Bundestagswahl 2021

Armin Laschet: CDU-Wahlhelfer wollen keine Plakate aufhängen

Der Trend zur Bundestagswahl 2021 setzt sich fort: Die Union unterschreitet erstmals die 20-Prozent-Marke. Jetzt müssen bei Armin Laschet (CDU) sogar die Wahlplakate leiden.

Berlin – Der Wahlkampf zur Bundestagswahl am 26. September 2021 mag langsam in die heiße Phase kommen und der Debatten-Ton immer rauer werden. Doch die Euphorie um Armin Laschet (CDU) scheint sich beinahe Tag für Tag weiter abgekühlt zu haben – selbst im eigenen Lager. Nun muss der Kanzlerkandidat der CDU/CSU den nächsten Schlag einstecken: Teilweise hängen Laschets Wahlhelfer seine Wahlplakate nicht einmal mehr auf. Unterdessen fällt die Union in einer neuen Umfrage erstmals unter die 20-Prozent-Marke.

Kanzlerkandidat:Armin Laschet
Geboren:18. Februar 1961 (Alter 60 Jahre), Aachen
Größe:1,72 m
Privat: verheiratet, drei Kinder

Unterstützung für Kanzlerkandidat Armin Laschet schwindet: Wahlplakate werden nicht mehr aufgehängt

Wie die FAZ berichtet, schwindet auch in der eigenen Partei der Zuspruch für Armin Laschet und die Zahl seiner Unterstützer. Teilweise würden Plakate mit seinem Konterfei nicht mehr aufgehängt und Flyer nicht verteilt. Wäre alternativ Markus Söder Kanzlerkandidat der Union, würden sich 38 Prozent der Umfrage-Teilnehmer für ihn entscheiden.

Er liegt damit deutlich vor den Umfragewerten von Armin Laschet. Bundeskanzlerin Angela Merkel sah sich in der letzten Bundestagsdebatte vor der Wahl gar gezwungen, nochmals eine Lanze für den Kanzlerkandidaten der CDU/CSU zu brechen. Die Kanzlerin Merkel sprach sich im Plenum des Bundestags am Dienstag, 7. September für eine unionsgeführte Regierung unter der Führung Laschets aus.

Armin Laschet: Wählerzustimmung schwindet weiter

Während mehrere Unions-Politiker sich seit Tagen wiederholt gegen mögliche Regierungskoalitionen der anderen politischen Lager aussprechen und vor einem Rot-Rot-Grün-Bündnis warnen, verschlechtern sich ihre Umfragewerte weiter.

Die Strategie, den politischen Gegner in Missgunst bei den Wählern zu manövrieren, scheint bisher noch nicht aufzugehen: Die erhoffte Trendwende aus dem Umfragekeller gelang bisher nicht – Kanzlerkandidat Armin Laschet sowie CSU-Chef Markus Söder verlieren weiter die Zustimmung der Wähler.

Umfrageschock: CDU/CSU auf historischen Tief

Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag für das RTL/ntv-Trendbarometer kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Union im Vergleich zur Vorwoche weitere zwei Prozentpunkte verloren hat und nun bei 19 Prozent liegt. Die CDU/CSU dürfte damit auf die niedrigsten Werte seit Jahrzehnten zusteuern.

Nicht nur die Umfragewerte der Partei sind im Keller, auch bei der Kanzlerfrage setzt sich der Trend der vergangenen Wochen fort: Unions-Kandidat Armin Laschet verliert weiter die Zustimmung der Wähler und rutscht um zwei Prozentpunkte auf 9 Prozent ab. Er liegt damit unter die 10-Prozent-Marke und fällt damit weit hinter seine Mitbewerber zurück.

Wählerumfrage: Olaf Scholz legt weiter zu

Verbessern konnte sich erneut die SPD. Die Sozialdemokraten liegen nun mit 25 Prozent sechs Prozentpunkte vor der CDU/CSU und acht Prozentpunkte vor den Grünen, deren Umfragewert ebenfalls fällt und nun bei 17 Prozent liegt. Bei der Kanzlerfrage liegt Olaf Scholz (SPD) jetzt bei 30 Prozent – 21 Prozentpunkte vor Laschet.

Was tun? Es läuft derzeit nicht rund für CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Annalena Baerbock (Grüne) stagniert bei 15 Prozent. Ein großer Teil der Befragten (46 Prozent) würde sich allerdings für keinen der drei aufgestellten Kandidaten entscheiden.

CSU fällt in Bayern unter die 30-Prozent-Marke

Laut dem jüngsten „Wählercheck“ beim Fernsehsender Sat1 verliert die CSU im Freistaat Bayern ebenfalls die Zustimmung der Wähler und fällt unter die 30-Prozent-Marke. Nur noch 29 Prozent der Befragten würden bei der Bundestagswahl ihre Stimme den Christsozialen geben. Dies ist ein Rückgang um sechs Prozent im Vergleich zu Umfragewerten im Juli.

Insgesamt wurden 1004 Menschen im Freistaat im Zeitraum zwischen dem 1. und 6. September 2021 befragt. Auch die Umfragewerte der Grünen fielen leicht. SPD, FDP und AfD konnten sich jeweils verbessern.

Bundestagswahl 2021: Nur Dreier-Koalitionen sind derzeit möglich

Auf Basis der Forsa-Umfragewerte wären momentan nur Dreier-Koalitionen regierungsfähig. Für eine Mehrheit sind 399 Sitze notwendig. Eine Koalition aus Union, Grünen und FDP würde auf 430 Mandate kommen, eine Koalition aus Union, SPD und FDP auf 500 Mandate. SPD, Grüne und FDP würden 470 Mandate erreichen und SPD, Grüne sowie Linke 418 Mandate.

Nicht regierungsfähig wären derzeit Bündnisse aus SPD und CDU/CSU sowie Rot-Grün und eine Koalition aus Union und FDP. (mit Material von dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa

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