Grünenpolitikerin lebt in Speyer

Grüne Familienministerin: Das ist Anne Spiegel

Eine weitere Personalie steht fest. Mit Anne Spiegel wollen die Grünen ein für viele bisher eher unbekanntes Gesicht zur Bundesfamilienministerin machen.

Berlin – Auch das Bundesfamilienministerium ist besetzt: mit Anne Spiegel. Die in Baden-Württemberg geborene Grünenpolitikerin machte politisch Karriere in Rheinland-Pfalz. Sie ist seit jungen Jahren für ihre Partei aktiv – nun hat diese sie für größere Aufgaben vorgesehen.

NameAnne Spiegel
ParteiBündnis 90/Die Grünen
PositionFamilienministerin

Die Grüne Anne Spiegel bei der Bundestagswahl

Für einige kam die Personalie überraschend. Im Kampf um die Ministerien erhält Anne Spiegel, die dem linken Flügel ihrer Partei zuzurechnen ist, das Familienministerium. Damit ist sie eine von fünf grünen Ministerinnen und Ministern. Anne Spiegel war für die Baerbock-Partei in der Arbeitsgruppe Klima, Energie und Transformation intensiv an den Koalitionsverhandlungen beteiligt. Zuletzt sorgte die Postenverteilung bei den Grünen an anderer Stelle für Spannung: Im Rennen um das Landwirtschaftsministerium stach Cem Özdemir Kollegen Anton Hofreiter überraschend aus.

Anne Spiegel: Gebürtige Baden-Württembergerin in Rheinlandpfalz

Anne Spiegel wurde 1980 im Baden-Württembergischen Leimen geboren. Ihre Jugend verbrachte sie in Speyer und Ludwigshafen am Rhein, wo sie im Jahr 2000 ihr Abitur machte. Nach ihrem Schulabschluss studierte Spiegel Politik, Philosophie und Psychologie in Darmstadt, Mannheim und Salamanca und Mainz, wo sie ihren Abschluss absolvierte.

Die Grünenpolitikerin lebt zusammen mit ihrem schottischen Ehemann und den gemeinsamen vier Kindern in Speyer. Auf ihrer Website erklärt Spiegel, dass Europa für sie wegen ihrer sizilianischen Großmutter und ihres rumänischen Großvaters immer selbstverständlich gewesen sei. Anne Spiegel ist überzeugte Vegetarierin. Als Kind wollte sie Pinguinforscherin werden, so die Grünenpolitikerin. Daraus wurde nichts – dafür ist sie jetzt Familienministerin.

Anne Spiegel (Grüne) soll Bundesfamilienministerin werden.

Anne Spiegels politischer Werdegang: Beeindruckt von der Anti-Atombewegung in den Landtag

Anne Spiegels Eintritt bei den Grünen 1999 fand unter dem Eindruck der Umwelt- und Anti-Atombewegung statt. Noch im selben Jahr wurde sie Landessprecherin der Grünen Jugend und rückte bald in den Bundesvorstand auf. Im Jahr 2005 wurde sie die erste deutsche Jugenddelegierte bei den Vereinten Nationen.

Den Schritt in die Politik als hauptberufliche Tätigkeit machte Spiegel dann mit der Landtagswahl 2011. Damals kandidierte sie im Wahlkreis Speyer und wurde auf dem dritten Platz der grünen Landesliste in den Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt. In der Landtagsfraktion war sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Frauen, Migration, Integration und Flüchtlingspolitik.

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Nicht der erste Ministeriumsposten für Grünenpolitikerin Anne Spiegel

2016 gelang Spiegel dann der Sprung zur Ministerin. Zuvor war sie bei der Landtagswahl erneut für den Wahlkreis Speyer als Direktkandidatin angetreten. Wieder zog sie über den dritten Platz der Landesliste in den Landtag ein. Nach dem Rückzug von Irene Alt aus der Landespolitik wurde Spiegel im Mai 2016 Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz in Rheinland-Pfalz. Die Position besetzte sie bis Mai 2021. Seit 2021 ist sie Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität sowie stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.

Anne Spiegels Positionen

Als noch-Klimaschutzministerin von Rheinland-Pfalz steht auch die Grüne Anne Spiegel für Umweltschutz. Zuletzt wurden immer mehr Stimmen laut, die Grünen haben sich bei den Koalitionsverhandlungen über den Tisch ziehen lassen. Nun ist es an der designierten Familienministerin und ihren Kolleginnen und Kollegen zu beweisen, dass dem nicht so ist.

Als persönliche Kernthemen gibt Spiegel den Einsatz für Menschlichkeit, Chancengleichheit und eine vielfältige Gesellschaft an. Hervor hebt sie vor allem den Kampf für Schutz und Stärkung von Frauen, eine humane Integrationspolitik sowie Verbraucherrechte. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegen Spiegel am Herzen – ein Bereich, auf den sie als Familienministerin nun besonderen Einfluss nehmen kann.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/Imago

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