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Bernd Althusmann: Familie und Karriere des CDU-Politikers

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Von: Anika Zuschke

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Bernd Althusmann ist stellvertretender Ministerpräsident in Niedersachsen und war CDU-Spitzenkandidat für die Wahl am 9. Oktober. Alle Infos zu seiner Person.

Oldenburg – „Ich möchte Gutes bewahren und anderes verbessern“, heißt es auf der offiziellen Website von Dr. Bernd Althusmann. Der deutsche Politiker agiert seit 2017 als stellvertretender Ministerpräsident von Niedersachsen und Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Für die Landtagswahl 2022 in Niedersachsen wurde er zum CDU-Spitzenkandidaten ernannt. Wie der Oldenburger seinen Weg in der Politik machte und welche Rolle die Familie im Leben von Bernd Althusmann spielt.

Mitglied des Landtages von NiedersachsenBernd Althusmann
Geboren3. Dezember 1966, Oldenburg
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands
AmtMitglied des Bundesrates der Bundesrepublik Deutschland seit 2017

Bernd Althusmann: Der Weg des Ministers zum CDU-Spitzenkandidaten in Niedersachsen

Die politische Karriere von Bernd Althusmann begann mit seinem Eintritt in die CDU im Jahr 1990. Diesen Schritt ging der damals 24-Jährige laut Konrad-Adenauer-Stiftung aus Freude über die Wiedervereinigung und als Befürworter von Helmut Kohls Politik. Nur drei Jahre später übernahm Althusmann bereits den Vorsitz des CDU-Stadtverbandes Lüneburg und wurde 1994 in den niedersächsischen Landtag gewählt. Dort bewährte er sich auch in den Jahren 2003 und 2008 und konnte sein Abgeordnetenmandat für den Wahlkreis Lüneburg verteidigen.

Von 2003 bis 2009 agierte Althusmann den Angaben seiner offiziellen Website zufolge als Parlamentarischer Geschäftsführer und finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag und wurde anschließend zum Staatssekretär im Kultusministerium ernannt. Schnell schaffte er aber auch von dort den Karriere-Sprung zum Kultusminister von Niedersachsen und hatte in dem Zuge 2011 die Rolle des Präsidenten der Kultusministerkonferenz der Länder inne.

Stephan Weil beendet vorerst politische Karriere von Althusmann, der „Panzer“ genannt wurde

Bis 2009 arbeitete Althusmann laut Konrad-Adenauer-Stiftung in seiner Rolle als Parlamentarischer Geschäftsführer eng mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden David McAllister zusammen und erhielt in Zeiten seines rasanten politischen Aufstiegs den Spitznamen „Panzer“ – mit dem er aber laut der taz schnell nicht mehr angesprochen werden wollte.

Doch die erfolgversprechende Karriere von Althusmann fand nach der Landtagswahl 2013 vorerst ein jähes Ende. Stephan Weil von der SPD löste David McAllister als niedersächsischen Ministerpräsidenten ab, womit auch Althusmann aus der Landesregierung ausschied. Außerdem verlor er im selben Jahr sein Abgeordnetenmandat.

Bernd Althusmann in Namibia: „Drei Jahre in Afrika brachten mir einen Perspektivwechsel“

Daraufhin entschied sich Bernd Althusmann für einen radikalen Ortswechsel und zog mit seiner Familie als Leiter der Landesvertretung der Konrad-Adenauer-Stiftung nach Namibia. „Von hier wegzugehen, [war] ein entscheidender Schritt in meiner persönlichen Entwicklung“, schreibt Althusmann auf seiner offiziellen Website und fährt fort: „Drei Jahre Leben und Arbeiten in Afrika brachten mir einen Perspektivwechsel, der meinen Blick fürs Wesentliche schärfte und mir die Bedeutung von Menschlichkeit noch bewusster machte.“

Bernd Althusmann, Spitzenkandidat und CDU-Landesvorsitzender, spricht beim Landesparteitag der CDU Niedersachsen.
Bernd Althusmann: Alles zu Karriere und Familie des Spitzenkandidaten und CDU-Landesvorsitzenden. © Friso Gentsch/dpa

2016 kehrte Althusmann wieder nach Deutschland zurück und leitete vorerst die Niederlassung einer Hamburger Personalberatung in Hannover. Doch auch politisch wurde bald wieder eine attraktive Position frei, da David McAllister laut Konrad-Adenauer-Stiftung signalisiert hatte, 2016 nicht noch einmal als CDU-Landesvorsitzender kandidieren zu wollen – und schlug in dem Zuge seinen Parteikollegen Althusmann vor.

