Alternative für Deutschland

Alice Weidel (AfD): Regierung macht Deutschland zum „Hippie-Staat“

Alice Weidel AfD-Fraktionsvorsitzende (links) unterhält sich mit Beatrix von Storch (AfD).
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Alice Weidel (links) kandidiert als Spitzenkandidatin für die AfD bei der Bundestagswahl 2021. Mit im Bild: die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch. (Archivbild)

Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel sieht kein Rechtsextremismus-Problem in ihrer Partei. Der Regierung wirft sie vor, Deutschland zum „Hippie-Staat“ zu machen.

Berlin – Die letzte Plenarsitzung des Bundestages hat die AfD zur Generalabrechnung mit der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemacht. So warf Fraktionsvorsitzende Alice Weidel Merkel vor, dass sie Deutschland ihretwegen am Abgrund sehe.

AfD-Spitzenkandidatin:Alice Weidel
Geburtsdatum und -ort:6. Februar 1979 in Gütersloh
Parteiamt:Co-Vorsitzende
Fraktionsamt:Co-Fraktionsvorsitzende

Sie forderte während ihrer Rede, dass Deutschland sofort alle Corona-Maßnahmen beenden müsse: „Stellen Sie die Grundrechte wieder her“, so Weidel, die auch Spitzenkandidatin der Afd zur Bundestagswahl 2021 ist. Man müsse wieder zur Normalität zurückkehren. Sie warf der Bundesregierung „Angstparolen und Panikmache“ vor. Im Bildungswesen und bei der Digitalisierung sei Deutschland nur Mittelmaß, kritisierte Weidel.

Alice Weidel (AfD): Kein ernsthaftes Problem mit Rechtsextremismus innerhalb der AfD

Ein weiteres ungelöstes Problem der scheidenden Regierung sei „die Migrationskrise“. Deutschland sei der einzige „Hippie-Staat, der diese durchgeknallten Ideen ernsthaft umsetzen will, koste es was es wolle“, fügte sie hinzu. Deutschland sei inzwischen ein Land, „das verunsichert und gespalten ist“. Mit Blick auf die Migration sagte Weidel Richtung Kanzlerin Merkel: „Ihrem Nachfolger wird ein Sanierungsfall hinterlassen.“

Konkret sieht Weidel in diesem Zusammenhang auch kein ernsthaftes Problem mit Rechtsextremismus innerhalb der Alternative für Deutschland. „Das ist nicht größer als bei anderen Parteien auch“, sagte sie im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Mit Blick auf den vom Verfassungsschutz beobachteten Landesverband in Thüringen, der dieses Frühjahr als rechtsextremistisch eingestuft worden war, sagte Weidel zur NOZ: „Bernd Höcke (thüringischer Landesvorsitzender, Anm. d. Red.) und ich telefonieren extrem selten, wir sprechen uns nicht ab, warum sollten wir?“ Eine Abgrenzung vom völkischen Lager strebt Weidel nicht an: „Ich verfolge einen integrativen Führungsstil und rede mit jeder Strömung auf Augenhöhe.“

Alice Weidel (AfD): „Ich bin von Natur aus eher entspannt und gar nicht so wütend“

Ihr Image einer empörten Politikerin entspreche nicht ihrem wahren Charakter, sagte die Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion gegenüber der NOZ. „Ich bin von Natur aus eher entspannt und gar nicht so wütend. Ich weiß nicht recht, wie das Bild entstehen konnte. Vielleicht so in den Reden, das mag vielleicht sein.“

Anfeindungen wegen ihrer Homosexualität – Weidel zieht mit ihrer Schweizer Lebenspartnerin zwei Kinder groß – lässt die AfD-Spitzenkandidatin an sich abperlen. „Homophobe Attacken tangieren mich überhaupt nicht, denn diejenigen, die so reden, die haben mit sich ein Problem, das mache ich mir nicht zu eigen“, sagte sie. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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