Drohung mit Konsequenzen

Atomtest: Südkorea warnt Nordkorea

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Die nordkoreanische Flagge

Seoul - Südkorea hat Nordkorea für den Fall eines weiteren Atomtests vor schwerwiegenden Konsequenzen gewarnt und dafür deutliche Worte gewählt.

Südkorea hat den kommunistischen Nachbarn Nordkorea für den Fall eines weiteren Atomtests vor schwerwiegenden Konsequenzen gewarnt. Nordkorea sei aufgerufen, „alle provokativen Verlautbarungen und Aktionen zu unterlassen und die internationalen Verpflichtungen zu erfüllen, eingeschlossen der UN-Resolutionen“, erklärte das Präsidialamt in Seoul am Donnerstag. Präsident Lee hatte zuvor eine Dringlichkeitssitzung zum weiteren Vorgehen im Konflikt geleitet.

Sollte Nordkorea die Lage falsch einschätzen und erneut provozieren, müsse das Land mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen, hieß es. Wie diese Folgen konkret aussehen könnten, blieb unklar. Doch deutete ein Regierungsbeamter an, dass weitere Sanktionen besprochen wurden, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Südkorea sei mit Partnerländern über mögliche Strafmaßnahmen im Gespräch. An der Sitzung nahmen auch der Verteidigungsminister, der Geheimdienstchef und Lees Sicherheitsberater teil.

Der Präsident habe Verteidigungsminister Kim Kwan Jin zudem beauftragt, die militärische Bereitschaft der Streitkräfte auf hohem Niveau zu halten, sagte ein Sprecher Lees.

Nordkorea drohte nicht nur mit Atomtest, sondern auch mit Gewalt

Nordkorea hatte nach der Ausweitung der Sanktionen durch den UN-Sicherheitsrat in diesem Monat einen neuen Atomtest sowie weitere Tests mit Langstreckenraketen angekündigt. Experten gehen davon aus, dass der dritte nordkoreanische Nukleartest nach 2006 und 2009 schon bald erfolgen könnte. Zudem hatte Nordkorea dem südlichen Nachbarn mit militärischer Gewalt gedroht, sollte Seoul die Sanktionen umsetzen.

Der Weltsicherheitsrat hatte mit seinem Beschluss auf einen nordkoreanischen Raketenstart im Dezember reagiert. Während Nordkorea von einem Satellitenstart zu friedlichen Zwecken spricht, vermuten die USA, Südkorea und andere Staaten einen erneuten verschleierten Waffentest im Rahmen des umstrittenen Atomprogramms des Landes.

Am Mittwoch hatte auch Südkorea erstmals einen Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen. Der 100 Kilogramm schwere Satellit soll ein Jahr lang für die Erd- und Atmosphärenforschung eingesetzt werden. Am Donnerstagmorgen gab es erstmals Funkkontakt mit einer Bodenstation.

dpa

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