Rede in Johannesburg

Obama fordert Kampf gegen Diskriminierung im Geiste Mandelas

Barack Obama hält auf der Bühne im Wanderers Stadium in Johannesburg eine Rede zui Ehren von Nelson Mandela. Foto: Themba Hadebe/AP
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Barack Obama hält auf der Bühne im Wanderers Stadium in Johannesburg eine Rede zui Ehren von Nelson Mandela. Foto: Themba Hadebe/AP
Friedensnobelpreisgewinner Nelson Mandela wäre am 18. Juli 100 Jahre alt geworden. Foto: Kim Ludbrook/EPA FILE
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Friedensnobelpreisgewinner Nelson Mandela wäre am 18. Juli 100 Jahre alt geworden. Foto: Kim Ludbrook/EPA FILE
Barack Obama und Mandelas Witwe Graça Machel begrüßen sich; neben ihnen steht Staatspräsident Cyril Ramaphosa. Foto: Themba Hadebe/AP
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Barack Obama und Mandelas Witwe Graça Machel begrüßen sich; neben ihnen steht Staatspräsident Cyril Ramaphosa. Foto: Themba Hadebe/AP
Graça Machel spricht in Johannesburg. Foto: Themba Hadebe/AP
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Graça Machel spricht in Johannesburg. Foto: Themba Hadebe/AP
Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa (hinten l) und Barack Obama stehen mit Mitgliedern des Soweto Gospelchors auf der Bühne. Foto: Themba Hadebe/AP
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Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa (hinten l) und Barack Obama stehen mit Mitgliedern des Soweto Gospelchors auf der Bühne. Foto: Themba Hadebe/AP

Rassismus sei nach wie vor ein großes Problem auf der Welt, sagt Barack Obama bei einem seiner selten gewordenen öffentlichen Auftritte. In Südafrika kann er sich auch einen Seitenhieb auf US-Präsident Trump nicht verkneifen.

Johannesburg (dpa) - Der einst von Nelson Mandela angeführte Kampf gegen die Diskriminierung von Menschen anderer Hautfarbe muss nach Ansicht des früheren US-Präsidenten Barack Obama in Zeiten des zunehmenden Populismus entschiedener denn je geführt werden.

"Der Kampf um Gerechtigkeit ist nie vorüber", sagte Obama in Johannesburg vor Tausenden Zuhörern bei einer Rede zu Ehren des Anti-Apartheidkämpfers Mandela. Der 2013 gestorbene Friedensnobelpreisträger wäre am Mittwoch 100 Jahre alt geworden.

Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Südafrika gebe es nach wie vor Rassismus, sagte Obama, der als erster schwarzer Politiker US-Präsident geworden war. Jahrzehnte der Diskriminierung hätten zu großer Ungleichheit und Armut geführt. Es gebe immer noch zu viele Menschen, die sich von Menschen, die nicht wie sie selbst aussähen oder sprächen, bedroht fühlten. Im Westen gebe es zudem inzwischen immer mehr Parteien, die eine offen nationalistische Agenda verträten, warnte Obama.

Mandela hingegen habe die "Hoffnung der Besitzlosen in der ganzen Welt auf ein besseres Leben dargestellt", sagte Obama. "Ich glaube an Nelson Mandelas Vision von Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit." Sogar aus seiner kleinen Gefängniszelle heraus habe Mandela viele Menschen - darunter auch ihn selbst - inspiriert, sagte Obama.

In einer kaum versteckten Anspielung an den Politikstil von US-Präsident Donald Trump forderte Obama, Politiker müssten an Fakten glauben und dürften nicht einfach "Sachen erfinden". "Ohne Fakten gibt es kein Grundlage für Zusammenarbeit mehr", warnte Obama, der Trump allerdings nicht namentlich erwähnte. Zum Gelächter des Publikums sagte er: "Ich dachte nie, dass ich ein großer Politiker sei, nur weil ich keine Sachen erfinde."

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sagte, Mandela habe sein Leben dem Dienst an den Menschen gewidmet. "Sein Kampf und seine Opfer haben das Leben von Millionen berührt und werden auch den kommenden Generationen noch eine Inspiration sein." An der Veranstaltung in Johannesburg nahmen zudem unter anderem auch Mandelas Witwe Graça Machel und der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan teil.

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