Wer ist Verkehrsminister in Niedersachsen? Minister Althusmann als Spitzenkandidat für die Landtagswahl

Tatsächlich wählte der Landesparteitag Bernd Althusmann im November 2016 mit über 98 Prozent der Stimmen zum neuen Landesvorsitzenden der CDU in Niedersachsen und nominierte ihn gleichzeitig zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl. Seit dem 22. November 2017 agiert der CDU-Politiker als stellvertretender Ministerpräsident und niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Zudem ist er ein stellvertretendes Mitglied im Vermittlungsausschuss des Deutschen Bundestages und des Bundesrates. Am 9. Oktober trat Althusmann erneut als CDU-Spitzenkandidat für die Niedersachsen-Wahl 2022 an. Sein erklärtes Ziel war es laut NDR, Ministerpräsident Stephan Weil abzulösen.

Im Zuge seiner politischen Arbeit möchte der stellvertretende Minister besonders den Ausbau der Infrastruktur vorantreiben. Wenn es nach ihm ginge, würden alle Regionen Niedersachsens mit schnellen Glasfaserkabeln ausgestattet werden. Seinen Leitspruch „Ich möchte Gutes bewahren und anderes verbessern“ will der Politiker zudem in den Bereichen Bildung, Familie und Sicherheit verankern. Auch die relevanten Aspekte Klima und Wirtschaft – „die wir gar nicht voneinander trennen können“, so Althusmann – finden sich in seinen politischen Ambitionen wieder.

Ergebnisse der Niedersachsen-Wahl 2022: Althusmann kündigt seinen Rücktritt an

Kurz nach den wenig erfreulichen Ergebnissen der Niedersachsen-Wahl 2022 kündigte Bernd Althusmann jedoch seinen Rücktritt an. „Das ist meine persönliche Konsequenz aus dem Wahlergebnis“, sagte der ehemalige CDU-Spitzenkandidat. Er werde dem Landesvorstand am Montag (10. Oktober 2022) mitteilen, dass er als Chef nicht mehr zur Verfügung stehe, sagte Althusmann laut dem Spiegel. Die CDU hat bei der Landtagswahl in Niedersachsen ihr schlechtestes Landesergebnis seit mehr als 60 Jahren kassiert.

Wie war Bernd Althusmanns Kindheit? „Bin sehr dankbar, dass ich behütet aufwachsen durfte“

Aber wie hat die persönliche Geschichte des norddeutschen Politikers begonnen? Bernd Althusmann wurde am 3. Dezember 1966 als Sohn eines Pastors und einer Krankenschwester in Oldenburg geboren. „Ich bin sehr dankbar, dass ich behütet aufwachsen durfte. Meine Eltern haben mich mit viel Liebe, Geduld und Vertrauen auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet“, beschreibt Althusmann seine Kindheit auf seiner offiziellen Website.

Im Jahr 1986 absolvierte der Oldenburger sein Abitur am Herdergymnasium in Lüneburg und diente anschließend als Offizier der Bundeswehr und Hauptmann der Reserve. Im Zeitraum zwischen 1986 und 1994 schloss Althusmann außerdem sein Studium der Pädagogik an der Universität der Bundeswehr in Hamburg sowie ein Betriebswirtschafts-Studium an der Süddeutschen Hochschule (FH) für Berufstätige in Lahr ab.

Als seine politische Karriere einen deutlichen Aufschwung erlebte, schied Althusmann aus der Bundeswehr aus und konzentrierte sich von da an primär auf seinen Werdegang in der Politik. 2007 promovierte er noch zum Dr. rer. pol. (Doktor der Staatswissenschaften) an der Universität Potsdam.

Bernd Althusmann ist auf Twitter, Instagram und Facebook vertreten

Als Minister für Digitalisierung lässt sich Althusmann auch nicht von der Nutzung sozialer Netzwerke abschrecken: Seine Kanäle auf Twitter, Facebook und Instagram werden regelmäßig bespielt und aktuell gehalten. Insgesamt kann der Politiker knapp 30.000 Follower vorweisen. Diese werden über aktuelle Touren und Besuche von Bernd Althusmann auf dem Laufenden gehalten und mit politischen Updates des stellvertretenden Ministerpräsidenten von Niedersachsen versorgt.

Erste Ehefrau von Althusmann: Ist der Politiker verheiratet – und wo wohnt Althusmann?

Bernd Althusmann lebt mit seiner Familie im Landkreis Lüneburg. 2010 ließ sich der Politiker von seiner damaligen Frau Cora Althusmann scheiden – und ging noch im selben Jahr zum zweiten Mal den Bund der Ehe mit Iris Brüser ein. Bild zufolge war seine zweite Gattin bei der Hochzeit bereits mit der gemeinsamen Tochter hochschwanger.

Familie von Bernd Althusmann: Ehefrau Iris bringt zwei Kinder mit in die Ehe

Althusmann brachte aus seiner ersten Ehe die Kinder Jonas und Jessica mit und auch Ehefrau Iris war bereits vor der Liierung mit dem Politiker zweifache Mutter. „Zwei Familien zu haben, ist auf jeden Fall verdammt anstrengend“, äußerte Althusmann laut Welt.de zu seiner Familiensituation. „Wie heißt es so schön: Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Aber meine Stiefkinder sind mir genauso ans Herz gewachsen wie meine drei leiblichen“, so der Patchworkfamilien-Vater.

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