Spitzenkandidat 2021:

Armin Laschet: Alles über den CDU-Kanzlerkandidaten

Armin Laschet, CDU-Urgestein aus Nordrhein-Westfalen, soll es bei der Bundestagswahl für die CDU richten. Aber wer ist der gebürtige Rheinländer eigentlich?

  • Armin Laschet, CDU-Urgestein aus Nordrhein-Westfalen, soll es bei der Bundestagswahl für die CDU richten. Wer ist der gebürtige Rheinländer?
  • Bereits in der Jugend wurde Armin Laschet durch römisch-katholische Werte geprägt
  • Vor allem Laschets Umgang und Wendungen im Umgang mit der Corona-Pandemie sorgten für Irritationen

Berlin – Armin Laschet (60) übernahm den Vorsitz der CDU im Januar 2021. Er übernahm die Führung der Bundes-CDU in Vorbereitung auf die wenige Monate später folgende offizielle Kanzlerkandidatur für die Union bei der Bundestagswahl 2021. Traditionsgemäß kandidiert der oder die Parteivorsitzende für das Bundeskanzleramt.

Armin Laschet: Familie und Herkunft des CDU-Kanzlerkandidaten

Armin Laschet wurde am 18. Februar 1961 in Aachen geboren und entstammt einer römisch-katholisch geprägten Familie des Mittelstandes. Armin Laschets Großvater Hubert Laschet (85, †1984) stammte aus Wallonien und zog bereits in den 1920er Jahren nach Aachen in Nordrhein-Westfalen.

Armin Laschet wuchs mit drei jüngeren Brüdern im Aachener Stadtviertel Burtscheid auf und wurde bereits früh christlich geprägt. Auch während der Jugend engagierte sich Armin Laschet aktiv für die römisch-katholische Kirche.

Die Eltern von Laschet zeichneten sich durch ein klassisches Familienbild aus. Während Armin Laschets Vater anfangs als Steiger im Bergwerk tätig war, führte seine Mutter den Haushalt und übte keinerlei weitere berufliche Tätigkeit aus.

Seine Ehefrau Susanne (59) lernte der gebürtige Aachener bereits zu Grundschulzeiten kennen. Im Jahr 1985 heiratete das Paar. Die Familie Laschet lebt bis heute im Aachener Stadtteil Burtscheid, der auf Google Maps südlich des Aachener Hauptbahnhofs liegt. Die beiden haben zwei Söhne und eine Tochter.

Armin Laschet und erfolgreicher Sohn Joe

Armin Laschets ältester Sohn Johannes (33) hat sich mittlerweile mit über 100.000 Followern bei Instagram einen Namen als Mode-Influencer erarbeitet. Dort präsentiert sich der Anfang dreißigjährige in coolen, lässigen und modebewussten Stil. Unter anderem repräsentiert Joe, wie er sich selbst nennt, das Modelabel Van Laack.

Aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes wurde Joe Laschet häufiger mit Hollywood-Star Ryan Gosling (40) verglichen.Die verblüffende Ähnlichkeit war sogar bereits in Nordamerika (USA) ein Thema, unter anderem berichtete das renommierte Time-Magazine über den vermeintlichen Doppelgänger.

Joe lebt in Bonn und ist neben seinem Job als Influencer an einer Universität eingeschrieben. Im Hinblick auf die akademische Karriere tut es Joe seinem Vater Armin Laschet gleich, studiert er doch auch das Fach der Rechtswissenschaft. Neben Joe hat Laschet noch zwei weitere Kinder, Sohn Julius und Tochter Eva.

Armin Laschets erste Anfänge in der Politik

Armin Laschet ist bereits seit der Jugend politisch aktiv. Seine politische Laufbahn startete er bereits 1979 mit dem Eintritt in die CDU. Im Alter von 18 Jahren konnte Armin Laschet in den Aachener Stadtrat einziehen und war somit der jüngste Stadtrat, der jemals von der CDU gestellt wurde.

Bei der Bundestagswahl 1994 gelang ihm der Sieg des Direktmandates seines Wahlkreises Aachen-Stadt und somit der Einzug in den Bundestag als Abgeordneter. Nachdem die CDU die darauffolgenden Bundestagswahlen 1998 nicht für sich entscheiden konnte, verlor Laschet sein Mandat als Bundestagsabgeordneter jedoch wieder.

Im weiteren Verlauf der politischen Vita folgte eine Zeit als Landesminister in Nordrhein-Westfalen. Am 25. Juni 2005 wurde Armin Laschet im Kabinett vom damaligen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (69) zum Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration ernannt. Nachdem die CDU bei der Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen verlor, wurde Armin Laschet im Oktober 2010 zum Vorsitzenden des Landesverbandes der CDU in Nordrhein-Westfalen gewählt.

