extrem islamistische Oppositionelle. Er forderte am Freitag eine "vertrauensvolle internationale Zusammenarbeit". Wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana weiter berichtete, sagte Assad bei einem Treffen mit seiner Baath-Partei in Damaskus, nur so sei ein Sieg über die Dschihadisten möglich. US-Präsident Barack Obama, der einen Rücktritt Assads fordert, schloss eine Zusammenarbeit mit dem Regime in Damaskus vor wenigen Tagen erneut aus.

Jordaniens Königin Rania gab moderaten Arabern eine Mitschuld an dem Erfolg der Dschihadisten. Bei der Eröffnung eines Mediengipfels im Golfemirat Abu Dhabi sagte sie: "Eine Geschichte wird durch die Rede erzählt - aber auch durch das Schweigen." Durch ihr Schweigen machten sich moderate Araber zu "Komplizen" des IS-Erfolgs. Doch die Auseinandersetzung mit dem IS müsse weit über die Arabische Welt hinausgehen. "Es ist ein Kampf zwischen Moderaten und Extremisten auf der ganzen Welt."

Die Zahl radikaler Islamisten aus Deutschland, die in Syrien und dem Irak für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpfen, ist deutlich gestiegen. Nach der neuesten Schätzung sind inzwischen mindestens 550 Radikale ins Kampfgebiet ausgereist, wie Innenminister Thomas de Maiziére (CDU) am Freitag dem Sender phoenix sagte. "Bis vor wenigen Tagen haben wir noch 450 gesagt. Insbesondere im Vergleich zum letzten Jahr ist das ein hoher Anstieg."

Sana-Bericht, Arabisch

Offizielle Presseerklärung zu Rania-Rede, Englisch

Königin Rania bei Twitter

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