Armin Laschet Biografie und Lebenslauf:

  • 18. Februar 1961 in Aachen geboren
  • 1981 erwarb er das Abitur am Bischöflichen Pius-Gymnasium in Aachen
  • Von 1981-1987 Studium Rechts und Staatswissenschaften in München und Bonn
  • 1987-1988 Tätigkeit als Volontär bei der Radiostation 95.5 Charivari
  • 1988-1994 Freier Journalist unter anderem für den Bayrischen Rundfunk, sowie Tätigkeit als wissenschaftlicher Berater der damaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (84)
Armin Laschet, Vorsitzender und Kanzlerkandidat der Grünen

Armin Laschet politische Funktionen und Ämter:

  • 1994-1998: Bundestagsabgeordneter für die CDU
  • 1999: Wahl zum Europaabgeordneten, Mitglied im Europäischen Parlament von 1999 bis 2005
  • 2005-2010: Landesminister im Kabinett von Röttgers
  • 2010-2017: Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westwalen
  • 2017 bis heute: Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen in einer schwarz-gelben Koalition

Armin Laschet in der Bundespartei (CDU)

Armin Laschet war zudem ab 2008 politisch im Bundesvorstand der CDU aktiv geworden. So wurde er in den CDU-Bundesvorstand gewählt und hatte in der Zeit von 2012 bis 2021 den Posten von einem der insgesamt fünf stellvertretenden Bundesvorsitzenden inne. Im Jahr 2021 trat Laschet zusammen mit dem derzeitigen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) zur Wahl des Bundesvorsitzenden der CDU an.

Spahn sollte hierbei sein Vize werden. Auch Friedrich Merz (65) sowie Norbert Röttgen (55) bewarben sich aktiv für den Posten des Bundesvorsitzenden. Nachdem die bis dahin amtierende Bundesvorsitzende CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer (58) angekündigt hatte, den Parteivorsitz und die damit einhergehende Kanzlerkandidatur niederzulegen, musste der Posten des Bundesvorsitzenden neu besetzt werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie kam es jedoch zu erheblichen Verzögerungen. Die Wahl des Bundesvorsitzenden führte die Bundes-CDU daraufhin vorläufig in einem online-basierten Voting durch. Am 16. Januar wurde der 33. Parteitag der CDU ausschließlich online ohne Präsens der Delegierten durchgeführt.

Armin Laschet: Bundesvorsitz und Nominierung zum Kanzlerkandidaten für die CDU

Mit über 83 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde Armin Laschet auf dem virtuellen Parteitag der CDU als neuer Parteivorsitzender gewählt. Damit konnte er sich recht klar gegen die weiteren Kandidaten Röttgen und Merz durchsetzen. Im April 2021 gab Armin Laschet zudem bekannt, dass er für die kommende Bundestagswahl im September 2021 als Kanzlerkandidat antreten wolle.

Ursprünglich hatte jedoch bereits der CSU-Vorsitzende Markus Söder (54) mit der Kanzlerkandidatur geliebäugelt. Am 19. April jedoch kam der Bundesvorstand der CDU noch vor der Veröffentlichung des CDU-Wahlprogramms zum Entschluss, Laschet für die kommende Wahl als Kanzlerkandidaten aufzustellen. Söder hingegen verkündete bereits am Folgetag, nicht mehr antreten zu wollen, obwohl er in den bisherigen Umfrageergebnissen deutlich besser dastand.

Armin Laschet und Umgang mit der Corona-Covid19-Pandemie

Anfangs zeichnete sich Armin Laschet zu Beginn der Corona-Krise im März 2020 vor allem durch rasches und restriktives Vorgehen aus. Der nordrheinwestfälische Ministerpräsident wollte so etwa ein Epidemie-Gesetz von massiver Tragweite auf den Weg bringen. Dies beinhaltete unter anderem eine Zwangsverpflichtung von Ärzten in Nordrhein-Westfalen. Die Ärzteschaft wehrte sich jedoch massiv gegen dieses Vorgehen.

Darüber hinaus gab es Kritik an der Beschaffungsweise von Schutzausrüstung, die im Zuge der Pandemie-Situation im Frühjahr 2020 auch in Deutschland knapp bemessen war. So hatte doch Armin Laschets Sohn Joe über die Firma Van Laack Kontakt zur Landesregierung hergestellt, um Schutzausrüstung zu beschaffen. Sowohl sein Sohn als auch Armin Laschet beteuerten jedoch, für die Bestellung sowie Vermittlungstätigkeiten keine Honorare erhalten zu haben.

Kontroversen um Armin Laschet

Auch im weiteren Verlauf und Umgang mit der Corona-Krise musste Armin Laschet immer wieder Kritik über sich ergehen lassen. Vor allem nach einem größeren Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies geriet Laschet in die Kritik. So behauptete er indirekt, dass Rumänen und Bulgaren den Ausbruch bei Tönnies verursacht haben könnten. Bundesaußenminister Heiko Maas (54) kritisierte diese Äußerung scharf und warnte wortwörtlich davor „Öl in das Feuer zu gießen“.

Im Frühjahr 2020 trat Laschet zudem mehr und mehr für Lockerungen der auferlegten Restriktionen ein. Während der zweiten „Welle“ im Winterhalbjahr 2020/21 zeichnete sich Laschet hingegen durch einen Kurs aus, der von Vorsicht geprägt war und befürwortete ein Großteil der Einschränkungen. Später änderte er abermals seine Ansichten.

Armin Laschet in den sozialen Medien

Um auch jüngere Generationen zu erreichen, ist Armin Laschet auf den gängigen Social-Media-Plattformen Instagram sowie Twitter aktiv. Auf Instagram folgen dem CDU-Politiker derzeit etwas über 66.000 Abonnenten. Gemessen an der Anzahl der Follower liegt er damit deutlich hinter dem Kanal seines Sohnes. Der Kanal gewährt Einblicke in Laschets politische Arbeit. Zudem werden dort auch aktuelle politische Geschehnisse und Entwicklungen aufbereitet. *Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder

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